Chronik


1.12.2009 Verwirrspiele mit Fluglärmbetroffenen - Realitätsverweigerung für Fortgeschrittene
Auf die Presseaussendung der parteiunabhängigen "BI-Liesing gegen Fluglärm" am 9.11 in der Frage aufgeworfen wurde, ob die Betroffenen zu unbequem für den Dialog sind und deshalb aus der Stadtkonferenz ausgeladen worden sind, hat es auch eine ganze Reihe weiterer Reaktionen gegeben. So hat die FPÖ die Wiedereinladung der parteiunabhängigen "BI-Liesing gegen Fluglärm" und die 3. Piste gefordert. 

Die darauf hin von Herrn Gemeinderat Valentin verfassste Presseaussendung mit dem Titel Dialogforum Flughafen - SP-Valentin: "BI-Liesing ist weiterhin in der Stadtkonferenz vertreten"  und vom Flughafen-Dialogforum mit dem Titel Dialog hilft Flughafen-Anrainern weit über gesetzlichem Rahmen zeigen die bereits gewohnte Mischug aus Realitätsverweigerung und Verwirrspiel.

Eingeladen oder Nicht Eingeladen?
Im Fall der Presseaussendung von Herrn Valentin vom 9.12.2009 geht das Verwirrspiel ins Leere. – Die „BI Liesing gegen Fluglärm“ und die „BI Liesing gegen Fluglärm und gegen die 3. Piste“ werden durch dieselben Personen repräsentiert, von denen niemand je eine Einladung zur Stadtkonferenz erhalten hat. Dass Herr Gemeinderat Valentin aus der Formulierung: „Da es sich um keine öffentliche Veranstaltung handelt, können nur jene Personen an der Sitzung teilnehmen, die auf meiner Einladung angeführt sind.“ den Schluss zieht, die BI „Liesing gegen Fluglärm“ sei in der Stadtkonferenz weiterhin vertreten, entbehrt daher ebenso der Realität, wie Valentins Aussage, dass es die von Herrn Gemeinderat Mahdalik thematisierten und mittlerweile von der Austro Control bestätigten nächtlichen Überflüge am 11.3.2009 nie gegeben hätte.

Auf eine entsprechende Presseaussendung der BI-Liesing und Forderungen der FPÖ und der Grünen nach Wiedereinladung der  „BI Liesing gegen Fluglärm und gegen die 3. Piste“ in Stadtkonferenz und einer Lärmmessung, welche die Betroffenheit der BürgerInnen richtig wiedergibt, gab es auche eine Presseaussendung mit dem scheinbar erfreulichen Titel  SP-Valentin: "Zur Stadtkonferenz wurden und werden Vertreter aller Bürgerinitiativen eingeladen. Für jemanden, der die Fakten kennt, erscheint der Inhalt aber als ungebremste Fortsetzung der bereits bekannten Realitätsverweigerung:

Aussage Valentin Bekannte Fakten
Aus der Stadtkonferenz zum Dialogforum Flughafen ist keine Bürgerinitiative ausgeschlossen worden. Auch nicht die Bürgerinitiative 'Liesing gegen Fluglärm und die 3. Piste' Wie bereits oben stehend beschrieben,  hat von der „BI Liesing gegen Fluglärm und gegen die 3. Piste“ niemand je eine Einladung erhalten, die Einschränkung auf  eingeladene war somit eine eindeutige Ausladung.
Der gestrige Termin der Stadtkonferenz musste übrigens abgesagt werden...Der einzige Vertreter des Flughafens war erkrankt. Üblicherweise gibt es mehrere Vertreter des Flughafens, auch dieses Mal waren 2 Vertreter des Flughafen eingeladen.
Zur nächsten Stadtkonferenz werden selbstverständlich wieder VertreterInnen aller Bürgerinitiativen eingeladen - wie auch in der Vergangenheit. siehe oben
Die Messeinheiten zur Schallmessung sind national und international von der WHO, der Europäischen Kommission und in österreichischen Gesetzen festgelegt."Es ist illusionär zu glauben, dass wegen und für Wien diese Regelungen geändert werden können. Es wäre wünschenswert, wieder zu einer sachlichen Diskussion zurückzukehren und sich nicht von parteipolitisch motivierten Vorwahlkämpfen leiten zu lassen", sagt Erich Valentin. Tatsächlich erklärt die WHO, dass die Lärmmessung nach dB(A) für tieffrequenten Lärm (wie in Flugzeugtriebwerke produzieren) ungeeignet ist und verweist auf eine Messung nach dB(C), was sich aber noch nicht in den gesetzlichen Vorgaben für die Lärmmessung von Fluglärm in Österreich niedergeschlagen hat. Die Weigerung   entsprechende Hörbeispiele in die Tagesordnung der Stadtkonferenz mitaufzunehmen dient jedenfalls nicht der sachlichen Diskussion.

Die von den Fakten völlig losgelöste Argumentation der Flugverkehrslobby zieht sich wie ein roter Faden durch die Fluglärmdebatte und gipfelt darin, dass den Betroffenen die Verlegungen von Flugrouten von der Flughafenhotline über das dicht besiedelte Liesing als Verbesserung verkauft wird. Leider gilt hier "Unwahrheiten ständig wiederholen macht sie nicht wahrer! (Zitat aus einer Presseaussendung von Herrn Gemeinderat Valentin)

Auch die Darstellung des Dialogforums in der Presseaussendung vom 9.10.2009 strotzt vor Aussagen, die diesen Verein als Freund und Helfer der Fluglärmbetroffenen erscheinen lassen. Ein Vergleich mit den Fakten zeigt hier ebenfalls ein Ausmaß an Beschönigung, dass einer Realitätsverweigerung gleich kommt:
Weiters fällt auch auf, dass der Autor den Betroffenen nicht zugesteht, gegen seine Ansichten zu argumentieren. Was Herr DI Hesina auch geflissentlich verschweigt, ist, dass die vom Flughafen bezahlte und von ihm geführte Organisation Dialogforum für den Beitritt die Unterzeichnung eines Maulkorbvertrags verlangt.

Solange die Flugrouten über dem dicht besiedelten Liesing nicht zurückgenommen werden, solange sind alle Aussagen des Dialogforums von Verbesserungen für Fluglärmbetroffene nur als hohle Phrasen einzustufen.

10.12.2009 Artikelsuchrätsel
Die Abend und Tagesausgabe der Kronenzeitung vom Donnerstag , 10. Dezember 2009 unterscheidet sich auf der Seite 22 in einem Artikel -  Welcher ist das?
Abendausgabe mit Artikel Fluglärmgegner ausgeladen Tagesausgabe mit Artikel über toten Jordanier
Abendausgabe Tagesausgabe
Lösung und Diskussion

7.12.2009  Dialogforum verweigert Dialog - Liesinger Fluglärmbetroffene wurden von Stadtkonferenz am 10.12. ausgeladen
Eine Anfrage an das Dialogforum Flughafen Wien betreffend der Aufnahme bestimmter Punkte in die Tagesordnung der nächsten Stadtkonferenz wurde mit der Ausladung aller nicht explizit eingeladenen Teilnehmer beantwortet. Für BI "Liesing gegen Fluglärm und die 3. Piste" und andere engagierte Fluglärmbetroffene heißt es also entgegen früheren Zusagen bei der Stadtkonferenz am nächsten Donnerstag "Bitte draußen bleiben!". Wie heißt es so schon auf der Homepage des Dialogforums dazu: Das Dialogforum ... setzt ... die Kommunikationskultur des Mediationsverfahrens fort. Dort wurde ja auch die Flugroute über Liesing in Abwesenheit eines Liesinger Vertreters beschlossen, die auch vertretene Gemeinde Wien hat die Lebensqualität im 23. Bezirk laut eines Mitarbeiters der Wiener Umweltanwaltschaft gegen ein Nachtflugverbot auf der Westeinflugsschneise getauscht.
 
Begründung für diese Dialogverweigerung durch das Dialogforum gibt es keine, es entsteht aber der Eindruck, dass man einer sachlichen Diskussion mit gut informierten Fluglärmbetroffenen ausweichen will. Symptomatisch dafür ist auch die Nichtaufnahme teilweise schon zugesagter Punkte in die Tagesordnung:
Demokratiepolitisch ist das jedenfalls ein weiteres Armutszeugnis für die Wiener Stadtregierung, die für diese "Ausladungen" verantwortlich zeichnet. Zuerst wurde seitens der Wiener Stadtregierung einer Flugroute über Liesing zugestimmt, dann Verbesserungen versprochen und nach einer nur kosmetischen Verbesserung im wesentlichen nur noch beschwichtigt statt gehandelt. Jetzt sind wir bei der aktiven Verweigerung des Dialogs mit den Betroffenen angelangt. Jene knapp 800 Liesinger welche erst unlängst eine Stellungnahme zum UVB-Verfahren des Flughafen Wiens unterschrieben haben, in dem die Betroffenen eine Einstellung der unsinnigen Flugroute über Liesing fordern, sind jedenfalls sicher nicht die einzigen, die sich von Dialogforum und den darin verstrickten Politikern für dumm verkauft vorkommen. Diskussion ...

Presseaussendung: Fluglärm-Betroffene zu unbequem für Dialog?

First they ignore you, then they laugh at you, then they fight you, then you win.” Mahatma Gandhi

7.12.2009  Weitere unterschriebene Stellungnahmen der  BI "Liesing gegen Fluglärm" zum ex-post Umweltverträglichkeitsbericht Flughafenausbau eingelangt
Auf Grund der schleppenden Zustelltung kommen viele an sich rechtzeitig unterschrieben Unterschriftenlisten erst nach dem 3.12 im Postfach der BI-Liesing. Insgesamt dürfte als mit 800 Unterschriften oder mehr zu rechnen sein.

3.12.2009
 
 765 unterschriebene Stellungnahmen der  BI "Liesing gegen Fluglärm" zum ex-post Umweltverträglichkeitsbericht Flughafenausbau im Infrastrukturministerium eingebracht
Ordner mit 765 Unterschriften und den Erläuterungen zur Stellungnahme wurden beim BMVIT abgegebenDie Stellungnahme gegen den rücksichtlosen Flughafenausbau hatten bis am Donnerstag den 3.12.2009 in der Früh bereits 765 engagierte BürgernInnen unterschrieben. Das so viele Liesinger und ihre Nachbarn die Stellungnahme gegen den rücksichtlosen Flughafenausbau und für die Rücknahme der Flugrouten über ihren dicht besiedelten Gebiet unterschrieben haben, zeigt nicht nur die enorme Betroffenheit durch Fluglärm in Liesing und Umgebung, sondern auch, dass die Liesinger nach wie vor nicht bereit sind, sich ihre Lebensqualität und Gesundheit zu Gunsten minimaler Vorteile für den Flugverkehr, zerstören zu lassen.

Zusammen mit den Unterschriftenlisten die beinahe einen ganzen Ordern füllen, hat die Bürgerinitiative BI "Liesing gegen Fluglärm" auch die gemeinsam erarbeiteten 39 Seiten an Erläuterung zur UVB Stellungnahme der BI  beim BMVIT abgegeben. Die wichtigsten Kritikpunkte am Umweltverträglichkeitsbericht des Flughafens sind:
  1. Der dröhnende basslastige Fluglärm startender oder weiter entfernter Flugzeuge wird bei den Berechnungen und Messungen des Flughafens weitgehend ignoriert  - dBA statt dBC  - Die Fluglärmwerte in Liesing sind im UVB schon alleine deshalb um mindestens 10 Dezibel niedriger als in der Realität
  2. bei den Berechungen des UVBs wird fälschlicherweise davon ausgegangen, dass Liesing flach ist - das verwendete Programm kennt keine Topographie - Geländehöhe und Verstärkung durch auflaufende Schallwellen, wie sie zumindest für Teile Liesing charakteristisch sind, werden ignoriert
  3. für die 2020 wurde unrealistischer Weise angenommen, dass über 43% der Flugzeuge deutlich leiser sind, allerdings nur wenn der Flughafen ausgebaut wird (Planvariante).In Nullvariante ohne Flughafenausbauten fliegen 2020 - seltsamerweise -  immer die alten lauten Flugzeuge. Die Steigerung des Fluglärms durch die Flughafenausbauten wird im UVB damit jedenfalls gezielt verharmlost. Es entsteht der Eindruck, dass die Autoren und/oder Auftraggeber des Umweltverträglichkeitsberichts glauben, Bevölkerung und Politiker unbeschränkt für dumm verkaufen zu können!
  4. Die Anzahl der Flugbewegungen ist in der Nullvariante höher als im Geschäftsbericht des Flughafens angesetzt, in der Planvariante niederer als in einer Studie der TU-Wien angesetzt. Damit werden nicht nur der Fluglärm sondern auch alle anderen Umweltprobleme, die der steigende Flugverkehr verursacht, unzulässig verharmlost, dass die Steigerung des Flugverkehrs im UVB nur einen Bruchteil der tatsächlich möglichen Steigerung ausmacht.  

Der Umweltverträglichkeitsbericht des Flughafens zeigt also nur, dass man es dort offensichtlich nicht für notwendig hält, sich ernsthaft mit dendurch den Flugverkehr verursachten Umweltproblemen auseinanderzusetzen. Auf Grund der zahlreichen Unterschriften und der aufgedeckten Schmähs ist allerdings zu bezweifeln, dass das weiterhin so durchgeht. Damit steigen aber auch die Chancen, dass die Forderungen nach lärmschonenden Fliegen und der Einstellung der Flugrouten über Liesing endlich ernst genommen werden müssen!

Dazu wurden die folgenden Anträge im „UVB-Verfahren“ gestellt:

Der Flughafen Wien AG und der Austro Control GmbH mögen die folgenden Auflagen erteilt werden:
•    ein Nachtflugverbot (im Raum Wien im Zeitraum zwischen 19h-9h)
•    ein generelles Startverbot über dicht besiedeltes Gebiet,
•    verpflichtende lärmschonende Anflugverfahren und
•    die Einstellung aller Flugrouten (Starts auf STO4C, LANUX1C, KOVEL1C, MOTIX1C, SNU2C usw. sowie Landungen), deren Lärmauswirkungen den Wiener Bezirk Liesing betreffen

1.12.2009 Infoabend im Gasthaus Brandauer 
Beim dem von 16 Teilnehmern besuchten Infoabend der BI-Liesing waren auch viele neue Gesichter zu sehen. Neben einen ausführlichen Vortrag zur Flughafenpolitik in Österreich, den Tricks der Flughafenlobby und den UVB-Bericht des Flughafens, war auch ausreichend Zeit für eine spannende Diskussion. Themen waren u.a. die Fragen, wie man sich gegen den unzumutbaren Fluglärm zu Wehr setzen kann und wie vom Fluglärmbetroffene von der Flughafenhotline auch noch für dumm verkauft werden.

24.10.2009 Wieder über 60 Stellungnahmen gegen Flughafenausbau auf Kosten der Liesinger bei Info- und Diskussionsveranstaltung  "5 Jahre Fluglärmterror über Liesing sind genug!" beim Merkur Breitenfurter Strasse unterschrieben
Fotos der Infoveranstaltung vom 24.10.2009Bei der letzten Info- und Diskussionveranstaltungen wurden trotz des kalten Wetters wieder 65 Stellungnahmen zur nachträglichen Umweltverträglichkeitsprüfung des Flughafens von engagierten Bürgern aus  Liesing und den angrenzenden Gebieten unterschrieben. Ein klares Signal dafür, wie sehr die Menschen in Liesing und Umgebung die rücksichtlose und unnötige Verlegung von Flugrouten auf dicht besiedeltes Gebiet nervt.

11.11.2009 Treffen der BI Liesing gegen Fluglärm ab 19h
Beim trotz Schweinegrippegefahr recht gut besuchten Treffen wurden Möglichkeiten diskutiert,  weitere Stellungnahmen zu den Flughafenausbauten und der Forderung nach vernünftigeren Flugrouten zu sammeln. Geplant ist sowohl das Verteilen, als auch das Verschicken von Unterschriftenlisten und eine weitere Infoverannstaltung am Samstag den 21.11.2009 beim Merkur ab 9h. Weiters sind wir auf der Suche nach Geschäftslokalen, welche die Unterschriftenlisten auflegen möchten.

06.11.2009 Auswertung der Lärmmessungen am Nationalfeiertag zeigen weit über 100 laute Fluglärmereignisse und eine Überschreitung aller Grenzwerte
Die Auswertung der zahlreichen in Liesing am Nationalfeiertag hörbaren Starts zeigt die unzumutbare Belastung Liesings mit Fluglärm. Durch die Überlagerung der 3 Lärmmessstationen Maurer Berg, Maurer Berg 2 und Kadolzberg ist es möglich, Fluglärmereignisse mit sehr hoher Sicherheit als solche zu identifizieren. Diese sind als Lärmereignisse mit roten Kreis um die Spitze eingetragen:

Fluglärmterror am Nationalfeiertag

Die statistische Auswertung der Station Maurer Berg bestätigt die subjektiv wahrnehmbare, unzumutbare Belastung durch lauten Fluglärm ab 6h45:
Die Richtigkeit der Lärmmessung wird dadurch bestätigt, dass bei der einige hundert Meter entfernten Nachbarstation Maurer Berg 2 sehr ähnliche Werte gemessen wurden. Die Durchschnittswerte weichen hier mit 57,2 für den Tag bzw. 57,6 Dezibel nur um 1-2 Dezibel ab.

04.11.2009 Flugspuren für den Nationalfeiertag zeigen Beinahe-Abstürze und nicht existierende Flüge
Bei  einen Abgleich zwischen den Ergebnissen der Lärmmessung und den Flugspuren für den 26.10.2009 hat sich gezeigt, dass die aus Daten der Austro Control gespeisten und vom Flughafen betreuten Flugspuren offensichtlich falsch und unvollständig sind. Erstens fehlen einzelne Überflüge wie der um 14:37 und 14:58 über Liesing, die in den Lärmmessungen mehrerer unabhängiger Stationen sichtbar sind in den Flugspuren, was den Schluss nahe legt, dass es sich entweder um UFOs handelt oder dass die Flugspuren unvollständig sind. Zweitens zeigen die vorhandenen Flugspuren auch eine Reihe von Beinahe-Abstürzen, wie z.B. den um 14:49, wo das Flugzeug innerhalb weniger Sekunden von 10.000 Fuß (graue Linie im Detailbild) auf  1000-2000 Fuß (blaue Linie, 300-600m) herunterfällt. 
Sturzflug bei Laab im Wald
Nachdem es an diesem Tag eine ganze Reihe dieser plötzlichen Höhenänderungen gegeben hat, ist anzunehmen, dass es sich hier "nur" um einen Fehler in der den Flugspuren zu Grunde liegenden Datenbank handelt.

Die systematische Veröffentlichung falscher und unvollständiger Daten, erweckt jedenfalls den Eindruck, dass der Flughafen kein besonderes Interesse daran hat, die Bevölkerung über die tatsächlichen, nicht zuletzt durch den Ausbau den Flughafens und die Mediation verursachten Flugaktivitäten zu informieren. Weiters ist die Benutzeroberfläche nach wie vor recht hakelig, hier wäre eine ganze Reihe an  Optimierungen sinnvoll. Generell entsteht der Eindruck, dass das auch in diesem Zusammenhang praktizierte Abschieben von Verantwortung einer Behörde ACG auf eine Privatfirma FWAG wieder einmal dazu dient, die vom Fluglärm Betroffenen auszutricksen!

Davon abgesehen stellt sich die Frage, was im Falle eines tatsächlichen Absturzes - z.B. auf die Wohntürme von Alt-Erlaa - tatsächlich passiert und ob Flugsrouten über dicht besiedeltes Gebiet nicht unverantwortlich sind.

24.10.2009 Über 60 Stellungnahmen gegen Flughafenausbau auf Kosten der Liesinger bei Info- und Diskussionsveranstaltung  "5 Jahre Fluglärmterror über Liesing sind genug!" am Maurer Hauptplatz unterschrieben
Fotos der Infoveranstaltung vom 24.10.2009Bei der letzten Info- und Diskussionveranstaltungen wurden trotz des kalten Wetters bereits über 60 Stellungnahmen zur nachträglichen Umweltverträglichkeitsprüfung des Flughafens von engagierten Bürgern unterschrieben. Unterschriftenlisten mit der Stellungnahme der BI Liesing gegen Fluglärm und eine Ausfüllhilfe sind jetzt auch elektronisch verfügbar. Ausgefüllte Unterschriftenlisten können beim nächsten Treffen am 11.11. um 19h im Gasthaus Brandauer am Mauer Hauptplatz, Gesslg. 4 abgegeben werden oder an das entsprechende Postfach der BI Liesing geschickt werden.

Damit hat die parteiunabhängige Bürgerinitative "Liesing gegen Fluglärm und gegen die 3. Piste" ( BI "Liesing gegen Fluglärm") alleine 2009 bereits 9 Informations- und Diskussionsveranstaltungen in den verschiedensten Teilen Liesings durchgeführt. Die Schlussfolgerungen aus den unzähligen Gesprächen mit den Bürgern sind:
  1. Die meisten Menschen in Liesing empfinden den Fluglärm verstärkt als unzumutbare Belästigung. Von einem Rückgang des Flugverkehrs war in Liesing auch in diesem  Sommer nichts zu bemerken. 
  2. Aufreger Nr. 2 ist die Belastung mit gesunheitsschädlichem Feinstaub aus dem Flugverkehr.
  3. Weiters gibt es keine Verständnis für:
  4. Einsparungen bei den Airlines durch Verlegung von Flugrouten über Liesing sind für die Betroffenen unzumutbar und werden strikt abgehnt. 
  5. Vielmehr gibt es die Forderung, so zu fliegen, dass möglichst wenig Menschen von den negativen Auswirkungen des Flugverkehrs betroffen sind. Ein Blick auf die Landkarte verdeutlicht, dass es hier rund um den Flughafen genug Alternativen über wenig bis nicht besiedeltes Gebiet gibt.
 Als Konsequenz wird die Einstellung aller Flugrouten, die Liesing betreffen, gefordert.  Presseausendung 5 Jahre Fluglärmterror über Liesing sind genug!

21.10.2009 Monatliches Treffen der BI-Liesing gegen Fluglärm und die 3. Piste

Thema war die Teilnahme am nachtträglich durchgeführtten UVP-Verfahren, zu der eine Stellungnahme ausgearbeitet wurde, in der die als Ausgleichsmaßnahme für die Zunahme des Flugverkehrs die Einstellung der Flugrouten über dicht besiedelten Gebieten insbesondere über Liesing gefordert wird. Weiters wurde beschlossen dafür bereits am Samstag mit dem Sammeln der Unterschriften zu beginnen.

15.10.2009 Nachträglicher Umweltverträglichkeitsbericht (ex-post-UVB) zum Flughafenausbau
Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt, hat das Infrastrukturministerium einen ex-post-Umweltverträglichkeitsbericht des Flughafens veröffentlicht. Damit holt der Flughafen die Umweltverträglichkeitsprüfung für die Ausbauten der letzten Jahre nach.

Da die Belastung Liesings direkt auf eine Kombination dieser Ausbaumaßnahmen und die ebenfalls damit in Zusammenhang stehende Verschiebung der Flugrouten zurückzuführen ist, plant die BI-Liesing von der Möglichkeit der Stellungnahme entsprechend ausgiebigen Gebrauch zu machen. Ein generelles Startverbot über dicht besiedeltes Gebiet und verpflichtende lärmschonende Landeverfahren wären sicher sinnvolle Ausgleichsmaßnahmen in Sachen Umweltschutz.

23.09.2009 Monatliches Treffen der BI-Liesing gegen Fluglärm und die 3. Piste
Beim gut besuchten Treffen gab es auch die Möglichkeit Herrn Gemeinderat Mahdalik über die Fluglärmsituation in Liesing zu informieren.  Thema waren auch die zahlreichen viel zu tiefen Überflüge über Liesing. Es wurde beschlossen Anfang Oktober eine weitere Informations- und Diskussionsveranstaltung zu veranstalten.

18.09.2009 Protestaktion gegen Fluglärm in Liesing im Wiener Gemeinderat
Transparente gegen Fluglärm über Liesing im Wiener Gemeinderat Der rücksichtlose Flughafenausbau zum Transitflughafen hat nicht nur zu einem Finanzskandal um den Skylink geführt.

Mit der Verlegung von Flugrouten auf das dicht besiedelte Liesing für die AUA hat man auch einen Umweltskandal geschaffen. Auf diesen hat die parteiunabhängige Bürgerinitiative "Liesing gegen Fluglärm und gegen die 3. Piste" daher auch während der Skylink-Diskussion im Gemeinderat aufmerksam gemacht!

Der am Foto sichtbare stumme Protest war erst der  Anfang. Auf zwei weitere Transparente mit
"5 Jahre Fluglärmterror über Liesing sind genug!"
und
"Fluglärm + krebserregender Feinstaub über Liesing
NEIN Danke!"

reagierte die Rathauswache dann mit einem verärgerten: "Das ist aber jetzt nicht mehr lustig!" Antwort, die auch im Gemeinderatssaal gut zu hören war: "Nicht mehr lustig ist es, seit 5 Jahren täglich überflogen zu werden!"

12.09.2009 Info- und Diskussionsveranstaltung  "5 Jahre Fluglärmterror über Liesing sind genug!"  beim Merkur Breitenfurter Strasse
Zu Nordwestdestinationen muss nicht über Liesing geflogen werden, es kann auch über Felder geflogen werden!Bei der Infoveranstaltung am Samstag, den 11.09.2009, beim Merkur-Markt auf der Breitenfurter Strasse konnten sehr viele Menschen erreicht werden. So war es problemlos möglich in nur 3h um die 1000 Info-Folder und etwa 250 Presseaussendungen mit Einladung zum nächsten Treffen der BI  weiterzugeben. Überdurchschnittlich oft wurde der Wunsch geäußert, gegen den Fluglärm zu unterschreiben, was zeigt, dass das Problem Fluglärm unter den Fingernägeln brennt.
 
Das zentrale Thema war die steigende Belastung durch Fluglärm und die Gesundheitsgefährdung durch Feinstaub. Dabei fühlen sich die Bürger in Atzgersdorf wie auch in Mauer immer stärker betroffen und von den zuständigen Politikern völlig im Stich gelassen. Speziell die Zustimmung des Bezirksvorstehers Wurm zur Flugroute über Liesing stößt auf völliges Unverständnis!
 
Dass es sinnvolle Alternativen zu den Flugrouten über Liesing gibt, war für viele noch neu. Dabei genügt ein Blick auf die Landkarte und auf die vielen Felder nördlich, östlich und südlich des Flughafens. Diese würden sich bestens für alternative Flugrouten eignen.  Die Frage, warum nicht endlich so geflogen wird, dass um Größenordnungen weniger Menschen vom Fluglärm betroffen sind, müssen wir an die verantwortlichen Politiker, Manager und Beamten weiterleiten!
 
Liesing wartet seit 2004 auf eine Antwort und auf die Aufhebung der Flugrouten über dichtest besiedeltes Gebiet!

06.09.2009 Info- und Diskussionsveranstaltung "5 Jahre Fluglärmterror über Liesing sind genug!"  beim Liesinger Naturlauf

Aus den bemerkenswert positiven Reaktionen und vielen Gespräche ist nicht nur hervorgegangen, dass die Arbeit der BI Liesing gegen Fluglärm schon recht bekannt ist, sondern auch dass der Fluglärm zunehmend nervt.

Viele Diskussionen gab es über die Notwendigkeit und Alternativen zu Flugrouten über Liesing, insbesondere warum sich dort ausschließlich Flugzeuge mit blauen Bauch tummeln. Dabei zeigte sich, dass die Betroffenen nicht verstehen warum bei Windstille oder Ostwind über sie geflogen wird. Auch die Landeanflüge waren ein wesentliches Thema.

Auf Grund dieser Tatsachen und auf Grund dessen, dass die AUA nicht mehr im österreichisches Eigentum steht, sind die Betroffenen der Meinung, dass die Flugrouten neu festzulegen sind. Wir verstehen darunter die klare Botschaft der Betroffenen an die Politik, endlich aktiv zu werden und werden versuchen das zu unterstützen.

03.09.2009 AUA Verkauf entzieht den Flugrouten über Liesing die Grundlage
5 Jahre gesundheitsschädlicher Fluglärmterror über Liesing sind genug! Presseaussendung der BI Liesing gegen Fluglärm

Die überfallsartige Verlegung der Abflugroute von Brunn/Gebirge nach Liesing, die zu zigtausenden neuen vom täglichen Fluglärmterror Betroffenen geführt hat, wurde immer mit der Förderung der damals noch österreichischen Fluglinie AUA begründet. Seit kurzem ist die AUA ein Teil des deutschen Lufthansa Konzerns, daher ist spätestens jetzt der Zeitpunkt gekommen, diese und die anderen seit 2004 nach Liesing verlegten Flugrouten einzustellen.

Alternativen zu den demokratiepolitisch bedenklichen und volkswirtschaftlich unsinnigen Flugrouten über Liesing gibt es genug.
Denn die Startrouten über dem dicht besiedelten 23. Bezirk im Süden Wiens führen zu Flughäfen im Nordwesten. Zu diesen kann beispielsweise auch von der zweiten Piste (16/34) gestartet werden, die ja zur Entlastung Wiens mit Steuermitteln gebaut wurde. Die entsprechenden Flugrouten verlaufen über Felder, die weit außerhalb Wiens liegen, womit um Größenordnungen weniger Menschen vom Fluglärm betroffen sind, als im dicht besiedelten Liesing und den angrenzenden niederösterreichischen Gemeinden.

Auch Landungen über Liesing widersprechen dem Sinn der Luftverkehrsregeln und erfolgen ohne technische Notwendigkeit.

Die dauernde Belästigung durch Flugverkehr ist sogar laut einer groß angelegten Studie des deutschen Bundesumweltamts gesundheitsschädlich. Daher bedeuten weniger Betroffene eine deutliche Einsparung von Gesundheitskosten, die ja sonst von der Allgemeinheit zu zahlen sind. Auch eine angemessene Entschädigung der Fluglärmopfer, wie es sie in anderen Ländern bereits gibt, wäre für weniger Menschen leichter finanzierbar.

Gefälligkeiten für die Fluglinien dürfen nicht länger zu unnötig vielen vom Fluglärm Betroffenen führen. Ein Geschäftsmodell, in dem eine geringfügige Förderung des Flugverkehrs zu unzumutbaren Belastungen von 100.000en Dritten sowie des Steuerzahlers führt, ist, selbst wenn politisch verordnet, unmoralisch.

Zur Presseaussendung passende Videos dokumentieren den täglichen Wahnsinn:
Der tägliche AUA-Mittagsangriff
Fluglärm-Tagwache Sonntag früh in Liesing (so hört sich der Frühling in Liesing seit 2004 an)

30.08.2009 Trotz Alternativen - 86% aller Starts Richtung Nordwesten über das dicht besiedelte Liesing
Davon, dass dort geflogen werden soll, wo möglichst wenig Menschen vom Fluglärm betroffen sind, ist in Liesing seit 2004 bekanntlich nichts mehr zu bemerken.
 
Das Umweltdesaster, für welches die Flughafenpolitik der letzten Jahre verantwortlich ist, wird aber erst an Hand der Flugspuren so richtig transparent. So gingen beispielsweise am Mittwoch, den  26. August  54 Starts = 86% Prozent aller Starts Richtung Nordwesten längs über die Mitte des 23. Bezirk, während nur 9 Starts = 14% über die Flugrouten geführt wurden, bei der um Größenordnungen weniger Menschen betroffen sind.
Start nach Nordwesten zu 86% über Liesing, 14% über Felder
Möglicherweise  kostet die umweltschonendere Variante pro Passagier bis zu einem Euro mehr (pro Flug rund 100€) -  ein Betrag der eigentlich keine große Rolle spielen sollte.
 
Offensichtlich sind  aber den verantwortlichen Politiker bis zu 5000 € pro Tag zur Förderung des defizitären Flugverkehrs (AUA, Skylink...) viel wichtiger, als die Lebensqualität und Gesundheit von 100.000 Menschen in Liesing, Perchtoldsdorf und Breitenfurt. Fragt sich nur, warum das so ist und was das mit christlich, sozial oder demokratisch zu tun haben soll? Denn bei dem riesigen städtischen Wohngebiet, welches überflogen wird, ist davon auszugehen, dass Gesundheitskosten, Grundentwertung und ungenügende Erholung reduzierte Leistungsfähigkeit der Bewohner die Einsparungen um ein Vielfaches übersteigt und damit ein riesiges volkswirtschaftliches Verlustgeschäft darstellt... Diskussion

25.08.2009 Monatliches Treffen der BI-Liesing
Bei dem sehr konstruktiven Treffen wurde die aktuelle Situation besprochen und die weitere Vorgangsweise koordiniert. Die nächste Infoveranstaltung unter dem Motto "5 Jahre Fluglärmterror über Liesing sind genug!"  ist für Samstag, den 12. September beim Merkur in der Breitenfurter Strasse geplant.

24.08.2009 Weitere Lärmmessstation Online die den tatsächlich wahrgenommenen Fluglärm misst
Doppellärmmessung nächtlicher ÜberflugAm Maurer Berg ist seit 24.8.2009, 19:55 eine weitere, Lärmmessung welche dB(C) Werte ermittelt online. Zum Unterschied zur ebenfalls verfügbaren Messung nach dB(A) werden dabei tieffrequente Störgeräusche wie Fluglärm nur so weit weg gefiltert, wie es dem menschlichen Hörempfinden bei 80 Dezibel entspricht. Damit ist die Überlagerung mit der bereits länger existierenden, davon unabhängigen Lärmmessstation am Maurer Berg nach dB(C)möglich. Zeitgleiches Auftreten von Lärmspitzen, zeigt, dass es sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit um Fluglärm handelt. Die anderen  Lärmmessstationen werden in den nächsten Wochen um die Doppelmessung ergänzt, so dass dann alle Stationen der BI-Liesing online Messwerte nach dB(A)  = zum Vergleich mit dem Flughafen  und dB(C) = tatsächlicher Fluglärm zur Verfügung stellen.

18.08.2009 Buchtipp - Stefan Slupetzky "Lemmings Zorn" Lemmings vierter Fall (Rowohlt Verlag)
In dem spannend und witzig geschriebenen Krimi dreht sich alles um das Thema Lärm. Die fiktiven aber realistischen Geschichten aus Wien schildern eindrucksvoll die dramatischen Konsequenzen permanter Lärmbelästigung.  Gesetze und die Politik welche jene "Ratten" schützt, die daran verdienen, dass sie das Leben der anderen zerstören, kommen ebenso wenig zu kurz, wie die letzlich früher oder später meist tödlichen Auswirkungen auf die Gesundheit.

Auch wenn Fluglärm in dem Buch nicht das Hauptthema ist,  wird doch auf die unhaltbare Situation unter den Einflugsschneisen am Laaerberg und im Norden Wiens eingegangen. Eindrucksvoll wird auch beschreiben, wie die zahlreichen Proteste und Bürgerinitiativen, die sich dagegen wehren, geschickt ignoriert werden. So ist hier von den üblichen Finten des höheren Managements die Rede: moderne Inszenierungen der eigenen Leutseligkeit verschleiert mit todschicken Namen wie Mediationsverfahren oder Dialogforum, wo man den Betroffenen erklärt, dass sie den Lärm eben lieben müssen. Auch davon dass von der Flughafenpolitik kleinere Gruppen gegen größere ausgespielt werden und von der Argumentation mit der Angst um den Arbeitsplatz ist die Rede ( "Arbeitsplatzkeule"). 

Interessant ist auch die im Buch beschriebene Kur, bei der diejenigen, welche für den Lärm verantwortlich sind, einmal  in einem hotelartigen Ambiente eine Woche lang genau diesem Lärm ausgesetzt werden. Auch wenn dieser Ansatz ein rein fiktiver ist, beschreibt er doch recht gut, dass diejenigen welche das Lärmproblem der anderen notorisch verharmlosen, den Lärm selbst auch nicht wollen.

Dass hier von den verantwortlichen Politikern anderen etwas zugemutet wird, was diese selbst nicht haben möchten, belegt auch die letzte Stadtkonferenz. In dieser hat jener Gemeinderat Valentin, der in einer seiner Presseaussendungen erst kürzlich behauptet hat, dass sich auch die Lärmbelastung durch Fluglärm für die Anrainerinnen und Anrainer in Grenzen hält sofort damit gedroht, die Stadtkonferenz abzubrechen, nachdem einer der Anrainer begonnen hat, seinen täglichen Fluglärm wiederzugeben. Und das, obwohl dabei nicht einmal die Originallautstärke erreicht wurde und keiner der anwesenden  "übersensibiliserten Fluglärmbetroffenen" (Zitat Valentin) sich über die Wiedergabe beschwert hat.
Diskussion

17.08.2009 Sky-Europe Schulden, AUA Verluste und Skylink Kostenexplosion demonstrieren eindrucksvoll das Scheitern der Flughafenexpansion um jeden Preis
Das Rezept hinter der medial vermarkteten "Erfolgsstory Flughafen Wien" war offensichtlich nicht auf nachhaltige Wachstum sondern auf Expansion um jeden Preis ausgelegt. Dass die AUA dem Flughafen nicht das nötige Wachstum bringt, war spätestens seit Verkündung des Plan B (wie Billigflieger) bekannt. Mit dem Sky-Europe Desaster scheint auch dieser Plan gescheitert, der nebenbei auch noch die Verluste der AUA zumindest maßgelblich erhöht und durch die dafür erforderlichen Umbauten die Kosten des Sky-Links von 280 Mio. auf etwa 1 Milliarde € explodieren hat lassen. 

Unterm Strich bleiben nicht nur enorme Kosten für die AUA sondern auch massive Gewinnverkürzungen für die am Flughafen beteiligten Länder Wien und Niederösterreich. Da sind die vermutlich uneinbringbaren Schulden der Sky-Europe beim Flughafen über 4 Mio Euro und bei der Austro Control von 800.000 Mio Euro nur das Tüpfelchen auf dem i.

Neben dem Finanzdesaster gibt es aber auch ein Umweltdesaster. So wurde im Wachstumsrausch u.a. auch beschlossen, ab 2004 bzw. 2006 auch über das dicht besiedelte Liesing zu starten bzw. zu landen - angeblichen aus Kapazitätsgründen - vermutlich aber um Tatsachen für eine 3. Piste Richtung Wien zu schaffen. Dass es äusserst unwahrscheinlich ist, dass Wien je eine 3. Piste benötigt, ist ein Grund mehr, die Flugrouten über Liesing endlich wieder einzustellen und zu einem nachhaltigen Betrieb zurückzukehren.

17.08.2009 Weitere UVP zur 3. Piste voraussichtlich auf 2010 verschoben
Laut einem Rundbrief des Dialogforums rechnet der Flughafen mittlerweile damit, dass die nächsten Schritte der UVP für die 3. Piste (Erstellung der Umweltverträglichkeitsgutachtens durch die Behörde) erst 2010 stattfinden. Offizielle Begründung für die Fristversäumnis gibt es keine, weshalb der Jurist der AFLG einen Antrag auf Übergabe an die nächsthöhere Instanz gestellt hat. Inoffiziell wird von notwendigen Ergänzungen auf Grund der geänderten Verkehrslage durch die FWAG berichtet. Vielleicht machen aber auch die zahlreichen Einwände unserer und anderer BIs bei der Erstellung des Umweltverträglichkeitsgutachten Schwierigkeiten, denn nimmt man diese ernst, müsste daraus ein Umweltunverträglichkeitsgutachten werden. Eine viel banalere Erklärung für die Verzögerungen ist, dass man das bei der Wiener Bevölkerung höchst unbeliebte Projekt erst nach den Wiener Gemeinderatswahlen 2010 diskutieren möchte.

13.08.2009 Lärmmessung und Flugspuren verdeutlichen die unnötige Störung der Nachtruhe durch die Nachtflugroute SNU2C
Wie aus der unten stehenden Zusammenstellung erkennbar ist, wird bei der Nachtflugroute SNU mitten im lauten Steigflug auf dicht besiedeltes Gebiet geschwenkt, womit  die Nachtruhe von Zigtausend Betroffenen regelmäßig gestört wird - etwas was wohl mit einer ernsthaften Interpretation der Luftverkehrsregeln kaum vereinbar sein dürfte. Flugspuren und Lärmmessung Nachtflugroute SNU
Vor allem kleinere Kinder, die um diese Zeit schlafen gehen sollten, sind davon betroffen. Da es hier keine technische oder sonstige nachvollziehbare Notwendigkeit dafür gibt, kann man das nur Schildbürgerstreich 1. Ranges bezeichnen. Auffällig ist, dass hier das immer wieder als Begründung für die Zustimmung Wiens zur neuen Flugroute über Liesing genannte Nachtflugverbot damit nicht eingehalten wird. Das fällt aber ebenso wie die umfangreichen Proteste aus Liesing über die Flugroutenverlegungen seit 2004 bisher weitgehend der Realitätsverweigerung zum Opfer.


09.08.2009
Evaluierungsbericht 2008 des Vereins Dialogforum Flughafen Wien und der Unterschied zwischen Propagandaaussagen und Realität
Da Anfragen an die verantwortlichen Politiker mit der Bitte um Stellungsnahme - wenn überhaupt - meist mit dem Hinweis auf das Dialogforum und dessen Evaluierungen beantwortet werden, scheint es naheliegend, sich diese als Fluglärmbetroffener anzusehen.

Was dabei auffällt ist, dass sich das Dialogforum in den graphisch sehr aufwendig gestalteten Dokumenten wieder einmal selbst auf die Schulter klopft.
Unter anderen wird in der Kurzfassung des Evaluierungsberichts behauptet, dass sich das Dialogforum für Maßnahmen gegen die negativen Auswirkungen des Flugverkehrs auf Menschen, Region und Umwelt einsetzt . Dazu wird der folgende Punkt als Beispiel angeführt:
- die Weiterentwicklung der An- und Abflugrouten – Flugzeuge werden bei Starts und Landungen unter Berücksichtigung von Regeln, die im Mediationsvertrag festgeschrieben sind, über möglichst wenig besiedeltes Gebiet geführt.

Wenn man diesen auch vom Vorgänger des Dialogforums proklamierten Ansatz, dass Flugrouten über möglichst wenig besiedeltes Gebiet geführt werden sollten, dort ernst nehmen würde, stellt sich die Frage, warum dann 2004 Flugrouten überfallsartig von Niederösterreich nach Liesing gelegt wurden? Oder ist Liesing trotz 90.000 Einwohner in der Wahrnehmung des Dialogforums ein wenig besiedeltes Gebiet? Und warum wurden die Flugrouten über Liesing trotz der objektiv nachweisbaren Lärmbelästigung - die es laut Aussagen von Wiener Stadtpolitikern gar nicht geben dürfte - und trotz des unangefochtenen Spitzenplatzes in der Beschwerdenstatistik der Evaluierungberichte nicht schon längst zurückgenommen? Warum wurden 2006 in genau jenem Dialogforum auch noch Landerouten beschlossen, die Liesing zusätzlich belasten?

Nachdem in Bezug auf die Fluglärmproblematik nicht nur in Liesing sondern auch in anderen Teilen Wiens und Niederösterreichs gegenüber der Situation 2003 eine massive Verschlimmbesserungen festzustellen ist, entsteht jedenfalls der Eindruck, dass der eigentliche Zweck des Dialogforums und seines Vorgängers Mediationsverfahren die Durchsetzung der Interessen des Flughafens in Hinblick auf eine 3. Piste und die Verschleierung der Verantwortlichkeiten für die Umweltbelastung sein dürfte.

Zusätzlich stellt sich im Zusammenhang mit dem enormen volkswirtschaftlichen Schaden durch die Gesundheitsbelastung von immer mehr Menschen durch Fluglärm die Frage, ob es gerechtfertigt ist, dann über die Beteiligung der Bundesländer an der FWAG auch noch öffentliches Geld für "Propagandainstrumente" auszugeben, welche die Probleme, die sie vorgeben zu lösen, zu weiten Teilen erst verursacht haben. Diskussion zu Thema im Forum 

09.08.2009 Wie der Flughafen Wien mit seinen Messungen das Fluglärmproblem verniedlicht
unvollständige Messung des Fluglärms verniedlicht ProblemDer dröhnenden Fluglärm, dem die Liesinger täglich ausgesetzt sind, erscheint in den dem neuesten Evaluierungsbericht des Dialogforums wie auch in  den Zusammenfassungen über die mobilen Lärmmessergebnisse am Maurer Berg im Juli 2008 relativ harmlos.

Hauptgrund dafür ist, dass die zu Grunde liegenden Messungen des Flughafens auf der Messung nach dB(A) beruhen. Durch den sogenannten A-Filter geht aber der tieffrequente Lärm weitgehend verloren. Aber auch der verbleibende Fluglärm wird weiteren Einschränkungen unterworfen. So zählt Fluglärm nur als solcher, wenn er dann noch laut genug erscheint und wenn er nicht durch Fremdgeräusche verfälscht sein könnte, was zu Erfassungsquoten von nur etwa 50% führt. Dazu kommt dann noch, dass internationale Überflüge - egal in welcher Lautstärke - ebenfalls nicht berücksichtigt werden.

Die graphische Veranschaulichung kann auf Grund der öffentlichen Verfügbarkeit der Rohdaten der Lärmmessung des Flughafen nur eine grobe Abschätzung sein, verdeutlicht aber das Prinzip der selektiven Lärmmessung.

Zusätzlich findet man auch keine Werte für die einzelnen Tage sondern nur Mittelwerte über den Messzeitraum von mindestens 3 Wochen. Das bedeutet, dass beispielsweise Fluglärmhorrorwochenenden durch weniger Flüge unter der Woche "kompensiert" werden können. Selbst wenn das alles vorschriftenkonform sein sollte, ist es sicher nur für eines geeignet - ein gesundheitsgefährdendes Problem zu verharmlosen.

09.08.2009 Verkürzte Zusammenfassung des Diskussionspunkts "richtige Messung von Fluglärm" bei der Stadtkonferenz durch das Dialogforum ist irreführend
Im monatlichen Rundbrief des Dialogforums Nr. 06/2009  findet sich zu dem von umfangreichen Diskussion begleiten Vortrag des Experten der Gemeinde Wien bei der Stadtkonferenz vom 05. Juni 2009 nur der folgende Satz: 
Seitens der Experten der Stadt Wien wurde herausgearbeitet, dass die von der Weltgesundheitsorganisation WHO geforderten Grenzwerte im Bereich des Wiener Stadtgebiets nicht überschritten werden.
Diese verkürzte Darstellung vermittelt nicht nur ein falsches Bild über Vortrag und Diskussion sondern ist auch fachlich unsinnig. So wurde bei der Stadtkonferenz bereits im Ansatz darauf verwiesen, dass die WHO die Lärmmessung nach dB(A) für tieffrequentem Lärm für ungeeignet hält und dafür Messungen nach dB(C) fordert, was wohl auch für das tiefrequente Dröhnen von Flugzeugen gelten sollte. Weiters war man sich einig, dass die Messungen nach dB(A) die Betroffenheit durch Fluglärm nicht richtig wiedergeben (können), wie z.B. Vergleichsstudien mit dem Straßenverkehr zeigen. Daher wurde auch bei der Stadtkonferenz seitens der Gemeinde Wien Diskussionsbereitschaft über die adäquate Lärmmessung von Fluglärm im Sinne einer weiteren fachlichen Auseinandersetzung mit diesem Thema signalisiert.

 
23.07.2009 Infoveranstaltung U6 Bereich Endstelle Siebenhirten unter dem Motto "5 Jahre Fluglärmterror über Liesing sind genug!"
Auch bei Infoveranstaltung in Siebenhirten war trotz des bisher heissesten Tags im Jahr reges Interesse betreffend der Fluglärmproblematik zu vermerken. Unverständnis warum ausgerechnet über dichtest besiedeltes Gebiet geflogen wurde und generelle Bedenken wegen der Luftverschmutzung durch den Flugverkehr (krebserregender Feinstaub..) waren weitere Themen.

01.07.2009 Infoveranstaltung U6 Erlaaerstraße unter dem Motto "5 Jahre Fluglärmterror über Liesing sind genug!"

Verantstaltung 01.07.2009Es war interessant festzustellen, dass sich die gleichen Fragen gestellt wurden wie bei der Veranstaltung am 13.6. Hauptsächlich ging es darum, warum überhaupt dicht besiedelte Gebiete überflogen werden (müssen), wer das Desaster AUA und Skylink bezahlen wird und wie es aussehen wird wenn die 3. Piste kommt.

Auch hier mußten wir feststellen, dass die Betroffenen nicht einsehen warum sie einer Belastung aufgrund künstlichen Wachstums hilflos ausgesetzt sind. Weiters wird offensichtlich davon ausgegangen, dass das wirtschaftliche Problem Skylink und AUA dem Steuerzahler überfrachtet werden wird.

Diesmal hat uns auch die Polizei besucht um festzustellen das die Bedingungen der Veranstaltungsanmeldung eingehalten werden. Man hat uns in äußerst entspannter Weise gute Gespräche gewünscht. Wir haben uns über diesen freundlichen Besuch sehr gefreut und wollen uns auf diesem Wege nochmals bei Freund und Helfer bedanken.

 Wien Konkret-Artikel zur Infoveranstaltung

26.6.2009 Fluglärm als Thema im Wiener Gemeinderat - Forderung nach Erweiterung des Flugbeschränkungsgebiets auf LiesingErweiterung Flugbeschränkungsgebiet Wien auf Liesing (rote Pfeile)
Sowohl die FPÖ als auch die Grünen haben in den letzten Sitzungen des Wiener Gemeinderats vor der Sommerpause das ungelöste Fluglärmproblem zum Thema gemacht. Die FPÖ hat dabei ihr 8-Punkte Programm gegen den Fluglärm sowie die Möglichkeit, Wien mit  nur einer einzigen zusätzlichen Flugminute massiv zu entlasten ins Spiel gebracht.

Die Grünen haben einen offiziellen Antrag für die Aufnahme von Verhandlungen betreffend der Erweiterung des Flugbeschränkungsgebiets bis an die südliche Grenze Liesings gestellt. Diese Ausweitung des Flugbeschränkungsgebiets würde nicht nur eine längst fällige Anpassung an die Bevölkerungsdichte darstellen, sondern sollte auch auf Grund der in den Luftverkehrsregeln festgelegten Einschränkungen die Einstellung der Starts über Liesing zur Folge haben. Der Antrag der Grünen dazu wurde auch von der FPÖ befürwortet aber von SPÖ und ÖVP abgelehnt.

19.6.2009 Flugspuren belegen Alternativen zu den Flugrouten über Liesing
Zu den Abflugrouten über Liesing gibt es mindestens 3 Alternativen - alle mit um Größenordnungen weniger Betroffenen:
  1. Starts auf der Piste 34 nach Norden (auch Vorteile für den Norden Wiens, da dann nicht gleichzeitig dort gelandet werden kann, Starts aber den Norden Wiens großräumig umfliegen)
  2. Flugroute mit Rechtskurve von der Piste 29 über die ÖMV. Diese Flugroute gibt es bereits für Propeller Flugzeuge, ein Antrag für eine entsprechende Flugroute liegt dem Infrastrukturministerium bereits seit Jahren vor, wird aber scheinbar nicht bearbeitet.
  3. Rücknahme der Flugroutenverschiebung Richtung Liesing und damit Wiederherstellung des Zustands vor 2004. Die von der Austro Control bei der Stadtkonferenz vorgebrachten Argumente für die Etablierung einer Flugroute über Liesing, sind aus heutiger Sicht nicht nachvollziehbar. Daher ist diese zurückzunehmen, um dicht besiedeltes Gebiet zu entlasten.3 Alternativen zu der Abflugroute über Liesing
Notwendigkeiten über Liesing zu Landen gibt es ohnehin auch keine. Hier wird ein Bezirk willkürlich dem Fluglärm ausgesetzt, während andere Bezirke - mit vergleichbarer Lage in Bezug auf die Westeinflugsroute nicht überflogen werden. Das der 16.-19. Bezirk hier nicht überflogen werden, ist aus Gründen der Bevölkerungsdichte sinnvoll. Das gleiche Argument gilt abe auch für Liesing. Die beste Lösung wäre hier aber ohnehin der gekurvte Anflug, der erst bei Kledering auf die Piste 11 einschwenkt und damit erst kurz vor der Piste über Wiener Gebiet verläuft.

17.6.2009 Großstadt-Faktor bei den Gesundheitskosten - zusätzliche Belastung durch Flugverkehr wäre leicht einsparbar
Wie in einem Ö1-Journal-Beitrag zum Defizit der Krankenkassen zu hören war, beruht das hohe Defizit der Wiener Gebietskrankenkasse nicht zuletzt auf den "Großstadt-Faktor":  Chronische Erkrankungen und die nötigen teuren Behandlungen sind in Wien häufiger als im Bundesdurchschnitt. Es gibt zum Beispiel rund ein Viertel mehr Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes-und Lungenkrebsfälle als sonst in Österreich.

Zu den typischen Belastungen in Wien ist in den letzten Jahren auch noch der Flugverkehr dazu kommen. So werden ganze Bezirke wie z.B. Liesing zunehmend durch dröhnenden Flugverkehr verlärmt und mit anderen krebserregenden Emisssionen (Feinstaub, Stickoxide...) belastet. Wie eine epidimoloigische Studie von Prof. Greiser zeigt, besteht auch ein Zusammenhang zwischen der permanenten Ruhestörung durch Fluglärm und einer signifikanten Zunahme der Verschreibung von Medikamenten. Logischerweise multiplizieren sich diese Gesundheitskosten mit der Anzahl der Betroffenen.

Gerade die Start- und Landerouten über Liesing sind auch ein gutes Beispiel dafür, wie unnötig diese Belastungen sind, gibt es doch einige Alternativen dazu. So könnte der gesamte Flugverkehr über Liesing ohne Einschränkungen auch über weitgehend unbesiedelten Gebieten abgewickelt werden. Damit könnte zumindest ein Teil der jährlichen Gesundheitskosten von 128 Mio. Euro, die der Flugverkehr in Österreich laut VCÖ jährlich verursacht, eingespart werden.

17.6.2009 Gemeinsamer Ministerbrief von 3 Wiener Bürgerinitiativen fordert Umfliegen dichtest besiedelter Gebiete
Aus Anlass der Luftverkehrs-Immissionsschutz-Verordnung haben sich 3 Wiener Bürgerinitiativen - unter ihnen die BI "Liesing gegen Fluglärn und die 3. Piste" - in einem gemeinsamen Brief an die Verkehrsministerin Bures und Umweltminister Berlakovich gewandt. Darin werden das Umfliegen dichtest besiedelter Gebiete und Grenzwerte für Fluglärm auf Basis der internationalen WHO-Richtlinien gefordert. Weiters wurde auch Lärmmessungen thematisiert, die den tieffrequente Fluglärm nicht länger ignorieren. Auf Grund der gemeinsamen Presseaussendung ist zu hoffen, dass auch die Medien dieses Thema aufgreifen.

13.6.2009 Informations- und Diskussionsveranstaltung in Atzgersdorf-Mauer unter dem Motto "5 Jahre Fluglärmterror über Liesing sind genug!"
gut besuchte Informations- und Diskussionveranstaltung in Atzgersdorf MauerHauptthema einer weiteren Informations- und Diskussionsveranstaltung vor den Einkaufsmärkten in Atzgersdorf-Mauer am letzten Samstag war wieder einmal die Frage, warum überhaupt über Wien und im speziellen über Liesing geflogen wird.  Insbesondere im Zusammenhang damit, dass die 2. Piste gebaut wurde, um den Süden Wiens nicht mehr überfliegen zu müssen, erreichte uns vermehrt die Frage, wann die dafür Zuständigen endlich gegen den offensichtlich vermeidbaren Fluglärm über dicht besiedelten Gebieten auftreten.

Weiters zeigte sich größtes Unverständnis für diverse Steuerbefreiungen und die Finanzierung des Flugbetriebs der AUA mit Steuergeld, was zur Frage führte, warum der Steuerzahler unnötigen Fluglärm auch noch fördern muss.  

Zusammenfassend lässt sich feststellen: Es herrschte großes Unverständnis darüber, dass ein sinnvolles Verkehrsmittel durch Rechtsfreiheit und größtmögliche Einflussnahme in ein künstliches Wachstum gedrängt wird, welches das System für sich selbst gar nicht zu finanzieren im Stande ist und das die Bevölkerung unnötig mit Fluglärm belastet. 
 
10.6.2009  Bei Nordwind, Westwind oder Windstille gibt es keinen Grund über Liesing zu fliegen, bei Südostwind auch nicht
Für Destinationen im Nordwesten wie Berlin, Stockholm u.ä. ist die Piste 34 die optimale Startbahn. Bei den recht häufigen Nordwestwindlagen ist die logische Landerichtung Richtung Südosten auf der Piste 34 (oder Piste 29 mit der Problematik kreuzender Pisten). Da auf der gleichen Piste in die gleiche Richtung gestartet wie gelandet werden kann, können die Starts für die Nordwestdestinationen auf der Piste 34 erfolgen. Damit gibt es keinen Grund über Liesing zu starten, da über Liesing üblicherweise nur Nordwestdestinationen angeflogen werden.

Selbstverständlich kann auch bei vernachlässigbaren Wind so geflogen werden, dass Landungen von Süden und Starts zu den Nordwestdestinationen auf der Piste 34 erfolgen. Damit gibt es schon einmal bei geschätzten 80% bis  90% der Wetterlagen, keinen Grund über Liesing zu starten.

Landungen aus der richtigen Richtung, Wien nicht belastet
Nordwind,nur ein Start über Liesing
Wird bei Nordwind, Westwind oder vernachlässigbaren Wind entsprechend der Windrichtung von Süden gelandet, kann auch auf der Piste 34 zu den Nordwestdestinationen gestartet werden. Damit wird sowohl bei Starts- als auch bei Landungen über weitgehend unbesiedeltes Gebiet geflogen.
  
Nordwind, Starts und Landungen in die falsche Richtung, massive Belastung Wiens
Wird bei Nordwind hingegen unsinnigerweise mit Rückenwind gelandet so werden
sowohl der Norden als auch der Süden Wiens durch Fluglärm belastet.



Starts über Liesing führen zu einer massiven Lärmbelastung der Bevölkerung, die  auch objektiv messbar ist:
Nordwind, trotzdem massive Belastung Liesings durch Starts

Die verbleibenden 10-20% der Wetterlagen sind durch starken Südostwind bestimmt. Die dabei notwendigen Landungen auf der Piste 11 blockieren Starts in der Gegenrichtung (Piste 29)., damit verbleiben nur noch Starts von der Piste 16, die aber Liesing nicht betreffen sollten.
Hauptwindrichtungen Flughafen Schwechat
Da also die stärkeren Winde entweder aus Nordwesten oder Südosten kommen, gibt es flugtechnisch kaum einen Grund über Liesing zu fliegen.

Kommentar zur aktuellen Situation
Wenn trotzdem bei Nord-, Nordwest-  und Westwind über den Norden Wiens gelandet und den Süden Wiens gestartet wird, muss man daraus den Schluss ziehen, dass der Wind nicht jene Rolle spielt, die ihm gemeinhin zugeschrieben wird. Und Rücksichtnahme auf die die Bevölkerung scheint mit der Begründung entsprechende gesetzliche Bestimmungen in den Luftverkehrsregeln seien Gummiparagraphen ohnehin keine Priorität zu haben. Spekulationen warum trotzdem über Liesing gestartet wird reichen von  Vereinfachungen für die Austro Control, welche Überflüge billiger machen sollen, über kürzere Wege um das Zentrum Wiens bis zu kürzeren Rollwegen am Flughafen, Wirklich trifftigen Grund scheint es aber derzeit keinen zu geben, über Liesing zu starten.

Auch dass die Anzahl der Landungen Richtung Süden auf der Piste 16 im Flughafen-Mediations-Teilvertrag 2003gegenüber der damaligen Ist-Situation willkürlich erhöht wurde, zeigt ein hohes Mass an Unsensibilität gegenüber den Interessen der Bevölkerung, ist aber für sich alleine auch keine Erklärung..

Behauptungen, Liesing mit der vom Flughafen eingereichten 3. Piste entlasten zu wollen, sind wohl als Super-Schmäh zu klassifizieren. Erstens ist das Problem erst 2004 durch die Verlegung der Startrouten im Süden Wiens nach Liesing und durch deren Verwendung bei so gut wie allen Windlagen künstlich geschaffen worden. Zweitens zielt die geplante 3. Piste Richtung Liesing. Eine Verbesserung der Situation wäre, wenn überhaupt, nur durch eine 3. Piste 16/34 dh. in eine andere Richtungung möglich.

Und solange die bestehenden Möglichkeiten, dicht besiedelte Gebiete zu umfliegen, nicht genutzt werden, sind alle Aussagen über die 3. Piste, die in diese Richtung gehen, alleine schon deshalb wenig glaubhaft . 

6.6.2009  Flugspuren im Internet zeigen, dass es - zumindest derzeit - keine kapazitätsmäßige Notwendigkeit gibt, über Liesing zu fliegen
Eine Auswertung der Flugspuren am Pfingstmontag zeigt exemplarisch, dass ohne (kapazitsmäßige) Notwendigkeit über Liesing gestartet wird. So standen in jedem der über die unter www.flugspuren.at auswertbaren Zeiträume von 30 min jeweils genug andere Flugrouten mit deutlich weniger Betroffenen und ausreichend freier Kapazität zur Verfügung. Trotzdem wurde über Liesing gestartet.

 4 Starts am Pfingstmontag zwischen 8:00 und 9:00  über  die  Flugroute über Liesing (LANUX1C) während die MOTIX1C und SITN4C/SITNI2X nicht verwendet wurden.

Starts über Liesing, alternative Flugrouten mit deutlich weniger Betroffenen werden nicht verwendet

Abflugrouten Piste 29

Auch die Auswertung für den Abend des 4.6.2009 ergaben ein ähnliches Bild. Offensichtlich wird hier die Flugroute über Liesing von der Aviation Group systematisch ohne Rücksicht auf die Anzahl der Betroffenen und ohne kapazitätsmäßige Notwendigkeit in Anspruch genommen.

5.6.2009  Stadtkonferenz des "Dialogforums"
Das Stadtforum wurde von der Diskussion über die (fehlende) Notwendigkeit der Starts über Liesing dominiert, da der Anteil der Flüge die über Liesing gehen trotz der Rückgänge des Flugverkehrs um 13.3% in den ersten  4 Monaten keine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr erfahren hat. Ein weiteres wichtiges Thema war die richtige Lärmmessung, da die Störwirkungen des Fluglärms mit der Messung nach dB(A) offensichtlich nicht richtig erfasst werden kann. Mehr dazu - Gesprächsnotizen der BI-Liesing.

28.5.2009  Monatliches Treffen der BI-Liesing - neue Info-Veranstaltungen und Teilnahme an Stadtkonferenz
Beim gut besuchten monatlichen Treffen der BI Liesing wurde beschlossen, weitere Info-Veranstaltungen abzuhalten. Die nächsten Termine sind Samstag Vormittag den 13.6 (Atzgersdorf) und Mittwoch Abend den 1.7. (Erlaa) - Details dazu folgen rechtzeitig unter Termine.

Wie geplant wollen wir bei der nächsten Stadtkonferenz des Dialogforums am Freitag, den 5.6. (um 15h in Rathausnähe) die Themen korrekte Lärmmessung und die krankmachende Wirkung der permanenten Ruhestörung durch Fluglärm ansprechen. Die sachliche Auseinandersetzung damit soll die bisher gehörten Ausreden gegenüber der Notwendigkeit der Rücknahme der Flugrouten über Liesing als solche transparent machen.

Weiters Thema war die Zukunft der AUA und die damit verbundenen Hoffnungen, dass der Fluglärm nicht weiterhin so großzügig mit  Steuergeld gefördert wird, wie es die bisher über den Umweg über die AUA finanzierten Ausbauten am Flughafen nahe legen.

23.5.2009  Stellungnahme zum "Aktionsplan UMGEBUNGSLÄRM-AKTIONSPLAN ÖSTERREICH 2008 TEIL B13 Flugverkehr" 
Ersuchen um Ergänzung des Aktionsplans um die Rücknahme der 2004 über Liesing gelegten Flugrouten
In einer begründeten Stellungnahme an das Infrastrukturministerium ersucht die BI Liesing gegen Fluglärm und gegen die 3. Piste um die Ergänzung des Aktionsplans um die Rücknahme aller seit 2004 Flugrouten über Liesing gelegten Flugrouten und damit der Ersatz der Flugrouten über Liesing durch Flugrouten, bei denen deutlich weniger Menschen vom Fluglärm betroffen sind.
 
Diese Maßnahme entspricht auch nur dem allgemeinen Grundsatz, dass dort geflogen werden sollte, wo möglicht wenig Menschen vom Fluglärm betroffen sind und damit auch dem im Aktionsplan angeführten ausgewogenen Ansatz. Weiters ist die Rücknahme der Flugrouten die einzige praxistaugliche Maßnahme um die Gesundheitsschädigung durch permanenten Fluglärm für 100.000 Menschen nachhaltig zu stoppen.


17.5.2009 
Tieffrequenter Lärm ist besonders unangenehm
Die krankmachende Wirkung von tieffrequentenm Schall war auch in einer Sendung des ZDF unter dem Titel  "Unerhörter Lärm - Der tägliche Angriff aufs Trommelfell" Thema. So wurde dort berichtet,  dass tieffrequenter Lärm bereits unter der Hörschwelle im Körper wirkt. Eine weitere Eigenart die in der Sendung angesprochen wird, ist die enorme Reichweite bedingt durch die ungedämpfte Fortbewegung - im Wasser sogar mehrere 100 km.

Auch offensichtlich sehr hohen aber trotzdem lauten nächtlichen Überflüge vom 11.3. wurden inzwischen auch von der Austro Control bestätigt. Dass diese zuvor von Herrrn GR Valentin per Presseaussendung abgestrittenen wurden, zeigt wie ungeniert hier mit unbewiesenen bzw. falschen Behauptungen agiert wird.


8.5. und 9.5.2009
Informationsveranstaltungen - 5 Jahre Fluglärmterror sind genug!

Informationsveranstaltung Liesinger PlatzDie parteiunabhängige BI Liesing gegen Fluglärm und die 3. Piste hat in Kooperation mit den Liesinger Grünen 3 Infoveranstaltungen in Liesing durchgeführt (Liesinger Platz, U6 Alt-Erlaa, Mauerer Hauptplatz).Infoveranstaltung Alt-Erlaa

Das allgemeine Interesse an Information hat uns überrascht, so wurden z.B. 2000 Info Folder verteilt. Auf besonderes Interesse der Kinder und Jugendliche stießen naturgemäß die gelben Luftballons mit dem Slogan "5 Jahre Fluglärmterror sind genug!". 

In den vielen Gesprächen konnten wir jedenfalls feststellen, dass es den Menschen nicht nur um die Betroffenheit durch Fluglärm geht. Es herrscht offensichtlich auch größtes Unverständnis darüber, dass überhaupt über Liesing geflogen wird, wenn es doch eine Reihe von Alternativen gibt. Oder auch warum man stur an einer Wachstumsstrategie festhält, wenn doch die Desaster bei AUA und Sky-Link täglich die Zeitungen schmücken.

Informationsveranstaltung Maurer HauptplatzInteressant war auch das Zusammentreffen mit der grünen Parteispitze bei der Infoveranstaltung am Maurer Hauptplatz, wo es in aller Ruhe möglich war, die spezifische Problematik der Start- und Landerouten über Liesing zu diskutieren.Dr. Eva Glawischnig informiert sich über den unzumutbaren Fluglärm in Liesing

Selbstverständlich haben wir dies auch gleich zum Anlass genommen, um uns für die klare Unterstützung der Forderung nach Rücknahme der Flugrouten zu bedanken.

Zustimmendes Interesse an der Infoveranstaltung gab es aber auch von den Bezirksvertretern anderer Parteien.

Vertreter der Partei des Bezirksvorstehers haben wir leider nicht getroffen. Aber es ist ja nicht die letzte Veranstaltung dieser Art gewesen.



6.5.2009  Flugspuren im Internet bestätigen die Unsinnigkeit der Überflüge über Liesing
Nach zahlreichen Terminverschiebungen gibt es auch in Österreich endlich die Flugspuren im Internet, was einen Meilenstein Richtung Transparenz darstellt.
Wie bei allen Erstversionen gibt es noch Optimierungsbedarf, vor allem was die Zeitverzögerung bei der Verfügbarkeit betrifft.

Jedenfalls ist sehr gut erkennbar, dass die Startrouten über Liesing (rote markiert) weder den kürzest möglichen Weg darstellen, noch merkbare Einsparungen gegen über den Flugroute vor 2004 bringen. Dass sich von der Piste 29 auch nach rechts - bereits vor der Borealis über fast unbesiedeltes Gebiet - starten läßt ist ebenfalls ersichtlich (blau markiert). Alternativen über weitgehend unbesiedeltes Gebiet gibt es jedenfalls genug!Fluspuren der Austro Control


23.4.2009  Monatliches Treffen -Aktionsplanung
Beim gut besuchten monatlichen Treffen wurden die Fortschritte bei der Lärmmessung und Videoaufzeichnung diskutiert. Weiters wurden die nächsten Aktionen und Informationsveranstaltungen geplant.

12.4.2009  Aufenthalt im Freien auch am Ostersonntag unter der Liesinger Flugroute gesundheitsgefährdend!
Auch heuer wurde den Liesingern  der Ostersonntag wieder einmal gründlich vermiest. Schuld daran waren einmal mehr die rücksichtlosen Überflüge. 90 Überflüge mit bis zu 83 Dezibel haben den Bewohnern auch heuer wieder einmal die Feiertagsruhe geraubt.

90 Überflüge am Ostersonntag über Liesing

Dass dabei laut Lärmmessung der BI-Liesing auch die Richtwerte für Lärm der Weltgesundheitsorganisation WHO alleine durch den Fluglärm massiv überschritten wurden, macht das Gesundheitsproblem statistisch fassbar. So wurde unter Tags ein energieäquivalenter Dauerschallpegel (LEQ) von 58.1 Dezibel erreicht, was deutlich über den oberen WHO-Richtwerten von 50 bzw. 55 Dezibel ist. Am Abend wurde 57.7 Dezibel Dauerschall erreicht, was je nach Richtwert und Anpassung für den Abend (5-10 Dezibel) bis zu 17,7 Dezibel über den Richtwert der WHO war! Unfassbar bleibt, warum man in Österreich 100.000 Menschen einfach so in ihrer Lebensqualität und Gesundheit beeinträchtigt und dabei nicht einmal vor der permanenten und massiven Überschreitung internationaler Standards zurückscheut, die es nahe legen, lieber nicht ins Freie zu gehen.

Im übrigen ist aus der farbigen Linie in der Grafik ist auch zu sehen, dass unter Tags nicht einmal eine Stunde auch nur annähernd so etwas wie Westwind geweht hat, was die Begründung der Wind erfordere es, dass so geflogen wird, als Schmäh entlarvt.


11.4.2009  Rücksichtlose AUA-Überflüge und Stellungnahmen zum laufenden EU-Prüfungsverfahren zum AUA Verkauf 
AUA Tiefflug über LiesingAls Österreicher ist man offensichtlich nur berechtigt die Schulden der Unternehmen der Luftfahrtbranche zu finanzieren. Rücksichtnahme auf jene 100.000 Menschen die in den dichtest besiedelten Wohngebieten in und um Liesing wohnen, darf man sich von der AUA, Austro Control und Flughafen scheinbar nicht erwarten.  Daher ist es auch mehr als fraglich, ob die 500 Millionen Euro für den Lufthansa-AUA-Deal den volkswirtschaftlich sinnvollen EU-Kriterien entsprechen. Denn welcher private Investor würde dafür zahlen, um Tag und Nacht zugelärmt zu werden?

Jeder EU-Bürger konnte bis zum 10. April 2009 eine Stellungnahme zum AUA Verkauf abgeben. - Mehr dazu unter http://www.wien-konkret.at/wirtschaft/flug/aua-verkauf/eu-beschwerde/
Davon dürften auch einige Liesinger Gebrauch gemacht haben, die nicht zuletzt der AUA-Fluglärm ziemlich nervt.

10.4.2009  Austro-Control überprüft nächtliche Überflüge nun doch, da die Daten im FANOMOS-System keine hohen Überflüge enthält
Zu den Auskunftsersuchen laut UIG hat die ACG am 3.4.2009 geantwortet, dass Sie die nächtlichen Überflüge die offensichtlich nicht im FANOMOS System des Flughafens enthalten sind, nun doch auch mit  ihren anderen Systemen überprüft. Die Annahme, dass diese Flüge nicht hörbar sein können entsprechen den realitätsfernen Messungen und Berechnungen nach dB(A), wie sie auch der Flughafen verwendet. Eine Abschätzung der Schalldämpfung bestätigt hingegen die praktische Erfahrung der vom Fluglärm Betroffenen - auch hohe Flugzeuge können manchmal unangenehm laut sein.

29.3.2009  Fluglärmterror Sonntag früh - trotz Zeitumstellung
Sommerzeitumstellungen führt man auch deshalb am Wochenende durch, damit die eine Stunde nicht beim Schlaf abgeht. Den Liesinger wurde diese Möglichkeit heuer von der Austro Control genommen. Punkt 6:42 der erste laute Flieger. Nachdem man Menschen nicht per Funksignal umstellen kann entspricht das 5:42!  Eine halbe Stunde später Überflüge mit 70 Dezibel und mehr im 2-Minutentakt!
 Fluglärm Sonntag früh

Wo bleibt hier die staatliche Kontrolle darüber, dass nicht so wie jetzt, eine kleine Minderheit die Lebensqualität und Gesundheit von 100.000 Menschen rücksichtslos zerstören darf?

Bedingt durch die unsozialen und undemokratischen Flugrouten zahlen die Liesinger für die Krise der Luftfahrt gleich doppelt:
  1. Steuergeld für die Lufthansa-AUA, welches woanders fehlt 
  2. Zerstörung der Lebensqualität, Gesundheit und Leistungsfähigkeit eines ganzen Wiener Bezirks durch Fluglärmterror!

23.3.2009  Einwendungen gegen die für den Fluglärm völlig unzureichenden Lärmkarten - Umweltministerium unzuständig
Da die gesetzlicher Grundlagen selbst laut Bundesumweltamt ungeeignet sind, die Dosis-Wirkungsbeziehung von Fluglärm richtig abzubilden, sind auch die Lärmkarten unbrauchbar. Das Liesing trotz massiver Belastung mit Fluglärm dort nicht einmal vorkommt, zeigt wie damit das Problem verharmlost wird. Auf die entsprechenden Einwendungen gibt es bisher nur eine freundliche Antwort des Umweltministeriums, in der aber auf das Verkehrsministerium verwiesen wird. Während man im Finanzbereich nach einer besseren staatlichen Kontrolle ruft, werden Umweltprobleme also der Kontrolle des eigentlich zuständigen Umweltministeriums weitgehend entzogen. Und im Verkehrsministerium ist angeblich ein ehemaliger AUA-Mitarbeiter dafür zuständig. Wer sich selbst davon überzeugen möchte, wie taub man dort in Bezug auf Fluglärm ist http://www.laerminfo.at/

21.3.2009  Austro-Control verweigert die Überprüfung offensichtlicher Fehlauskünfte der Flughafen-Hotline zu dröhnenden Überflügen mitten in der Nacht
Immer wieder gibt es dröhnende Überflüge mitten in der Nacht über dichtest besiedelten Gebiet - noch dazu in einer medizinisch gesehen besonders sensiblen Zeit. Diese überschreiten auch oft die WHO-Richtwerte von 60 Dezibel für Lärm in der Nacht bei weitem. Das Lärmmessnetzwerk der BI-Liesing und anderer BIs zeichnet solche Ereignisse aber auch auf:
Das gleichzeitige bzw. entsprechend zeitversetzte Auftreten eines Lärmereignisses bei mehreren Stationen ist ein sehr guter Beweis, dass es sich dabei um Fluglärm gehandelt haben muss. Dazu kommt auch noch die Dauer von mehr als einer Minute. Diese dienen als objektiver Beleg für subjektive Wahrnehmung des Flugzeuggedröhnes.

Damit jeweils ausführlich begründete Beschwerden, wurden vom so genannten Umwelttelefon mit der Behauptung zurückgewiesen, dass es sich sicher nicht um Flugzeuge handle.
Dass legt den Schluss nahe, dass man bei der Beschwerde-Hotline des Flughafens entweder die eigenen Systeme nicht im Griff hat oder bewusst Falschauskünfte erteilt
, um eine nicht genehme, weil unabhängige Lärmmessung zu diffamieren. Letzteres geht auch aus der Formulierung der Antworten hervor, die Betroffenen die Fähigkeit abspricht selbst Fluglärm zu erkennen bzw. zu messen.

Die Weigerung der eigentlich zuständigen Behörde Austro Control, die Ereignisse zu überprüfen, kann man dann wohl nur als "Systempartnerschaft" verstehen. Zwei weitere Ersuchen an die Austro Control ihrer Informationspflicht entsprechend dem Umweltinformationsgesetz nachzukommen wurden bisher ignoriert. Das trotz Hinweis auf die im Umweltinformationsgesetz festgeschriebenen Mitteilungspflicht (§5) auf elektronischen Weg (Abs. 4) und ohne unnötigen Aufschub (Abs. 6). Auch eine Einladung des Flughafens zu einer unverbindlichen Kaffeeplauderei kann die Austro Control nicht von ihrer Informationspflicht per E-Mail entbinden.

Dass es die Flugspuren zum Unterschied von anderen Ländern noch immer nicht im Internet gibt, fügt sich nahtlos in diese Bild der Aviation-Group ein, in der Transparenz ein gefürchtetes Fremdwort sein dürfte. Für den Finanzbereich ist nach dem Paradebeispiel AUA jetzt der Sky-Link Skandal bekannt geworden, bei dem Kosten im mehrstelligen Millionenbereich so geschickt versteckt wurden, dass es einer eigenen Prüfungen bedurft hat, um diese ausfindig zu machen. Ebenso versteckt man auch die noch viel höheren Umweltkosten, die durch das Überfliegen dichtest besiedelter Gebiete entstehen. Vielleicht sollte man neben Umweltcontrolling und Dialogforum am Flughafen auch noch einen kommerziellen Osterhasendienst anbieten - da wäre wenigstens von vorne herein klar, worum es wirklich geht.

13.3.2009 Treffen der BI-Liesing
Beim Treffen der BI-Liesing wurde der Info-Folder inhaltlich überarbeitet und und beschlossen, alle Lärmmessstationen der BI-Liesing um die für den Fluglärm geeignetere dB(C) Methode zu erweitern.

7.3.2009 Richtig gemessen oder richtig gerechnet überschreitet der Fluglärm im 23. Bezirk regelmäßig sogar die von der WHO vorgegebenen Grenzwerte

Grundsätzliche Überlegungen zur richtigen Messung und dem Vergleich mit den WHO-Grenzwerten
Fluglärm ist ein tieffrequenter Lärm, der mit einer Messung der dB(A)-Werte deshalb auch nicht richtig erfasst werden kann, sondern nach dB(C) zu messen ist. So erhält man bei einer Messung nach dB(A) um 10-11 Dezibel niedrigere Werte, da ein großer Teil des physisch vorhandenen Lärms - konkret das tieffrequente Dröhnen - drastisch unterbewertet wird. Daher ist auch für die Errechnung von LEQ-Durchschnittswerten sinnvollerweise von Messungen nach dB(C) auszugehen.

Richtwerte für Lärm werden in den naturgemäß technisch recht einfach gehaltenen WHO-Richtlinien generell auf Basis des weiter verbreiteten dB(A)-Werts angegeben, wobei hier aber ausdrücklich entsprechende Korrekturen für die Art des Lärms vorgesehen sind.  Bei Fluglärm ist sowohl ein Zuschlag für den tieffrequenten Lärm von mehr als 10 Dezibel als auch ein weiterer Zuschlag für die sonstige Charakteristik des Lärms erforderlich.

Da in den WHO-Richtlinien keine konkreteren Werte für Fluglärm angegeben sind, bieten sich jene 13 Dezibel als Minimalvariante für einen Zuschlag an, die laut dem Verband deutscher Flughäfen notwendig sind, um von einer Messung nach dB(A) auf den effektiven Lärmstörpegel (EPNdB) zu kommen. Nur letzterer berücksichtigt auch den zeitlichen Verlauf des Geräusches sowie die Intensität besonders hervortretender Frequenzen, die Fluglärm so besonders störend macht.

Das gleiche Prinzip der Zuschläge findet sich auch in der Gewerbeordnung, aus der der Flugverkehr - aus unerfindlichen Gründen - ausgenommen ist.

Grundsätzlich gibt es also 2 Methoden, um Fluglärm möglichst korrekt mit den WHO-Grenzwerten zu vergleichen:
Eine Messung von Fluglärm nach dB(A) und ein direkter Vergleich der so gewonnenen Werte,  mit den WHO-Grenzwerten ohne Korrektur für den tieffrequenten Lärm entspricht nicht den WHO-Richtlinien, welche dB(A) Messungen auch schon grundsätzlich nicht als geeignet ansehen, um niederfrequenten Lärm und damit Fluglärm richtig zu messen. Vielmehr wird in diesem Zusammenhang auf dB(C) hingewiesen.

Ebenso ist  laut WHO für den Abend ein Korrekturwert von 5-10 Dezibel vorzusehen.

Statistische Auswertung der Messergebnisse für Fluglärm im 23. Bezirk und Vergleich mit den WHO-Grenzwerten
Abgesehen davon, dass Durchschnittswerte auch laut WHO-Richtlinien bei diskontinuierlichem Lärm wie Fluglärm als alleiniges Kriterium zur Beurteilung der Gesundheitsschädlichkeit nicht ausreichen, ergibt auch eine erste statistische Auswertung der Messwerte am Maurer Berg für Ende Jänner ein erschreckendes Bild.

Grundlage für die Statistik war die Auswertung der Lärmmessung der BI Liesing nach dB(A) und dB(C), wobei nur Lärm, der bei mindestens zwei voneinander unabhängigen Stationen gleichzeitig gemessen wurde, als Fluglärm gewertet wurde. (Ein Abgleich mit Flugspuren war wegen der noch immer nicht gegebenen öffentlichen Verfügbarkeit bisher nicht möglich.)

Aus den als Fluglärm identifizierten Messwerten werden bei der DFLD automatisch LEQ-Werte errechnet. Verwendet man dazu die Messungen nach dB(C) oder rechnet man korrekterweise zu den dB(A)-Werte den entsprechenden Korrekturwert hinzu, so kommt man auf die im Bild graphisch dargestellten regelmäßige Überschreitungen der von der WHO vorgegebenen Grenzwerte. Die Werte fallen bei den korrigierten dB(A) Werten sogar noch etwas deutlicher aus, als bei einer Messung nach dB(C) ohne weitere Korrekturwerte.

Deutliche Überschreitung der WHO-Grenzwerte im 23. Bezirk

Besonders dramatisch ist die Überschreitung der in den WHO-Richtlinien angegebenen Richtwerte am Abend, bei denen nur der Minimalzuschlag von 5 Dezibel als Korrekturwert zur Anwendung gebracht wurde (entsprechend den EU-Richtlinien). An bei den bisher ausgewerteten Tagen gab es keinen einzigen, an dem der WHO-Richtwert für schwere Belästigung am Abend nicht überschritten oder zumindest knapp erreicht wurde. 

Das deckt sich auch mit den Erfahrungen der Betroffen, die darüber klagen, dass es jahrelang so gut wie keine ruhigen Abende gibt. So finden zwischen 19 und 22 Uhr noch zahlreiche dröhnende Überflüge statt.  Dass die systematische Zerstörung der Erholungszeit am Abend durch die Flugroute über Liesing nicht gesund sein kann, liegt aber auch ohne Kenntnis der Überschreitung der WHO-Richtlinien auf der Hand.


Auch wenn man zu den letzten (relativ unvollständigen) Messstatistiken des Flughafens am Maurer Berg, 13 Dezibel für die von der WHO geforderten Korrekturen hinzurechnet, werden die WHO-Werte für eine starke Lärmbelästigung erreicht.

Diskussion
Behauptungen Fluglärm in Wien entspreche den WHO-Kriterien, dürften daher auf einer sehr selektiven Auseinandersetzung mit der Materie zurückzuführen sein. Ein genaues Studium der WHO-Richtlinien sollte sehr schnell zu dem Schluss führen, dass sich diese nicht als Beschwichtigungsinstrument eignen. Zumindest solange im Bereich des Flugverkehrs nicht einmal jene internationalen Standards eingehalten werden, die auch für die 3. Welt gelten sollten. Und dass hier die Betroffenen jahrelang für dumm verkauft worden sind, macht den Fluglärm auch nicht leichter erträglich.

Mittlerweile hat aber auch eine politische Diskussion über den Fluglärm in Wien eingesetzt, in der einmal mehr die Rücknahme der Flugrouten über Liesing gefordert wurde. Ein Sachthema, bei dem die FPÖ mit den Grünen, dem BZÖ und der Liesinger ÖVP einer Meinung sein dürfte. Offensichtlich gibt es auch von der SPÖ gleichlautende Überlegungen, wie aus der Stellungnahme der Gemeinde Wien betreffend der UVE zur 3. Piste hervorgeht.

11.2.2009 
monatliches Treffen der BI-Liesing gegen Fluglärm - Terminplanung 2009
Bei diesem sehr gut besuchten Treffen konnten die  - vor allem für das Frühjahr geplanten - Aktionen kurz diskutiert werden und dafür so weit als möglich bereits Termine festgelegt werden. Weiters wurde auch eine entsprechende Arbeitsaufteilung besprochen.

7.2.2009 Richtig durchgeführte Lärmmessungen zeigen, dass in Liesing an manchen Tagen sogar die  WHO Richtwerte für starke Belästigung durch Fluglärm überschritten werden - die WHO-Werte für moderate Belästigung werden ohnehin nicht eingehalten
Messungen des Fluglärms nach dB(C), welche die BI-Liesing seit 22.1. durchführt, zeigen die tatsächlich wahrgenommene Belastung durch Fluglärm. Wie zu erwarten war, sind die Werte im Schnitt um etwa 10 Dezibel höher als bei einer Messung nach dB(A). Grund dafür ist, dass der Fluglärm in Liesing von tieffrequentem Dröhnen dominiert wird, die üblichen Messungen nach dB(A) diese Lärmanteile aber sehr stark unterdrücken und Messungen nach dB(A) daher für quantitative Aussagen und Statistiken ungeeignet sind.

Auch wenn Aussagen auf der Basis von Durchschnittswerten die tatsächlichen Belastungen nur ungenügend wiedergeben, so ist es doch erschreckend, dass die Lärmmessungen nach dB(C) an allen bisher ausgewerteten Tagen eine deutliche Überschreitung der WHO-Richtwerte von 50 Dezibel Dauerschallpegel für moderate Lärmbelästigung durch Fluglärm zeigen. An manchen Tagen, wie dem 6.2.2009, wird sogar der WHO Richtwert von 55 Dezibel Dauerschallpegel für starke Lärmbelästigung (Serious annoyance, daytime and evening) überschritten. Die von Herrn GR Valentin in seinen Beschwichtigungsversuchen behauptete gesundheitliche Unbedenklichkeit des Fluglärms in Wien auf Grund der Einhaltung von WHO-Grenzwerten hält also einer richtig durchgeführten Bewertung nicht annähernd stand.

Besonders die starke Belastung am Abend, aber auch am Wochenende und mitten in der Nacht, also in Zeiten, die der Erholung dienen sollten, dürfte bei vielen der 100.000 in und rund um Liesing Betroffenen auf Dauer auch zu nachhaltigen Gesundheitsschäden führen, steht doch die permanente Ruhestörung durch Fluglärm laut einer breit angelegten Studie von Univ.-Prof. Dr. Greiser mit einer signifikanten Zunahme der Verschreibung von Medikamenten gegen Bluthochdruck und der Verschreibung verschiedener Krebsmedikamente in Zusammenhang.

Auch die (Zer)störung des angrenzenden Naherholungsgebiets Wienerwald (Biosphärenpark) durch Fluglärm widerspricht übrigens den WHO-Richtlinien.

17.1.2009 Flughafen hält trotz rückläufigen Passagierzahlen an der 3. Piste fest - Grüne und FPÖ fordern Einstellung
Die vom Flughafen veröffentlichte Prognose eines Rückgangs der Passagierzahlen von 5% für das Jahr 2009 hat die FPÖ dazu veranlasst, einmal mehr die Einstellung des nur schwer nachvollziehbaren Lobbyings für die 3. Piste zu fordern und statt dessen auf die 300.000 vom Fluglärm Betroffenen Rücksicht zu nehmen. Auch die Niederösterreichischen Grünen und die Wiener Grünen betonen die wirtschaftliche Sinnlosigkeit einer 3. Piste. Davon unbeeindruckt argumentiert Herr GR Valentin wieder einmal mit zusätzlichen Arbeitsplätzen . In diesem Zusammenhang wäre aber auch die Frage zu stellen, ob das vom Steuerzahler dafür verwendete Geld, nicht viel besser in andere Projekte investiert werden sollte, die zu mehr Arbeitsplätzen führen und Mensch und Natur deutlich weniger belasten. Neu ist, dass sich der Flughafen erstmals festgelegt hat, die 3. Piste auf jeden Fall bauen zu wollen - ein angesichts der aktuellen Zahlen unerwarteter Zeitpunkt Würde also das Projekt trotz der gutdokumentierten Umweltunverträglichkeit genehmigt, so wäre mit einer weiteren massiven Einschränkung der Lebensqualität und einer weiteren Verschärfung der volkswirtschaftlich relevanten Gesundheitsgefährdung durch den Flugverkehr im gesamten Großraum Wien zu rechnen.

Unabhängig davon schaffen jedenfalls Überflüge über dichtest besiedelte Gebiete wie Liesing nicht zusätzliche Arbeitsplätze sondern dienen vielmehr der Einsparung solcher bei der Austro Control und bei den Airlines. Und die Selbstbeweihräucherung beim jährlichen Neujahrsempfang des Flughafens wird weder zu mehr Arbeitsplätzen noch zu einem besseren Image führen, wenn gleichzeitig 100.000 potentielle Kunden durch Fluglärm abgeschreckt werden.

14.1.2009 monatliches Treffen der BI-Liesing gegen Fluglärm - Planung 2009
Beim monatlichen Treffen wurde eine recht lange Liste mit Vorschlägen erstellt, deren Ziel es ist, die Rücknahme der unsinnigen und gesundheitsschädlichen Flugrouten über Liesing öffentlichkeitswirksam zu fordern. Dazu gehören neben der Teilnahme an den UVP-Prozessen zur 3. Piste und zum Flughafenausbau auch die Teilnahme an entsprechenden Diskussionen, Medienarbeit und nicht zuletzt auch eine Reihe von öffentlichkeitswirksamen Aktionen. Jeder, der hier mitmachen möchte, ist herzlich eingeladen zu unserem nächsten Treffen (11.2.) zu kommen oder sich entsprechende Infos per E-Mail zuschicken zu lassen.

03.12.2008 Stadtkonferenz
eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte aus Liesinger Sicht 

1) Umstellung der Lärmmessung und Gesundheitsgefährdung durch Fluglärm
Bei der Stadtkonferenz des Dialogforums am 03.12.2008 wurde von der zahlreich vertretenen BI "Liesing gegen Fluglärm und gegen die 3. Piste" u.a. eine Umstellung der Lärmmessung von dB(A) auf ein für Fluglärm besser geeignetes Verfahren zur Diskussion gestellt. Begründet wurde das damit, dass bei einer Lärmmessung nach dB(A) die tieffrequenten Schallpegel erheblich weggefiltert werden. Gerade also das unangenehme Dröhnen, welches den Großteil der Belästigung durch Fluglärm ausmacht, wird messtechnisch nicht richtig erfasst. Sämtliche darauf aufbauende Statistiken sind daher auch ungeeignet, die wahre Belastung durch Fluglärm wiederzugeben. Als Alternative wurden daher Messungen nach der B oder C-Kurve ins Spiel gebracht.
 
Weiters wurde von verschiedenen Teilnehmern auf die Gesundheitsgefährdung durch Fluglärm hingewiesen.
 
Herr GR Valentin (SPÖ) hat darauf hin zugesagt, diese Fragen als Tagesordnungspunkt bei der nächsten Stadtkonferenz zu behandeln. Diese soll im Februar oder März 2009 stattfinden. Dies unter Einbeziehung von Experten für Lärmmessung und unter Beiziehung des Umweltmediziners Dr. Hutter.
 
2) Anzahl der Starts über Liesing
Seitens eines Vertreters des Flughafens wurde festgestellt, dass bis 20. November 2008 rd. 7,4% aller Abflüge über Liesing erfolgt sind. Die Frage nach dem Absolutwert an Starts über Liesing konnte NICHT beantwortet werden, was auch auf die mangelnde Sensibilität der Herren für diese Fragen schließen lässt! Faktum bleibt, dass mit den rd. 7,4% nicht einmal die im "Dialogforum" angepeilte Reduktion auf 7% (nach dem Verständnis der Aviation Group) geschweige denn, die von GR Valentin angesprochenen 6% erreicht wurden.
 
3) Entlastung durch Starts über die Borealis Gründe
Trotz wiederholter Ankündigungen und eines seit über einem dreiviertel Jahr eingebrachten Antrags bei der OZB fehlt bis dato die Entscheidung für den Überflug der Borealisgründe und damit für eine tatsächliche Entlastung von Liesing. Laut GR Valentin gibt es keine rechtlichen Möglichkeiten, die Entscheidung der OZB zu beschleunigen. Und der "politische Druck" ist sichtlich noch nicht groß genug, sofern er überhaupt ausgeübt wird? Dies ist umso ärgerlicher, als laut Austro Control "keine technischen Gründe vorliegen, die einen Rechtsschwenk über die Borealisgründe verhindern". Auch das Argument eine "erhöhten Risikos" ist wohl theoretischer Natur, denn andernfalls dürfte wohl auch nicht über Liesing geflogen werden! Zusammenfassend ist somit die Forderung nach einer Rechtskurve nach dem Start auf der Piste 29 vehement zu unterstützen, um Liesing entscheidend zu ENTLASTEN.
 
4) Transitions und Nachtflüge als weitere Belastung Liesings
Betreffend der Landungen wurde einmal mehr die enorme Umweltbelastung durch die 2006 beschlossenen Transitions angesprochen. Bei diesen werden Flugzeuge, die schon in unmittelbarer Nähe des Flughafens sind, nochmals über dichtest besiedeltes Gebiet Richtung Westen und dann  - wieder über dichtest besiedeltes Gebiet - Richtung Osten geleitet. Liesing ist dabei vor allem durch jene Flugzeuge betroffen, die noch dazu direkt über den Bezirk eine Abkürzung fliegen, um den "Slot" zu schaffen. Ein weiters Beispiel von vielen, wo auf Kosten der Bevölkerung die Interessen der Aviation Group verfolgt und optimiert werden.
 
Weiters wurde klargestellt, dass Liesing sehr wohl von Nachtflügen betroffen ist. Selbst laut Messung des Flughafens in der Zemlynskygasse gab es alleine auf der Flugroute SNU2C 15 nächtliche Überflüge in 3 Wochen, wieviele Flüge auf den anderen Flugrouten in der Nacht über Liesing geschickt wurden, ist dort nicht ersichtlich. Auch dieses Thema wurde von Herrn GR Valentin für die nächste Stadtkonferenz vorgemerkt.
 
5) Veröffentlichung der Flugspuren
Als vertrauensfördernde Maßnahme wurde einmal mehr die Veröffentlichung der Flugspuren gefordert. Was in anderen Staaten seit langem "Standard" ist, wird seitens der Aviation Group nur zögerlich und in kleinsten Schritten umgesetzt. Am 09.12.2008 soll über eine Betaversion beschlossen werden. Die BI hält ihre Forderung nach schnellstmöglicher Veröffentlichung der Flugspuren zusammen mit allen relevanten Daten (Lärm, Flugzeugtyp, etc.) vehement aufrecht.
 
6) Lärmabhängige Flughafengebühren
GR Valentin informiert, dass mit Sommerflugplan 2009 eine "lärmabhängige Gebührenstaffel" vom Flughafen schrittweise eingeführt wird, um einen "Lenkungseffekt" pro lärmarme Flugzeuge zu schaffen. Da der Flughafen mit dieser Maßnahme schon im Verzug ist, drohte Wien zum Eldorado für alte Lärmbomber zu verkommen. Grundsätzlich wird diese Maßnahme begrüßt. Die tatsächliche Auswirkung auf die Fluglärmsituation in Liesing bleibt abzuwarten.

24.11.2008 BI "Liesing gegen Fluglärm und gegen die 3. Piste" hat Parteienstellung im UVP-Verfahren für die 3. Piste
Laut Mitteilung des Amts der niederösterreichischen Landesregierung, Abteilung RU4-U-302/190-2008, wird die  BI "Liesing gegen Fluglärm und gegen die 3. Piste" als Verfahrenspartei anerkannt. Das schafft die Möglichkeit
  • im Verfahren ihre Rechte und rechtlichen Interessen hinreichend geltend zu machen und
  • vom Inhalt des Verfahrens und
  • der Handlungen der anderen Parteien entsprechend Kenntnis zu erlangen.
  • Konkret sind damit auch die vom Team der BI "Liesing gegen Fluglärm und gegen die 3. Piste" in der Stellungnahme der BI "Liesing gegen Fluglärm und gegen die 3. Piste" zur Umweltverträglichkeitserklärung des Flughafens zur Piste 11R / 29 L vorgebrachten Einwände von den Gutachtern im UVP-Verfahren zu berücksichtigen.

    20.11.2008 3. Piste nicht mehr finanzierbar?
    Nach dem geplanten Verkauf der AUA an die Lufthansa dürfte sich eine 3. Piste am Flughafen Wien nicht mehr rechnen. Angeblich hat Lufthansa im Verkaufsprozess vorgerechnet, dass der Verkehr, den die AUA in Wien abwickelt, in Frankfurt um 100 Mill. Euro weniger kosten würde. Das würde zumindest teilweise erklären, warum die AUA-Verluste und der Flughafen Wien Gewinn macht.  Die Dividenden, die der Flughafen an die Länder Wien und Niederösterreich ausbezahlt, dürften also letztlich auf dem Umweg über die AUA und die ÖIAG aus Steuergeld finanziert worden sein. Aufwendungen der ÖIAG für die AUA reduzieren die Gewinnausschüttungen in das Bundesbudget, während die Dividende des Flughafens Wiens in die Landesbudgets von Wien und Niederösterreich fließt. Das könnte man als "Flughafenfinanzausgleich" bezeichnen.

    Nach der Übernahme der AUA durch die Lufthansa stellt sich daher die Frage, wieweit hier der Flughafen ohne die Förderung durch die AUA noch Gewinn machen wird. Jedenfalls dürfte sich der Flughafen Wien den Bau einer 3. Piste um 550 Mio. € gar nicht mehr leisten können. Trotzdem möchte die Gemeinde Wien noch nichts von der Einstellung des Projekts wissen, wie sie die Grünen und Global 2000 alleine schon auf Grund der fehlenden Notwendigkeit und der negativen Umweltauswirkungen fordern.

    20.11.2008 Die mit Abstand meisten Unterschriften gegen den Bau der 3. Piste stammen aus Liesing
    Laut einer Auswertung des Flughafen-Dialogforums stammen etwa ein Drittel der Unterschriften gegen das Projekt 3. Piste aus Liesing. Das dürfte auch ein Indikator dafür sein, dass sich die vielen Liesinger nicht mit den seit 2004 über Liesing gelegten Start- und Landerouten abfinden wollen.

    19.11.2008 Treffen der BI-Liesing
    Beim gut besuchten Treffen der BI-Liesing wurden aktuelle Entwicklungen besprochen und die nächsten Schritte koordiniert. Für Gesprächsstoff hat auch die Diskussion im Forum mit dem Flughafen gesorgt.

    20.10.2008 Flugroute über Liesing schädigt die Gesundheit von 100.000 Menschen!
    Forderung nach Einstellung der 2004 geschaffenen Abflugroute als Presseaussendung der BI-Liesing.
    Lärmmesstellen und Betroffenheit Liesings durch FluglärmDiese wurde nicht nur in einer Reihe von on-line Medien wiedergegeben, sondern war auch Anlass für Radio Arabella ein Kurzinterview in den Wien-Nachrichten um 16:30 zu senden, in dem vor allem die denkbar ungünstige Lage der Flugroute über Liesing und das Unverständnis warum gerade über dichtest besiedeltes Gebiet geflogen wird zum Ausdruck gebracht wurde.
    Die Gesundheistschädlichkeit für 100.000 Betroffene wurde bereits letzte Woche in einer Pressaussendung von GR Mahdalik thematisiert, die Beschwichtigungsantwort von GR Valentin kam postwendend. Wie letzterer aber auf nur 5000 Betroffene kommt, ist nicht alleine durch veraltete Statistikdaten erklärbar. Da die Bevölkerung des so gut wie flächendeckend vom Fluglärm betroffenen Liesings und der angrenzenden niederösterreichischen Gemeinden Perchtoldsdorf und Breitenfurt bereits 107.000 Einwohner ausmacht, dürfte hier wohl wieder einmal jene Art von "Flughafenmathematik" im Spiel sein, mit der die zusätzliche Lärmbelastung durch die Verlegung der Flugroute alleine dem steigenden Flugverkehr angelastet wird. Diese dürfte auch immer dann gebraucht worden sein, wenn es um die angebliche Einhaltung des Nachtflugverbots, der Nachtflugregelung und neuerdings der überflugfreien Zeit für Wien von 21h-7h geht. Leider helfen aber auch die abenteuerlichsten PR-Behauptungen den Betroffenen nur wenig, solange nicht die volkswirtschaftlich unsinnige Flugroute zurückgenommen wird.
    Objektive Lärmmessungen der BI-Liesing belegen die gesundheitsschädliche Belasatung mit Fluglärm
    08.10.2008 BV Wurm verteidigt Fluglärm statt Bürger
    Mit einer Reihe von Fehlinformationen verteidigt der Liesinger Bezirksvorsteher in einem Artikel im Bezirksblatt die Flugroute über Liesing  an statt sich für deren Abschaffung einzusetzen:
    1. Es wäre illusorisch, dass Liesing eine fluglärmfreie Zone werden könnte - das ist FALSCH - Liesing war bis 2004 weitgehenst fluglärmfrei und wäre es bei entsprechenden politischen Widerstand vermutlich auch geblieben,  da es weder eine technische noch eine signifikante wirtschaftliche Notwendigkeit gibt, über Liesing zu fliegen!
    2. Das Dialogforum dient den Interessen der Betroffenen - das ist FALSCH - das Dialogforum wird vom Flughafen finanziert und dient ebenso wie das Mediationsverfahren der rücksichtlosen Durchsetzung der Interessen der Luftfahrtlobby!
    3. Im Dialogforum werden keine Flugrouten sondern nur Prozentsätze festgelegt - das ist FALSCH - so wurde z.B. 2006 eine Landeroute am Rande Liesing fixiert, aus der seit her immer wieder quer über den Bezirk in die Anflugschneise eingekurvt wird und die Liesing zusätzlich zu dem Abfluglärm auch noch mit Anfluglärm belastet!
    4. Überflugfreie Zeit für Wien von 21h-7h  - das ist FALSCH - über Liesing wird bis nach 22h intensiv gestartet. Und selbst wenn die "überflugfreie Zeit" für Liesing eingehalten würde, wäre das keine Verbesserung gegenüber einer Situation, wo gar nicht über Liesing geflogen wurde!
    Interessant ist auch die Übereinstimmung der unrichtigen Argumentation mit jener der Flughafenhotline. Wer immer hier der tatsächliche Autor ist, eine Vertretung der Interessen der Liesinger sieht anders aus. Und wenn Herr Bezirksvorsteher Wurm den Fluglärm gerne erträgt weil er auch gerne fliegt, so ist das sein gutes Recht. Als Bezirksvorsteher sollte er sich aber für Lebensqualität im Bezirk einsetzen und diese kann sich wohl kaum dadurch definieren, dass ein Ticket um einen Euro billiger ist, weil Wien nicht mehr umflogen wird!
    Schreiben Sie ihre Meingung dazu...

    26.9.2008 Entscheidungshilfe für die Nationalratswahl für Fluglärmbetroffene
    Als sachliche Entscheidungshilfe für den Nationalratswahl wurden die SpitzenkandidatInnen, welche die Bürger im Wahlkreis Wien Süd-West im Parlament vertreten wollen, ersucht, 8 konkrete Fragen betreffend des Fluglärmproblems in ihrem Wahlkreis möglichst konkret zu beantworten.

    Zur schnellen Orientierung findet sich in der folgenden Tabelle eine Kurzzusammenfassung der Antworten nach den beiden Kriterien: 
    Zur eigenständigen Meinungsbildung wird aber ein Lesen der Antworten empfohlen. Diese finden sich als Link unter dem Namen der SpitzenkandidatInnen bzw. der ersatzweise angefragten Person.

    SPÖ ÖVP Grüne FPÖ  BZÖ LIF
    SpitzenkandidatInnen Fr. Bures Dr. Schüssel Dr. Glawischnig Dr. Hübner Hr. Gold Dr. Hofmann
    Mag. Schieder Dr. Rasinger Hr. Öllinger Hr. Vilimsky    
    zusätzliche Anfrage an
        Hr. Mahdalik Hr. Westenthaler  
    Problembewußsein und Forderungen - - + +  + +  + -
    Reaktionszeit  + +  - ++   o - + + 
    ++ sehr gut, + gut, o genügend, - nicht ausreichend, -- sehr schlecht

    Die Bewertung ersetzt NICHT die eigenständige Meinungsbildung durch jeden Leser. Wir empfehlen deshalb dringend, die ORIGINALTEXTE zu lesen. Weiters ist die Bewertung keine Wahlempfehlung. Eigentliche Entscheidungshilfe sind die Antworten der Politiker zu diesem in ihrem Wahlkreis wichtigen Thema!

    17.9.2008 Fluglärm macht krank - Podiumsdiskussion und Vortrag von Prof. Greiser
    Bei der von interessierten Betroffenen aus ganz Wien besuchten Veranstaltung mit Prof. Greiser zum Thema "Fluglärm macht krank" in Liesing ging es vor allem um die negativen Auswirkungen von Fluglärm auf die Gesundheit, die dieser in einer groß angelegten epidemiologische Studie herausgefunden hatte. Diese zeigt einen eindeutigen Zusammenhang zwischen Fluglärm und der erhöhten Verschreibung von Medikamenten gegen Bluthochdruck, Depressionen und andere Krankheiten. In seinem Vortrag ging Herr Prof. Greiser auch auf die besonders erschreckende Korrelation zwischen   Fluglärm und der Verschreibung von Krebsmedikamenten ein (50% Prozent Erhöhung für 5 dBA zusätzlichen Dauerschall).  In der Diskussion ging es auch daran, in wie weit diese dem Stressauswirkungen durch Dauerlärm auf das Immunsystem (Abnahme der T-Killerzellen welche Krebszellen bekämpfen) oder dem krebserregenden Feinstaub aus dem Flugverkehr zuzuschreiben sind. Kurzzusammenfassung und Forderung der Grünen.

    In 2 Kurzvorträgen der BI-Liesing wurde auch auf die Fluglärmsituation in Liesing und die enormen Kosten (mehr als 1 Milliarde € pro Jahr), mit denen die Steuerzahler den Flugverkehr ungefragt fördern müssen, eingegangen. Multipliziert man die Anzahl der Betroffenen mit den zu erwartenden Gesundheitsschäden udn Gesundheitskosten, so ist es im Sinne der volkswirtschaftlichen Vernunft höchste Zeit, endlich die Flugrouten über Liesing zurückzunehmen und stattdessen über möglichst unbesiedeltes Gebiet zu fliegen - eine Forderung die auch bei der Veranstaltung in Liesing erneut gestellt wurde.

    12.9.2008 94% lehnen eine 3. Piste ab
    Wiener lehnen 3. Piste mit großer Mehrheit abBei einer Online Abstimmung des Bezirksjournals haben 94% eine 3. Piste abgelehnt. Bei immerhin 1100 abgegebenen Stimmen dürfte dieses Ergebnis recht eindrucksvoll zeigen, was die Bevölkerung in den vom Fluglärm betroffenen Gebieten im Süden und Westen Wiens von einer weiteren Expansion des Flughafens hält.

    Wenn also der Flughafenvorstand von ursprünglich 200-300 protestierenden Anrainern spricht, so wird offensichtlich, dass das Mediationsverfahren völlig in die falsche Richtung gelaufen ist. Alleine mit der Verlegung von Start- und Landerouten auf  Liesinger Stadtgebiet, wurden 100.000 neue Betroffene geschaffen, von denen 10.000 mit ihrer Unterschrift gegen die neuen Flugrouten protestiert haben.

    Es ist also offensichtlich, dass die Flugrouten über Liesing allen demokratischen Spielregeln widersprechen und daher so schnell als möglich zurückgenommen und durch Flugrouten über möglichst unbesiedeltes Gebiet ersetzt werden müssen.

    Eine 3. Piste  Richtung  die Siedlungsachse Wien-Mödling kann man wohl auch nur als GAU-Variante bezeichnen (GAU = größter anzunehmender Unfug). Denn selbst den vom Flughafen eingereichten UVE kann man entnehmen, dass hier die umweltunverträglichste Variante eingereicht wurde.

    3.9.2008
    Treffen der BI-Liesing
    Beim gut besuchten Treffen wurden die nächsten Schritte und juristischen Möglichkeiten besprochen, um eine Rücknahme der Flugrouten über Liesing zu erreichen. Weiters wurde die Aufgabenverteilung innerhalb der BI diskutiert.

    20.8.2008 Flughafen Zürich muss mindestens den vierfachen Jahresgewinn an Entschädigung an Fluglärmbetroffene zahlen
    Für Lärmentschädigungen an Immobilienbesitzer muss die Zürcher Flughafenbetreiberin Unique tief in die Tasche greifen. Sie rechnet derzeit mit Kosten von 760 Millionen Franken – mindestens. Insgesamt sind 19 000 Begehren eingegangen. Entschädigt werden zuerst Eigentümer von Liegenschaften, die gekauft wurden, als der Fluglärm noch nicht vorhersehbar war.

    Die Schweiz hat hier wieder einmal Vorbildwirkung. Der Flughafen Wien weist sehr ähnlichen Verkehrszahlen auf und eine schlechte Optimierung der Flugrouten in Bezug auf die Lärmimmissionen auf. Eine ähnliche oder höhere Entschädigungssumme wäre also gerechtfertigt. Sollte es in Österreich auf Grund der Klage der AFLG zu einer ähnliche Entscheidung kommen, so würde das auch beim Flughafen Wien vermutlich zu einem Umdenken führen. Eine Rücknahme der vom Flughafen initiierten Flugrouten über dichtest besiedelte Gebiete wäre dann wahrscheinlich, würde doch die öffentlich Hand die Kosten dafür wohl kaum übernehmen. Schlieslich kann man beispielsweise die Flugrouten über Liesing und Perchtoldsdorf auf Grund der verfügbaren Alternativen wohl nur als krankhafte Förderung des Transit - Flugverkehrs einstufen, die nicht im öffentlichen Interesse ist.

     29.7.2008 Begründung der Stellungnahme der BI Liesing zur 3. Piste an die NÖ-Landesregierung überbracht
    63 seitige Begründung plus Anhang in 2 OrdnernAm 29.7. wurde die unter großen Einsatz vieler Beteiligter Spezialisten aus Liesing (Mediziner, Techniker, Juristen, Physiker, Biochemiker, IT-Spezialisten, Piloten...) und in Kooperation mit anderen BIs erstellte 63 seitige Begründung der Stellungnahme der BI "Liesing gegen Fluglärm und gegen die 3. Piste" zur Umweltverträglichkeitserklärung des Flughafens zur Piste 11R / 29 L dem zuständigen Beamten in der Umweltabteilung der niederösterreichischen Landesregierung inklusive der Dokumente im Anhang in 2 Ordnern übergeben. Die wichtigsten Kritikpunkte sind:
    Dazu kommen dann noch eine ganze Reihe von fachlichen Ungereimtheiten, wo eine entsprechende Nachbesserung erforderlich ist. 25.7.2008 Pressekonferenz von Herrn GR Valentin zur Stellungnahme der Gemeinde Wien zur UVE der 3. Piste
    Bei einer Pressekonferenz  hat Herr GR Valentin bekannt gegeben, dass die Gemeinde Wien einen entsprechenden UVE Einspruch machen wird,. Interessant ist daran der folgende Satz aus der Zusammenfassung:

    - Bei Starts auf der Piste 29L und 29R, also in Richtung Wien, ist sowohl bei der Routenlegung as auch bei der Belegegung darauf zu achten, dass das dichtbesiedelte Gebiet im Grenzbereich Wien/Niederösterreich (wienseitig 10. und 23. Bezirk) zum Status Quo relevant entlastet wird.

    Diese Entlastung zum Status Quo sollte aber keinesfalls bis zur Fertigstellung einer 3. Piste (und damit möglicherweise zum St. Nimmerleinstag) verschoben werden sondern ist so schnell als möglich umzusetzen, wenn es diese Stellungnahme auch ehrlich gemeint ist und es sich nicht nur um eine mediale Beruhigungspille handelt.
    Im Grund ist die Rücknahme der Flugrouten über Liesing auch eine volkswirtschaftliche Notwendigkeit, ist die permanente Störung von durch Fluglärm erwiesenermaßen gesundheitsschädlich und auf Grund der hohen Anzahl an Betroffenen (mehr als 100.000 Menschen) mit enormen Gesundheitskosten zu rechnen, welche dann der Steuerzahler und nicht der ohnehin subventionierte Flugverkehr tragen muss.

    Bei der Pressekonferenz waren auch die AFLG und die BI-Liesing präsent. Die enorme Betroffenheit Liesing durch Fluglärm und vom Widerstand einer Anrainerinitative aus Liesing war dann auch Thema in den Medien. Sowohl im Fernsehen Wien Heute als auch in einem Artikel in der Presse. Dort ist auch von der Überlegung einer Drehung der 3. Piste die Rede, ein Thema, welches aber nicht von der AFLG sondern von der BI-Liesing ins Spiel gebracht wurde.

    21.7.2008
    Stellungnahme der BI Liesing zur 3. Piste mit 500 Unterschriften an die NÖ-Landesregierung geschickt
    Am 21.7. wurden die von ca. 500 wahlberechtigten Wiener Betroffenen unterschriebene schriftliche Stellungnahme der BI "Liesing gegen Fluglärm und die 3. Piste" per EMS an die NÖ-Landesregierung geschickt. Die hohe Anzahl an Unterschriften ist ein Zeichen für die starke Betroffenheit der Liesinger durch Fluglärm und das weit verbreitete Wissen, was auf Liesing mit der geplanten 3. Piste Richtung Liesing zukommen würde.

    16.7.2008
    Monatliches Treffen der BI Liesing
    Beim trotz Urlaubszeit gut besuchten monatlichen Treffen ging es in erster Linie um das Thema UVE desFlughafens zur 3. Piste. Neben den falschen Grundannahmen (falsche Anzahl an Flugbewegungen) und der nicht in der UVE zu findenden, aber um so realistischeren Betroffenheit Liesing durch eine 3. Piste war vor allem auch die - innerhalb der UVE falsch abgeleitetete - Lage der 3. Piste Thema.

    Eine 3. Piste 11/29 ist die umweltunverträglichste Pistenvariante in Flughafennähe und auch die volkswirtschaftlich schlechteste. Ursache für letzteres ist, ist dass die zur Entlastung Wiens aus Steuermitteln finanzierte 2. Piste unter Tags nicht mehr verwendet wird, wodurch dichtest besiedelte Gebiete verstärkt durch Fluglärm belastet werden würden. Liest man den zusammenfassenden Variantenvergleich der UVE, so muss man eigentlich zu dem Schluss kommen, dass eine 3. Piste parallel zur 2. Piste auch in Flughafennähe wenigstens nicht ganz so umweltunverträglich ist, wie eine 3. Piste Richtung die Siedlungsachse Wien-Mödling. Besonders die massive Reduktion der Anzahl der Betroffen von Fluglärm in der Nacht und die niederigeren NO2-Imissionen an den Ortsgrenzen, sind neben der Ausrichtung auf nicht sodicht besiedelte Gebiete, Gründe die eine 3. Piste 16/34 als das kleinere Übel erscheinen lassen.
    26.6.2008 1111 Flugbewegungen beim Halbfinale lassen erahnen, wie eine 3. Piste die Umwelt und die Menschen belasten würde
    Die 1111 Flugbewegungen beim Halbfinale der EM geben einen Vorgeschmack darauf, was die Bevölkerung mit einer 3. Piste zu erwarten hat. So wurde z.B. das Nachtflugverbot über Wien konsequent ignoriert und bis weit nach Mitternacht und ohne technische Notwendigkeit über das dicht besiedelte Liesing gestartet. Mit einer 3. Piste würde der Flughafen Wien sogar noch mehr Flugbewegungen durchführen können. So hat München mit 2 Parallelpisten bereits 2007 durchschnittlich 1182 Flugbewegungen pro Tag (431.815 Flugbewegungen pro Jahr).  

    23.6.2008 
    Dialogforum verkauft die Liesinger für dumm
    Viele Liesinger haben in den letzten Tagen eine Einladung des vom Flughafen finanzierten Dialogforums zu einer Informationsveranstaltung am Flughafen erhalten. Der Titel der Aussendung lautet "Dialogforum Flughafen Wien - ein Verein stellt sich vor"

    Davon abgesehen, dass interessierte Betroffene für die Informationsveranstaltung extra zum Flughafen fahren müssten und der Termin in den Ferien ist, werden die Liesinger schon in der Einladung für dumm verkauft. So ist immer nur von Verbesserungen die Rede, nicht aber davon, dass Liesing bis 2004 praktisch fluglärmfrei war, bis vom Vorgänger des Dialogforums, dem so genannten Mediationsverfahren eine Verlegung der Flugrouten über dichtest besiedeltes Gebiet beschlossen wurde. Von den Alternativen, die nicht über dichtest besiedeltes Gebiet gehen würden, ist selbstverständlich auch nicht die Rede, ist doch der Zweck des Dialogforums die Überwachung der Umsetzung der Vereinbarung des Mediationsverfahrens.

    Auch davon, dass in genau diesem Dialogforum die Landeroute, welche Liesing zusätzlich belastet, 2006 trotz aller angeblichen Bemühungen der in der Aussendung genannten Vertreter Liesings beschlossen wurde, wird nicht erwähnt. Das lässt ahnen, mit welchen objektive Information zur 3. Piste bei dieser Informationsveranstaltung am Flughafen zu rechnen ist. Vermutlich werden dort dann zwar keine Heizdecken sondern nur die Vorteile der 3. Piste verkauft, es bleibt aber zu befürchten ist, dass die Diskussion auf einem ähnlichen Niveau wie bei einer Werbeverkaufsveranstaltung abläuft. Eine humorvolle Stellungnahme eines Betroffenen zeigt, von welchen Reaktionen man am Flughafen träumen dürfte.

    In die gleiche Richtung geht übrigens ein Schimmelbrief, der im Namen von Doris Bures verschickt wird und dessen Inhalte aus dem Dialogforum stammen dürften - auch darin wird an der Sachlage vorbeiargumentiert - Brief plus ein Beispiel für eine Antwort.

    13.6.2008 Info-Nachmittag am Liesinger PlatzFoto vom Info-Nachmittag am Liesinger-Platz mit Pinwand
    Trotz des starken Windes war es möglich, viele interessante Gespräche mit Betroffenen aus Liesing und niederösterreichischen Nachbargemeinden zu führen. Im Vordergrund standen wieder einmal die Alternativen zu den Flugrouten über Liesing und andere dichtest besiedelte Gebiete. Ein weiteres Thema war die unsinnige Ausrichtung einer geplanten 3. Piste Richtung dichtest besiedelte Gebiete. Für die Stellungnahme zur geplanten 3. Piste Richtung Liesing konnten wieder eine ganze Menge Unterschriften gesammelt werden. 

    11.6.2008 Teilnahme an der Stadtkonferenz des Dialogforums
    Bei der am Mittwoch Nachmittag stattgefundenen Stadtkonferenz wurden von Seiten des Flughafens und der Stadt Wien die "Verbesserungen" der letzen Jahre präsentiert, für die wohl der Satz gilt, dass es nichts gibt, was nicht mit einer Statistik belegt werden kann. Neben einer sachlichen Korrektur von solchen irreführenden Darstellungen und der Diskussion von Fragen im technischen Bereich mit den Experten der Aviation Group, war es auch möglich, die objektiv durch die Lärmmessung belegbare Betroffenheit der Liesinger zum Ausdruck zu bringen. Der Frage nach der Sinnhaftigkeit der Liesinger Flugrouten wurde seitens der Gemeinde Wien wieder einmal nicht beantwortet, stattdessen wurde von Herrn GR Valentin darauf verwiesen, dass die Gemeinde Wien noch immer mit dem Flughafen darüber diskutiert, ob nicht einige Prozent an Überflügen weniger notwendig sind, um die zugesagte "Nichtlärmbelastung" zu erreichen.

    Im Rahmen dieser Veranstaltung war es auch möglich, die Kontakte zu den Fachleuten zu intensivieren. Vom Flughafen gibt es auch die Zusage für die Rohdaten der Lärmmessung in der Zemlinskygasse in elektronischer Form, auf online Flugspuren müssen die Österreicher im Gegensatz zu den Nachbarn in Deutschland und der Schweiz weiter warten.

    6.6.2008 Lärmmessnetzwerk der BI Liesing ist mit 4 Stationen Online
    4 Messstationen überwachen LiesingMit der Erweiterung des Lärmmessnetzwerks durch die beiden Stationen Siebenhirten und Georgenberg haben alle Liesinger die Möglichkeit sich über den aktuellen Fluglärm objektiv zu informieren. Auch die Einhaltung der Versprechen, dass es durch die Verlegung der Flugrouten über dichtest besiedeltes Gebiet zu keiner messbaren Beeinträchtigung der Bevölkerung durch Fluglärm kommen wird, lassen sich so recht einfach überprüfen. Derzeit ist davon leider noch wenig zu merken, kommt es doch immer wieder zu dröhnenden Überflügen, die 20 dBA und mehr über dem Umgebungslärm liegen.

    Mit Hilfe der Lärmmessungen lassen sich Beschwerden objektiv belegen. Durch die Überlagerung der einzelnen Messstationen ist möglich Fluglärm eindeutig zu identifizieren. Der Fluglärm kann damit oft sogar alleine an Hand des Auftretens in den Lärmmessung der einzelnen Stationen schon startenden oder landende Flugzeuge zugeordnet werden.

    1.6.2008 Rücksichtloses Überflüge nach Gewitter, Personaleinsparungen bei der Austro Control als Ursache?
    Trotz Nachtflugregelung/Verbot wurde Liesing am Sonntag Abend rund um 23h mehrmals von startenden Flugzeugen im Tiefflug überflogen. Dabei wurde der Großteil des Bezirks mit 60-70 dBA beschallt. Anfragen wurden damit beantwortet, dass die Überflüge dem so genannten Mediationsvertrag entsprechen. Daraus ist leicht zu ersehen, was dieser wert ist. Hier ist man als Bewohner Wiens einfach dem Gutdünken einer mit solchen Situationen offensichtlich nicht gewachsenen Austro Control ausgeliefert, welche nicht über die nötigen Kapazitäten für lärmschonendes Fliegen verfügen dürfte.

    Grund dafür ist einmal mehr die einseitige Förderung des Flugverkehrs. So hat die Austro Control deutlich weniger Mitarbeiter für die gleiche Anzahl an Flugbewegungen als die deutsche Flugsicherung und die Schweizer Skyguide. Laut ACG Geschäftsbericht 2007 wurden für eine Steigerung der Flugbewegungen von 8% nur 1% neue Mitarbeiter angestellt, dafür hat die Austro Control niedrigere Überflugsgebühren als die deutschen und Schweizer Nachbarn.

    Eine Abkehr von der Tarifdumping Politik im Rahmen des Flughafenausbaus um jeden Preis, würde höhere Personalkosten und damit mehr Arbeitsplätzen bei der ACG erlauben, was nicht nur der Wirtschaft sondern auch der Bevölkerung zu Gute kommen würde. So sollte es mit mehr Lotsen wesentlich leichter möglich sein, dicht besiedelte Gebiete zu umfliegen und ein geschicktes Flight Management  zu etablieren, welches wieder vermehrt lärmschonende Flugverfahren einsetzt. 

    31.5.2008 Infotag am Maurer HauptplatzInfostand Maurer HauptplatzSOS Fluglärm

    Beim Infostand am Maurer Hauptplatz, konnten viele interessierten und vom Fluglärm genervte Menschen aus ganz Liesing und Umgebung Fragen rund um das Thema Fluglärm diskutieren, wobei vor allem die sachlich begründete Unsinnigkeit der Flugrouten über Liesing im Vordergrund stand.

    Ein weiteres wichtigstes Thema war die geplante 3. Piste, die mit ihrer Ausrichtung auf das dichtestst besiedelte Gebiet Österreichs Liesing vermutlich endgültig in eine Fluglärmhölle verwandeln würde.

    Die Stellungnahme der BI Liesing gegen die 3. Piste wurde beim Infostand bereits von mehr als 120 Betroffenen unterschrieben!



    25.5.2008
    Flughafen veröffentlicht die sogenannte Umweltverträglichkeitserklärung für die 3. Piste
    Für den 29.5.2008 plant der Flughafen den Beginn der öffentlichen Auflage der Umweltverträglichkeitserklärung zur 3. Piste. Mit der 3. Piste droht Liesing endgültig zur Fluglärmhölle zu verkommen da:
    Bei Beibehaltung der rücksichtlosen Verkehrspolitik würden also alle Nordwestdestination (Berlin, München, Frankfurt, London...) nur noch über Liesing angeflogen, die Folgen für Liesing wären dramatisch, wie die folgende Abschätzung der Anzahl der dröhnenden Starts über Liesing zeigt:

    Prognose Lärmhölle Liesing
    Mit der auf der Grund der 3. Piste möglichen Kapazität von etwa 230.000 Starts, welche bei einer Zunahme der Flugbewegungen von  8% pro Jahr in 7 Jahren erreicht sein dürfte, ist auf Grund der im Mediationsvertrag festgelegten Pistenverteilung damit zu rechnen, dass etwa täglich mindestens 100-150 Starts der 420 in Starts in diese Richtung über Liesing gehen dürften.
    120 Starts bedeuten 4 Stunden Dauerbeschallung, im zu erwartenden Extremfall ist mit knapp 300 Starts und damit mit 10 Stunden Dauerbeschallung pro Tag zu rechnen!
    Starts von der 3. Piste gehen Richtung Wien und den dichtest besiedelten Teil NÖs

    Daher und auf Grund der anderen umweltunverträglichen Auswirkungen ist geplant, dass eine von der parteiunabhängigen Plattform BI Liesing gegen Fluglärm und gegen die 3. Piste unterstützte, aber im Sinne des  UVP-Gesetzes durch mindestens 200 Unterschriften neu zu gründende BI, die UVE zur 3. Piste beeinspruchen wird. Der geplante Start für das Sammeln der Unterschriften ist der Info-Tag am Maurer Hauptplatz am 31.5., der Einspruch muss bis spätestens Ende Juli erfolgen.

    AFLG Mitglieder sollten aber unbedingt bei der BI der AFLG unterschreiben (mehr...).

    Im Übrigen dürfte die Umweltverträglichkeitserklärung gegen die Prinzipien des UVP-Gesetzes verstoßen, da die bereits früher durchgeführten und offensichtlich illegalen Ausbaumaßnahmen nicht berücksichtigt wurden. Liesing ist trotz der objektiv durch die Lärmmessungen und die hohe Zahl an Beschwerden nachweisbaren und unzumutbaren Lärmbelastung in der Zusammenfassung der UVE auf der Homepage des Flughafens mit keinem Wort erwähnt.

    Im Sinne einer Minimierung der Schäden, die der Flugverkehr verursacht, ist in diesem Zusammenhang auch weiterhin die vollständige Rücknahme der für die geplante 3. Piste eingerichteten Startrouten über Liesing zu fordern. Der Fluglärm hat insbesondere für die Grünruhelagen jetzt schon nachweisbar unzumutbare Ausmaße erreicht.

    17.5.2008 Anstehende Übernahme der AUA durch einen strategischen Partner schadet Wirtschaftsstandort nicht
    Durch den fehlgeschlagenen Deal mit Scheich Al Jaber wurde es transparent, dass die AUA als eigenständige Fluglinie nicht überlebensfähig ist. Negative Auswirkungen auf den Wirtschaftsstandort bei der Übernahme durch einen strategischen Partner dürften nicht zu befürchten sein. Eindrucksvoll  war das Beispiel Swiss zu sehen, wo das Wirtschafts- und Beschäftigungswachstum im Großraum Zürich von einem deutlichen Rückgang der Flugbewegungen unbeeindruckt blieb. Die positive Entwicklung nach der Übernahme der Swiss durch die Lufthansa wurde auch von der Schweizer Wirtschaftsministerin Doris Leuthard bestätigt.

    Da es jetzt offensichtlich ist, dass auch ein Überfliegen dichtest besiedelter Gebiet die AUA nicht in die Gewinnzone führt, wäre es endlich an der Zeit, die Flugrouten auch tatsächlich zur Erhöhung der Lebensqualität der Bevölkerung zu optimieren und die Flugrouten über Liesing so schnell als möglich zurückzunehmen.

    12.5.2008 Rücksichtsloser Fluglärm am Pfingstwochenende über dem dicht besiedelten Liesing
    Die Häufung rücksichtsloser Überflüge am Pfingstsonntag (7:05 - 22:55!, bis zu 79 dBA) und Pfingstmontag (7:23-21:22, bis zu 76 dBA) über Liesing zeigt, dass die Belastung der Bevölkerung nicht durch eine prozentuelle Deckelung der Überflüge in den Griff zu bekommen ist. Die den Liesingern 2004 und 2006 überfallsartig aufgezwungenen Flugrouten müssen so schnell als möglich zurückgenommen werden, da diese eine unzumutbare Belastung darstellen, wie die unten angeführte Lärmmessung objektiv bestätigt.

    Pfingstsonntag Fluglärm ab 7h

    10.5.2008 Aufforderung nach Einstellung der UVP widrigen Betriebsgenehmigungen des Flughafens
    In einem Brief hat die Rechtsanwaltskanzlei Dr. Heger Bundesminister Faymann um Aufhebung der gesetzeswidrigen Betriebsgenehmigungen ersucht.

    9.5.2008 Wiener Gemeinderat diskutiert Nachtflugverbot und unabhängige Messung des Fluglärms
    Wie aus einigen Pressemitteilungen hervorgeht, wurde kurz vor Pfingsten im Wiener Gemeinderat das Thema Fluglärm diskutiert. Anträge der Grünen zu den Themen "unabhängige Messungen von Fluglärm" und "Nachtflugverbot in Wien" wurden abgelehnt, letzterer trotz Unterstützung durch die ÖVP, welche sich auch für ein klares Nein zum Thema Fluglärm aussprach. In einem gemeinsam mit der ÖVP eingebrachten Antrag forderte die SPÖ die Fortsetzung der Mediation und die nach den Maßstäben der Ökologie notwendigen Kontrollen der Fluglärmsituation.

    Begeleitet wurde die Debatte von entsprechenden Presseaussendungen. Die Grünen haben in einer Presseausendung auch die krankmachende Wirkung von Fluglärm thematisiert. Die  erweckt den Eindruck, es hier mehr mit einem Vertreter des Flughafens in Wien als mit dem Vertreter Wiens beim Flughafen zu tun zu haben. Letzeres wird offensichtlich auch von der FPÖ so gesehen, die auch darauf aufmerksam macht, das die zunehmende Belastung mit Fluglärm durch die Dumpingpreispolitik am Flughafen Wien verursacht werden. Die von der ÖVP vorgeschlagenen Maßnahmen gehen in die richtige Richtung, lösen das Problem aber nicht grundsätzlich.  

    2.5.2008 Treffen der BI-Liesing und Verteilung der Infofolder
    Themen waren die neuen Infofolder, die geplante Informationsveranstaltung am Maurer Hauptplatz, die rechtlichen Möglichkeiten sich gegen den illegalen Fluglärm zu wehren, die Lärmmessungen und neuen Beschwerdelinks. Beim dem sehr gut besuchten Treffen wurde auch ausführlich von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, die neuen Infofolder und Aufkleber zum Verteilen an Bekannte und Freunde mitzunehmen.

    24.4.2008 Rücksichtlose Wachstumsstrategie des Flughafens schädigt nicht nur die Bevölkerung sondern offensichtlich auch die AUA
    Dass die Wachstumsstrategie des Flughafens, die darauf beruht, dass Billigairlines mit Dumpingtarifen nach Wien gelockt und dass dichtest besiedelte Gebiete rücksichtslos überflogen werden, bereits jetzt zu einer unzumutbaren Lärmbelastung der Bevölkerung geführt hat, ist bekannt. Langsam werden aber auch die negativen Auswirkungen auf die AUA für alle sichtbar. So meldet die AUA 60 Mio Euro Verlust für das 1. Quartal 2008, was  nicht nur mit den steigenden Ölpreisen, sondern auch mit der Konkurrenz der Billig-Airlines zu tun hat.  Dass dichtest besiedelte Gebiete gerade von der AUA rücksichtslos überflogen werden, verschafft der Fluglinie wohl auch keine zusätzlichen Markanteile.

    24.4.2008 Info-Folder zum Thema Fluglärm in Liesing verfügbar
    Seit 24.4. gibt es auch einen gedruckten Info-Folder zum Thema Fluglärm, in dem die wichtigsten Fakten, Forderungen und Tipps zum Thema Fluglärm in Liesing kurz zusammengefasst sind. 

    10.4.2008
    Schimmelbrief der Flughafen-Hotline zum Thema Lärmmessungen
    Als Antwort auf Beschwerden, die Lärmmessergebnisse enthalten, hat die Flughafenhotline begonnen, einen Schimmel-Mail zu verschicken. Statt die Beschwerden ernst zu nehmen, versucht der Flughafen darin, die Lärmmessungen mit dem Argument abzuschmettern, dass es sich dabei um private Lärmmessungen handelt, die nicht die Qualität der Lärmmessung des Flughafens erreichen würden. Da aber die Lärmmessgeräte der BI-Liesing speziell zur Messung der Fluglärmeinzelschallereignisse mehr als ausreichend gut sind und die Lärmmessung auch kontinuierlich und nicht so wie die des Flughafens nur in den Wochen durchgeführt werden, in denen es "zufällig" leise ist, dürfte diese die einzige objektive Lärmmessung darstellen, wie auch in einem Antwortmail detailiert dargelegt wird. Somit gibt es keinen Grund, nicht auch weiterhin auf die Lärmmessergebnisse der BI Liesing zu verweisen. Sich von den unpassenden Argumenten des Flughafens einschüchtern zu lassen, wäre der falsche Weg - bestätigen die Lärmmesseergebnisse doch nur die subjektive Wahrnehmung der rücksichtlosen Vorgangsweise der Aviation Group.

    2.4.2008 Treffen der BI-Liesing
    Beim Treffen wurde intensiv über mögliche legale Aktion diskutiert. Weiters wurden Layout und Inhalt der Visitenkarten besprochen.

    In Zusammenhang mit der sonst nur schwer nachvollziehbaren Verschiebung der Abflugroute von Brunn an Gebirge auf das wesentliche dichter besiedelte Liesing im Jahr 2004 wurde auch der Heimatort des Flughafenvorstands, Mag. Kaufmann als mögliche Erklärung genannt. Dass es für den SPÖ Flughafenvorstand kein (politischer) Nachteil ist, wenn seine Heimatgemeinde Brunn am Gebirge nicht unter der Kehrseite der rücksichtlosen Wachstumsstrategie des Flughafens leidet, liegt auf der Hand. Dass die Flugrouten in der Flughafen-Mediation aber nicht dorthin verlegt wurden, wo möglichst wenig Menschen vom Fluglärm betroffen sind, sondern stattdessen nach Liesing und über andere dicht besiedelte Gebiete ist weder sozial noch demokratisch!  

    Dass die Flugroute, die 2004 über die Stadt Mödling gelegt wurde inzwischen deutlich Richtung Norden in die Nähe von Brunn am Gebirge verschoben wurde, zeigt, dass es aber beim Verschieben der Flugrouten unter der Bevölkerung fast ausschließlich Verlierer gibt. Statt also die Flugrouten generell aus den dichtest besiedelten Gebieten im Süden Wiens zu verbannen, wurden diese so verschoben, dass dort jetzt mindestens 100.000 Menschen mehr vom Fluglärm betroffen sind. Gewinner sind letztlich nur die Airlines und vielleicht auch die Flughafenaktionäre, wobei auf die Großaktionäre Land Wien und Niederösterreich bei einer Beibehaltung der unsinnigen Flugrouten auch deutlich höhere Kosten im Gesundheitsbereich zukommen werden.

    31.3.2008 Flughafen muss die UVP für den Ausbau mit 2003 als Nullvariante nachholen
    Der Flughafen Wien hat ein Konzept für die Erstellung eines ex-post Umweltverträglichkeitsberichtes zur Vorlage bei der Europäischen Kommission veröffentlicht, welches als Nullvariante 2003 annimmt. Für das Schutzgut Mensch wird darin entsprechend den EU-Vorschriften die Umweltverschmutzung/belästigung Lärm als relevant angegeben. Als Hauptkriterium für die Relevanz des Schalls wird die Wahrscheinlichkeit angegeben. Als Kriterium für eine negative Beeinflussung wird unter anderem die folgende aufgelistet: Aufgrund der hohen Wahrscheinlichkeit des Auftretens der Auswirkungen und unter Berücksichtigung der Veränderung von für das Schutzgut wichtigen Standortfaktoren (Lärm, Erschütterungen, Wasserhaushalt, Kleinklima...) kommt es zu einer wesentlichen Beeinträchtigung des Schutzgutes.

    Da Liesing erst seit 2004 massiv durch den Fluglärm betroffen ist. muss daraus schliessen, dass eine Kombination dieser Ausbaumaßnahmen mit der Verschiebung der Flugrouten seit 2004 nach Liesing bis 2020 (Planvariante) zu einer als untragbar einzustufenden Belastung einer enorm hohen Zahl von Betroffenen führt. So kommt es jetzt schon zu täglichen Belastung der Liesinger mit einer Vielzahl an Starts und Landungen In dem Papier ist auch von einer Optimierung der Start- und Landeverfahren als Empfehlung die Rede. Auch wenn die als Vorbild angeführte Mediation nicht gerade ein leuchtendes Beispiel ist, so wäre doch zu erwarten, dass wenigstens die Flugrouten über Liesing zurückgenommen werden müssten, um einen positiven Bescheid zu erreichen.

    Im Rahmen dieser UVP gibt es für die Betroffenen auch die Möglichkeit Stellung zu beziehen, wovon die BI-Liesing bei Bedarf auch ausgibigst Gebrauch machen wird.

    27.3.2008 starke Steigerung der Anzahl der Flugbewegungen durch Tarifdumping, Flughafen plant überproportionales Wachstum
    Der Flughafen hat bei der Präsentation der Jahresbilanz bekannt gegeben bereits heuer 20 Millionen Passagiere zu erreichen. Grund für die starke Zunahme des Flugverkehrs dürften spezielle "Billigtarife" für Billigairlines sein. Diese Förderung der Billigairlines durch den Flughafen wird auch von der AUA öffentlich kritisiert.

    Was Liesing bei einer Beibehaltung der Flugrouten droht, lässt sich alleine schon aus dem vom Flughafenvorstand Kaufmann zitierten Masterplan, der eine weitere Steigerung auf 45 Millionen Passagiere pro Jahr vorsieht, erahnen, ist das doch mehr als eine weitere Verdoppelung. Berücksichtigt man die dafür Richtung Liesing geplante 3. Piste und die damit geplante quasi Stilllegung der 2. Piste, so ist es höchste Zeit ein Verbot von Starts und Landungen über Liesing nachdrücklich einzufordern. Andernfalls werden die rücksichtslosen Tiefflüge quer über den Bezirk weiter zunehmen und Liesing endgültig in eine Fluglärmhölle verwandeln.

    14.3.2008 Die Luftverkehrsregeln verpflichten zu lärmschonenden Fliegen, insbesondere zur Vermeidung von unnötigen Fluglärm über dicht besiedelten Gebieten wie Liesing - die Austro Control haftet dafür

    §3 Abs 3 LVR: Es wurde jedoch normiert, das durch den Betrieb keine größeren Behinderungen oder Belästigungen insb. kein größerer Lärm verursacht werden dürfe als es der ordnungsgemäße Betrieb von Luftfahrzeugen oder Luftfahrgeräten unvermeidbar mit sich bringe.

    §7 LVR: Bei Flügen über dichtbesiedeltem Gebiet ist eine Flughöhe einzuhalten, durch die ua unnötige Lärmbelästigungen vermieden werden.

    §19 Abs 1 LVR: Beim Anfliegen, Überfliegen oder Abfliegen von Flugplätzen sind die von der Austro Control GmbH mit Rücksicht auf die Sicherheit der Luftfahrt und zur Verminderung von Lärmbelästigungen gegebenenfalls aufgetragenen Verfahren einzuhalten.

    §19 Abs 5 LVR: Unbeschadet des Abs. 1 kann die Austro Control GmbH auf bestimmten Flugplätzen unter Bedachtnahme auf die Sicherheit der Luftfahrt und zur Vermeidung von Lärmbelästigungen besondere An- und Abflugverfahren auftragen...
    ...
    Pflichtwidrige Unterlassungen dieser Aufgabe durch die ACG begründen einen Amtshaftungsanspruch (Zitat aus einem von der AFLG erwirkten Urteils des OLG Wien vom 21.8.2006, Seite 11f.)

    §19 Abs 6 LVR Die Bewilligungen gemäß Abs. 5 sind insoweit mit Bedingungen, Befristungen, Auflagen und Widerrufsvorbehalt zu erteilen, als dies mit Rücksicht auf die Sicherheit der Luftfahrt und zur Vermeidung von Lärmbelästigungen erforderlich erscheint.

    Da die Austro Control von Amts wegen für die Einhaltung haftet und es sich bei Liesing um dichtest besiedeltes Gebiet handelt (im Durchschnitt etwa 6 mal dichter besiedelt ist, als der dicht besiedelte Bezirk Mödling), so sollte man davon ausgehen dürfen, dass diese Behörde auch keine dröhnenden Überflüge über Liesing zulassen dürfte.  Erfahrungsgemäß ist das seit 2004 nicht mehr der Fall und statt auf ein Ersuchen um Einhaltung der gesetzlichen Verpflichtung unnötigen Fluglärm über den dichtest besiedelten 23. Bezirk mit seinen vielen Grünruhelagen zu vermeiden einzugehen, verweigert man bei der Austro Control noch immer eine ernsthafte Auseinandersetzung mit den gesetzlichen Pflichten und begründet das mit rein privatrechtlichen Abkommen,  was ernsthafte Zweifel an der Umsetzung rechtsstaatlicher Prinzipien aufkommen lässt. Unter anderem wird auch auf den unter dubiosesten Bedingungen zu Stande gekommene Teilvertrag zwischen Flughafen und Politikern hingewiesen, in dem auch die neue Abflugroute über Liesing festgelegt wurde. Die Abflugrouten sind aber deswegen genauso wenig gesetzeskonform, wie ein Banküberfall nur deswegen gesetzeskonform wird, nur weil eine Nachbarbank diesen vertraglich zugestimmt hat. Daher ist auch weiterhin darauf zu beharren, dass sich die Austro Control um die Einhaltung der Luftverkehrsregeln über lärmschonendes Fliegen kümmert, im einfachsten Fall durch die Zurücknahme der Flugrouten die in den letzen Jahren über dicht besiedelte Gebiete verlegt wurden.

    8.3.2008
    Übernahme der AUA ist langfristig wahrscheinlich, ein weiterer Ausbau des Flughafens daher unsinnig
    Erstmals schließt die ÖIAG nämlich ganz offiziell einen strategischen Partner – also eine andere Airline – für die AUA nicht aus. Im Vertrag mit Al Jaber sind nicht nur die Modalitäten des Einstiegs festgeschrieben, sondern auch die Bedingungen, zu denen Al Jaber sein Aktienpaket wieder verkaufen muss. Dabei ist erstmals – schwarz auf weiß – von einer Teil- bzw. Vollprivatisierung der AUA die Rede. Also einem Verkauf an einen strategischen Partner. Und es wird festgehalten, dass der Verkauf EU-weit ausgeschrieben wird. Übernimmt die Lufthansa die AUA, dürfte das auch für das Aus für das Drehkreuz Wien sein. Damit sollten dann auch die Forderungen nach einer 3. Piste der Vergangenheit angehören. Schon jetzt bediene die Lufthansa aus München viele Ost-Destinationen, heißt es. Dafür ist dieser Flughafen auch weit besser geeignet, als der viel zu nah bei Wien positionierte Flughafen Schwechat. Bis es so weit ist, wird aber wohl noch viel Kersosin zu Ultrafeinstaub verbrannt werden.

    25.2.2008 Vortrag von Dr. Heger und Dr. Hinteregger in Schwechat
    Vor etwa 200 Besuchern berichtete Frau Dr. Heger von den Gesetzesbrüchen, die es rund um den Flughafenausbau gegeben hat und von der Tarifpolitik des Flughafens, welche der primäre Grund für den steigenden Transit-Flugverkehr ist und deren Genehmigung durch den Verkehrsminister alle Zutaten zu einen handfesten politischen Skandal enthält. Einmal mehr kam auch der geheime Syndikatsvertrag zwischen Wien und Niederösterreich zur Sprache, der die Grundlage für den permanenten Verrat der Interessen der Bevölkerung darstellen dürfte.
    Dr. Hinteregger hat über die zahlreichen Schwachpunkte der nicht öffentlichen Umweltverträglichkeitsprüfung berichtet. Unter anderem auch, dass die unter Schutz  stehenden  Großtrappen durch die geplante 3. Piste in ihrem Lebensraum stark eingeschränkt werden und dass die eingereichte Pistenvariante aus Sicht der Avifauna die schlechteste aller Varianten für eine 3. Piste darstellt.
    Weiters hat Dr. Hinteregger auch auf die Tatsache aufmerksam gemacht, dass die der Umweltveträglichkeitsprüfung zu Grunde liegenden geplanten Flugrouten in keiner Weise bindend sind. So ist auch zu befürchten, dass mit der geplanten 3. Piste eine weitere Westeinflugschneise über Wien errichtet wird. (Diese würde vermutlich in gerader Verlängerung der 3. Piste verlaufen - über den 13. Bezirk, zwischen Wienerberg und Inzersdorf, über Oberlaa und Rannersdorf - und die Teile des 23. Bezirks vermehrt mit Fluglärm belasten, die bisher noch am wenigsten betroffen sind. In jedem Fall ist bei einer Beibehaltung der derzeitigen Abflugrouten damit zu rechnen, dass Liesing in eine Fluglärmhölle verwandelt wird.)

    10.2.2008 Treffen der BI Liesing
    Beim gut besuchten Treffen wurde neben der Lärmmessung auch darüber diskutiert, dass der zusätzliche Flugverkehr durch eine Änderung der fehlgeleiteten Tarif- und Transitverkehrspolitik des Flughafens zu ändern wäre und dass es beim Ausbau des Flughafens nicht um die Befriedigung der Bedürfnisse der österreichischen Bevölkerung geht.

    10.2.2008 Die UVP für den bisherigen Flughafenausbau muss nachgeholt werden
    Eine entsprechende Klarstellung gab es durch die Rechtsanwaltskanzlei Heger & Partner, die in dieser Frage eine Beschwerde bei der EU eingereicht hat, der sich die BI-Liesing als eine von 27 BIs angeschlossen hat. Auch die Pressemeldung von Seiten der zuständigen Staatssekretärin wird darin korrigiert. Letztere hat bereits zu einem entsprechenden Kommentar in der Presse geführt, der verdeutlicht, wie hier die Wähler verschaukelt werden.

    Ähnliches dürfte auch auf die letzten Presseaussendung von Herrn Germeinderat Valentin zutreffen, der wieder einmal wenig glaubhaft ausschließlich von Verbesserungen redet, was gerade in Fall von Liesing im klaren Widerspruch zu den Tatsachen steht. Diese ist auch eine erstaunlich schnelle Reaktion auf die weitgehend sachorientierte Presseaussendung von Herrn Gemeinderat Mahdalik der nicht nur die 3. Piste ablehnt sondern einmal mehr die Rücknahme der sinnlosen Flugrouten über Liesing fordert - etwas was auch von der nachzuholenden UVP zu erwarten wäre, wenn diese auch ernsthaft durchgeführt wird.

    7.2.2008 Lärmmessstation Maurer Berg online verfügbar
    http://www.dfld.de/Mess.php?RegNr=661&StatNr=6

    3.2.2008
    Lärmmessung online verfügbar

    Seit heute ist die 1. Lärmmessstation in Liesing "Maurer Berg 2" über diesen Link online verfügbar.  Damit wir die subjektive Empfindung als Störung durch einen gemessenen Schallpegel ergänzt. Damit lässt sich auch objektiv überprüfen, ob das Versprechen von Frau Stadträtin Mag. Ulli Sima, dass es in Liesing zu keiner zusätzlichen Belastung mit Fluglärm durch die neuen Flugrouten kommen wird, endlich eingehalten wird oder von der Austro Control weiterhin ignoriert wird.  
    Laermmessung Online über DFLD abrufbar

    Die Darstellung und Auswertung erfolgt durch den deutschen Fluglärmdiens(DFLD). Die Messwerte werden üblicherweise kurz nach halb aktualisiert. Ereignisse, welche die Software des DFLD als Fluglärm identifizieren kann, werden mit einem roten Kreis markiert. Solange nur eine Station in Betrieb ist, werden nur die besonders lauten Überflüge erkannt, so dass die Statistik erst dann brauchbar ist, wenn 2 etwas weiter entfernte Stationen miteinander gekoppelt sind, wodurch laute Überflüge sehr zuverlässig am praktisch gleichzeitigen Ansteigen des Lärmpegels erkannt werden.

    Die jeweilige Hauptwindrichtung ist unter der Zeitangabe farbig dargestellt.

    Durch Klick auf  einen oder mehrere rote Kreise und zweimaliges Anklicken des Links "Wie erstelle ich eine Fluglärm Beschwerde?" kann auch ein Beschwerdemail an umwelttelefon@vie-umwelt.at erstellt werden, hier dürfte es einfacher und effektiver sein, den Beschwerdelink auf der Homepage zu verwenden.

    Weitere Stationen folgen.

    24.1.2008 EU-Klimaschutzvorgaben schließen auch die Luftfahrt mit ein, steigender Flugverkehr versus Industriearbeitsplätze?
    Klimaziele -21% auch für die Luftfahrt

    Die in mehreren Medien zu findende Grafik der EU-Klimaschutzvorgaben für 2020 (Standard, kleine Zeitung) zeigt,  dass laut EU-Vorgabendie Großindustrie, die Luftfahrt und der Energiesektor ihre CO2 Emissionen gegenüber 2005 um 21% reduzieren sollten. Wie die Ausbauplänen des Flughafens damit in Einklang zu bringen sind, ist völlig unklar. Klar ist aber, dass das was auf der einen Seite zu viel an CO2 emitiert wird, auf einer anderen einzusparen ist. Ein Umsteigeflughafen Wien könnte hier also indirekt die Reduktion der Industrieproduktion erforderlich machen und damit zu einem Abbau von Arbeitsplätzen führen.

     
    19.1.2008 Krebserregende Feinststaubemissionen durch den Flugverkehr sind im Großraum Wien ein signifikanter Faktor
    Die Emissionen des Flugverkehrs aus Verbrennungsprozessen sind auf Grund ihrer kleinen Partikelgröße und ihres hohen Gehalts an krebserregenden polyzyklischen Aromaten besonders gefährlich. Für die im Folgenden beschriebene Abschätzung  der Größenordnung des Problems wurden die Emissionen des über den Flughafen Wien Schwechats abgewickelten Flugverkehrs jenen des Straßenverkehrs in  Wien und Niederösterreich gegenübergestellt. Ausgangspunkt dieser Abschätzung sind Berichte des Bundesumweltamts für das Jahr 2005 über die PM 2,5 Emissionen in Österreich  und die Verteilung der Fahrleistung nach Bundesländern, sowie Daten der Statistik Austria über die Verteilung der Starts und Landungen auf die österreichischen Flughäfen im Jahr 2005. Weiters wird von der Annahme ausgegangen, dass der Großteil der PM 2,5 Emissionen des Straßenverkehrs von Dieselmotoren ausgestoßen wird und deshalb die für  Partikel aus Dieselmotoren [2] typische Größenverteilung aufweisen. Partikel aus modernen Dieselmotoren weisen beim Austritt aus dem Auspuff mit durchschnittlich 90 nm einen mindestens 2,25 mal so großen Durchmesser auf, wie die durchschnittlich nur 40 nm großen  Partikel aus Flugzeugtriebwerken [3]. Daraus ergibt sich, dass die gleiche Feinststaubemissions-Masse beim Flugverkehr 11,4 mal mehr Partikel enthält als beim Straßenverkehr. Nicht berücksichtigt wurde dabei, dass dieser Faktor auf Grund der vielen alten Dieselmotoren, welche sehr viele grobe Partikel produzieren, noch um einiges höher sein dürfte. Die Abschätzung der in ganz Österreich durch den nationalen  Flugverkehr freigesetzten Partikelanzahl ergibt daher eine Partikelanzahl, die mit 2,46 * 10^24 Partikel etwa 19% dessen entspricht, was PKW und LKW gemeinsam freisetzen. Da am Flughafen Wien Schwechat etwa 75% aller Flugzeuge starten und landen, der Straßenverkehr in Wien und Niederösterreich und dem nördlichen Burgenland aber nur 30-35% des  gesamtösterreichischen Straßenverkehrs ausmacht , ergibt sich daraus, dass der am Flughafen Wien Schwechat basierende Flugverkehr genauso viele Partikel produziert wie 43% des gesamte Straßenverkehrs in Wien und Niederösterreich.

    Abschätzung für 2005

    Österreichweite Abschätzung der Feinstaub-Partikel-Emissionen aus Verbrennungsprozessen

    Regionale Abschätzung der Feinstaub-Partikel-Emissionen im Großraum Wien

     

    Aufteilung der 26.100 t 
    PM 2,5 - Feinstaub- emissionen nach Gewichts% [1]

    PM 2,5 Feinstaub Emissionen in Tonnen  [1]

    Emittierte Partikelanzahl unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Partikelgrößenverteilung von Flugzeugtriebwerken im Vergleich zu modernen PKW Dieselmotoren [2], [3], [6]

    Anteil der Starts und Landungen des Flughafens Wien [4]  bzw. Anteil Wien und Niederösterreich in % der Fahrleistung [5] an den jeweiligen österreichischen Werten im Jahr 2005

    Emittierte Partikelanzahl des Flugverkehrs der über den FH Wien abgewickelt wird bzw. des Straßenverkehrs in Wien und Niederösterreich

    Nationaler Flugverkehr

    0,3

    78

    2,46E+24

    74,2%

    1,82E+24

    PKW

    7,4

    1931

    5,33E+24

    35,0%

    1,86E+24

    leichte LKW

    2,6

    679

    1,87E+24

    35,0%

    6,55E+23

    schwere LKW

    7,9

    2062

    5,69E+24

    30,0%

    1,71E+24



    Berechnungsgrundlagen:   
    [1] Feinstaubemissionen in Österreich http://www.ubavie.gv.at/fileadmin/site/publikationen/REP0082.pdf , Seite 44 und 66
    [2] Partikelgrößenverteilung der Emissionen aus Flugzeugtriebwerken http://www.umweltbundesamt.de/verkehr/verkehrstraeg/flugverkehr/workshop-luftqualitaet/DLR_Particles_AAQ.pdf
    [3]
    Partikelgrößenverteilung der Emissionen aus modernen Dieselmotoren http://motorlexikon.de/?I=5343&R=P   
    [4] Verteilung des Flugverkehrs nach Flughäfen http://www.statistik.gv.at/web_de/presse/pressemitteilungen_vorjahr/2/008966?year=2006&month=2
    [5] Verteilung der Fahrleistung nach Bundesländern http://www.umweltbundesamt.at/fileadmin/site/publikationen/REP0107.pdf
    [6] Partikeldichte von Ruß aus Flugzeugtriebwerken, Seite 45


    Damit waren die Partikelzahl der Feinstaubemissionen des Flugverkehrs im Jahr 2005 im Großraum Wien und Niederösterreich etwa gleich hoch wie jene des privaten PKW Verkehrs (44,1% des Straßenverkehrs). Berücksichtigt man nur die besonders gefährlichen ultrafeinen Partikel unter 100nm (0,1 µm), so dürfte der Flugverkehr im Großraum Wien das Niveau des gesamten Straßenverkehrs in der Region bereits erreicht oder sogar überschritten haben.
    Flugverkehr produziert so viele Partikel wie Straßenverkehr in Wien und NÖ
    Zukünftige Entwicklung der Feinstaubemissionen und Optimierungsvorschläge
    Während beim Straßenverkehr durch strengere Grenzwerte und den Einsatz von Partikelfiltern mittelfristig mit einer signifikanten Reduktion der Emissionen zu rechnen ist, dürfte beim Flugverkehr in absehbarer Zeit nur eine Reduktion der Anzahl der startenden und landenden Flugzeugen zu einer deutlichen Verminderung der gesundheitsgefährdenden Belastung führen. Potential dazu gibt es genug, so könnte man bis zu einem Drittel der Flüge einsparen, wenn die Fluglinien nicht weiter dafür belohnt werden, dass diese jährlich mehr als 5 Millionen Transitpassagiere nach Wien fliegen, welche den Flughafen nur zum Umsteigen verwenden, aber trotzdem die Umwelt und damit die Gesundheit der Bevölkerung belasten. Auch die Dumping-Tarife bei den Flughafengebühren selbst, mit denen auch gezielt Billigfluglinien nach Wien gebracht werden, wären also auf Grund volkswirtschaftlicher Überlegungen ebenso zu überdenken wie die Sinnhaftigkeit einer 3. Piste.

    18.1.2008 Flughafen London Heathrow: 20 Verletzte bei Bruchlandung einer Boeing 777 der British Airways
    Am Flughafen London Heathrow mussten mehr als 200 Flüge gestrichen werden. Eine aus China kommende Maschine der British Airways verfehlte die Landebahn. 20 Personen wurden leicht verletzt.

    17.1.2008
    Slowakei gibt Flughafen Bratislava nicht ab, Flughafen Wien meldet ein Passagierplus durch Billigairlines
    Die Slowakei wird den Flughafen Bratislava vollständig im Staatsbesitz belassen und damit kein Gemeinschaftsunternehmen mit einem ausländischen Investoren gründen. Das bedeutet auch, dass sich die Hoffnung auf eine Entlastung der Bevölkerung duch eine teilweise Verlagerung der Flugverkehrs nach Bratislava wohl kaum erfüllen wird.
    Dieser wäre aber sicher auch anders leicht möglich, würde man von der Dumping-Preis-Politik bei den Flughafengebühren abgehen, welche dazu geführt hat, dass bereits 8 Billigairlines Wien anfliegen, die wiederum für den enormen Passagier und damit Flugverkehrszuwaches des letzen Jahres verantwortlich sind. Wo die angebliche zusätzlichen 2000 Arbeitsplätze am Flughafen Wien enstanden sein sollen,  ist nicht so einfach nachvollziehbar, die Flughafen Wien AG spricht in ihrer Quartalsbilanz jedenfalls nur von 255 zusätzlichen Mitarbeitern.

    Ob sich Feinsstaub und Fluglärm wirklich positiv auf den Tourismus auswirken ist zu bezweifeln, ist doch Wien - bei einer Fortsetzung der derzeitigen Politik der rücksichtlosen Überflüge - eher für Lärm-Junkies als für erholungssuchende Touristen attraktiv. 
    Der Ansturm von Billig-Fluglinien wie EasyJet oder SkyEurope führt nicht nur zu einer möglichen Zunahme von Übernachtungen im preiswertesten Segment der Übernachtungsbetriebe. Dieselben Flugzeuge transportieren auch jene zu nahezu Dumpingpreisen nach Teneriffa oder auf die Seychellen, die unter fairen Wettbewerbsbedingungen ihren Urlaub in den Tiroler Bergen oder im Salzkammergut verbracht hätten.

    16.1.2008 Fluglärm macht krank
    wird auf die Ergebnise einer  internationalen Studie aufmerksam gemacht, die zeigt, dass Fluglärm krank macht. Schon ein Anstieg des nächtlichen Fluglärmpegels um 10 Dezibel [dB(A)] im Schallpegelbereich zwischen 30-60 [dB(A)] erhöht das Risiko für Bluthochdruck bei Frauen und Männern um rund 14 Prozent. Aber auch bei Menschen die nur unter Tags unter Fluglärm leiden, führt dieser zu höheren Blutdruck. Die Forscher stellten auch fest, dass sich die Menschen bei gleicher Schallbelastung durch Fluglärm noch weit stärker gestört fühlen, als bisher bekannt war.

    16.1.2008 Monatliches Treffen der BI-Liesing
    Das monatliche Treffen der BI Liesing war trotz des neuen Termins und Treffpunkts sehr gut besucht. Es wurden die Zusammenfassung der Politikergespräche diskutiert und beschlossen daraus auch eine Zusammenfassung für eine Presseaussendung zu erstellen. Daneben war die Feinstaubemissionen des Flugverkehrs und die Erstellung des Informationsflugblatts die Hauptthemen. Die praktische Durchführung der Lärmmessung  wurde ebenfalls diskutiert.

    6.1.2008 Krebserregende Feinststaubemissionen durch den Flugverkehr sind nicht länger vernachlässigbar - Transitflugverkehr ist ein unnötiges Gesundheitsrisiko
    Da der Treibstoffverbrauch der auf dem Flughafen Wien Schwechat startenden und landenden Flugzeuge inneerhalb des Großraum Wiens bereits rund einem Drittel des gesamten privaten PKW-Verkehrs im Großraum Wien entspricht, sind dessen Klima- und gesundheitsschädliche Emissionen nicht mehr vernachlässigbar. Nach der offiziellen Bewertung ((LTO-Zyklus bis 950 m Flughöhe) werden durch Starts und Landungen derzeit etwa 10 Tonnen Feinststaub/Jahr nur aus der Verbrennung von Kerosin freigesetzt, realistischerweise fallen für die Erreichung einer Flughöhe von 6 km Höhe fallen etwa weitere 16 t höchst krebserregensten Feinststaubs an. Im Vergleich zu anderen Feinstaubquellen ist dabei aber weniger das Gewicht als die Anzahl und die Gefährlichkeit der Partikel aus dem Flugverkehr das Problem, welche sich aus ihrer geringen Größe und ihrer chemischen Zusammensetzung ergibt. So werden im Großraum Wien (bis 6 km Flughöhe) etwa 8*10^23 Partikel, das sind 800 000 000 000 000 000 000 000 oder  achthundert Trilliarden Partikel pro Jahr freigesetzt, von denen die überwiegende Mehrheit unter 100 nm groß sind und die etwa 38% organische Verbindungen mit einem hohen Gehalt an stark krebserregende polyzyklischen Aromaten (PAKs) enthalten.. Diese werden beim Atmen von unseren Lungen gefiltert und können zu Atembeschwerden, zu Herz-Kreislauferkrankungen und zu Lungenkrebs führen aber auch andere Krebsarten wie Leukämie auslösen. Nanopartikel unter 100 nm (0,1µm) können sogar die Blut-Hirnschranke überwinden und daher auch noch zu Schäden im zentralen Nervensystem führen.
    lungengängiger Feinststaub aus Flugzeugtriebwerken veursacht Krebs
    Berücksichtigt man nur die Starts und Landungen bis 950 m Höhe und geht davon aus, dass sich die Partikel im Schnitt auch nur über eine Woche akkumulieren und sich über ein Gebiet von 20km Radius und 950 m Höhe gleichmäßig verteilen, so kommt man auf zig Milliarden eingeatmete Partikel pro Person und Tag, die großteils in der Lunge verbleiben.  Rein rechnerisch leidet also jeder, der in dem oben angeführten weiteren Umfeld des Flughafens wohnt, darunter, dass jeden Tag ein bis zu mehrere cm² großes Stück Oberfläche seiner  Lunge vollständig mit etwa einem µg organischer, teilweise stark krebserregender Stoffe aus dem Flugverkehr zugedeckt wird.

    Jede weitere Steigerung des Flugverkehrs führt also nicht nur zu einer überproportionalen Lärmbelastung sondern auch zu einer Erhöhung des Krebsrisikos und damit neben der akuten Gesundheitsgefährdung auch zu einem enormen volkswirtschaftlichem Schaden, welcher eine Abkehr von der Transitverkehrspolitik in der Luft dringend erforderlich macht.. Weiters steht auch jeder weitere Ausbau des Flughafens in einem groben Missverhältnis zu den restriktiven Feinstaubreduktionsmaßnahmen im Straßenverkehr.

    14.12.2007 Tarifpolitik des Flughafens und Diskussion über die Belastung der Wiener mit Fluglärm im Gemeinderat
    Die Tarifpolitik des Flughafens, der mit Dumpingpreisen Transitpassagiere nach Wien lockt hat jetzt auch zu einer politischen Diskussion im Wiener Gemeinderat geführt. Wie in solchen Fällen üblich bestreiten die verantwortlichen Politiker hier jeden Einfluss auf den Flughafen und negieren das Problem des Fluglärms so weit als möglich, was von der Opposition zu Recht kritisiert wird. Der von den verantwortlichen Politikern hervorgehobene Einsatz für die Bevölkerung sollte sich doch zumindest in der quasi versprochenen Rücknahme Flugrouten über Liesing manifestieren, handelt es sich dabei doch bei der dümmsten aller Abflugrouten um eine relativ leicht korrigierbare Fehlentscheidung, mit der etwa 75.000 Menschen vom Fluglärm entlastet würden. Die Forderung nach einer Rücknahme der Flugroute über Liesing wird auch von den Grünen und der FPÖ unterstützt wird.

    5.12.2007 Monatliches Treffen der BI-Liesing
    Bei unserem monatlichen Treffen waren die Vorgangsweisen, mit denen wir unser Wissen über die Unsinnigkeit der Liesinger Abflugroute, an die Öffentlichkeit bringen können, unser Hauptthema. Daneben haben wir auch die Möglichkeiten einer eigenen Lärmmessung andiskutiert und sowie die Studien der TU-Wien besprochen, welche belegt, dass die Immobilienpreise im 23. Bezirk bereits gefallen sind.

    3.12.2007 Offener Brief an die Wiener Umweltstadträtin Frau Magistra Ulli Sima
    In dem Mail der BI Liesing, welches auch als Fax gesendet wurde, schließen wir uns einem offenen Brief von Fr. Dr. Heger an und fordern die Einhaltung der Zusage der Stadträtin Fr. Mag. Ulli Sima, dass es durch die Verschiebung der Flugroute zu keinen zusätzlichen Fluglärm in Liesing kommen wird, was de facto nur durch eine Rücknahme der Flugroute erreicht werden kann. Dieses Mail blieb bisher unbeantwortet.

    2.12.2007 Zerstörung der Lebensqualität der Liesinger und der angrenzenden Naherholungsgebiete durch rücksichtslose Überflüge am Wochenende
    Das 1. Dezember Wochenende war wieder einmal ein kleiner Vorgeschmack darauf,  was den Liesingern mit einer 3. Piste bevorsteht und zeigt, dass es für die Rücksichtslosigkeit des Fluglinien, des Flughafens und der Austro Control gegenüber der Bevölkerung am Boden keine selbst gesteckten Grenzen gibt. So wurde nicht nur
    gestartet, sondern die Bewohner durch die hohe Anzahl an Überflügen mehr oder weniger kontinuierlichen Dauerlärm ausgesetzt.

    Auf Anfragen, nach einer Begründung für diese rücksichtslosen Überflüge ist, wird eine zeitnahe und einfach zu erlangende Antwort von der Beschwerdehotline des Flughafen Dialogforums konsequent verweigert. Von der vom Volksanwalt geforderten gleichen Augenhöhe oder so etwa wie ehrlichen Dialog kann also beim Dialogforum nach wie vor nicht die Rede sein. Vielmehr verstärkt diese Geheimniskrämerei auch noch die Aversionen gegen den Fluglärm und die dafür Verantwortlichen.

    Ein aus diesem Anlass verschicktes Mail bzw. Fax an den zuständigen Infrastrukturminister BM Faymann mit der Frage, wann die Rücknahme der Fehlentscheidung erfolgt, direkt über Liesinger Stadtgebiet zu starten, blieb bisher unbeantwortet.

    AUA TiefflugAUA Tiefflug über WohngebietBesonders auffällig war, dass die tiefsten und lautesten Überflüge wieder einmal durch AUA Maschinen erfolgt sind, so dass sich die Frage stellt, welchen Sinn eine nationale Fluglinie macht, welche den anderen Fluglinien vorzeigt, wie man die österreichische Bevölkerung durch Fluglärm scheinbar ungestraft tyrannisieren kann. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass es Überlegungen  gibt, die AUA direkt der Kontrolle des Infrastrukturministeriums zu unterstellen. Damit - so wird in dem Kurier Artikel nahegelegt - soll das Mega-Bauprojekt 3. Piste abgesichert werden. Dafür würde dann auch die Lebensqualität der durch den Fluglärm und die krebserregenden Emissionen betroffenen Menschen rücksichtslos geopfert werden. Das Buch "Wer baut Wien" von Reinhard Seiß  beschreibt auf interessante und fundierte Weise an Hand der Wiener Stadtplanung und einzelner Bauvorhaben, wie "Public Private Partnerships" sehr leicht dazu führen können, dass Politiker nur noch die Interessen ihrer Wirtschafts-Partner und nicht mehr die der Bevölkerung vertreten. Weiters wird aber in dem Buch aber auch von einigen unsinnigen Projekten erzählt, welche durch engagierte Bürger mit Unterstützung der Medien und der Opposition doch noch rechtzeitig gekippt werden konnten.

    24.11.2007 Marketing-Aussagen und die Realität
    Gerade im Bereich des Flugverkehrs gibt es eine erstaunliche Diskrepanz zwischen Wirklichkeit und Aussagen der entsprechenden Lobby, im folgenden finden sich dazu einige Highlights:

    Schmäh Nr. 1  - die 3. Piste wird akzeptiert 
    Zuletzt wurde in den Medien darüber berichtet, dass es seitens der Gemeinden rund um den Flughafen keine wesentlichen Einwände gegen die Umweltverträglichkeitserklärung für die 3. Piste gibt. Dabei wird auch suggeriert, dass die 3. Piste bereits die Umweltverträglichkeitsprüfung bestanden hat, was juristisch falsch ist und dem Sinn eines UVP-Verfahrens widerspricht.
    Entschieden wird die Sache aber erst im UVP-Verfahren, in der das Kumulationsprizip als eiserne Regel gilt. Erst nach der Öffentlichmachung der UVE kann diese auch beeinsprucht werden und dafür gibt es eine Vielzahl triftiger Gründe, die es nahe legen, dass die 3. Piste nicht gebaut werden darf.
    Es ist auch nicht nachvollziehbar, wie eine weitere Steigerung des Flugverkehrs mit den Zielen einer Reduktion des Feinstaubes im ausgewiesenen Feinstaubsanierungsgebiet Wien und mit dem Klimaschutz umweltpolitisch in Einklang zu bringen sein soll.

    Schmäh Nr. 2 - es muss über Liesing geflogen werden
    Es wird oft behauptet, dass die seit 2004 neuen Abflugrouten über Liesing erforderlich sind, um den zunehmenden Flugverkehr zu bewältigen, die bisherigen 4 Flugrouten hätten nicht die nötige Kapazität - für Alternativen sei kein Platz. Tatsächlich ist aber mit der 3. Piste eine Verdoppelung der Abflüge in diese Richtung geplant, die dann scheinbar ohne Kapazitäts- bzw. Platzprobleme in diese Richtung starten können.  In Wirklichkeit dürfte diese Flugroute aber nur der Test sein, ob sich die Liesinger Bevölkerung den Fluglärm gefallen lässt, zielt doch die 3. Piste genau in Richtung Liesing.

    Tatsächlich ist Flugroute über Liesing (STOxC = LANUX1C = KOVEL1C) die dümmste aller Abflugrouten:
    Der praktische Umgang mit der Flugroute SNU stellt ebenfalls einen Schildbürgerstreich ersten Ranges da, wird doch auf dieser spät abends extra Richtung Sollenau gestartet, nur um dann kurz darauf in viel zu niedriger Höhe - teilweise im Minutentakt - quer über Wiener Stadtgebiet zu dröhnen!

    Schmäh Nr. 3  - das Dialogforum vertritt die Interessen der vom Fluglärm betroffenen Menschen
    Beschwert man sich über unzumutbaren Fluglärm, so wird man immer wieder auf den privaten und vom Flughafen finanzierten Verein Dialogforum und dessen Evaluierungen verwiesen, wo dann auch die Interessen der vom Fluglärm betroffenen Bürger mit berücksichtigt werden sollten. Tatsächlich aber ist das Ziel das sich das Dialogforum selbst gesetzt hat die Einhaltung des nur privatrechtlich Mediationsvertrages zu überwachen, in dem eine ganze Reihe von unsinnigen Entscheidungen festgeschrieben worden sind, die  für die vom Fluglärm Betroffenen nur Nachteile bringen z.B. die Verschwenkung der Startrouten direkt über das Zentrum von Liesing und die Lage der 3. Piste Richtung Wien.
    Jüngstes Beispiel dafür wie sich das Dialogforum einseitig für die Interessen des Flughafens einsetzt, ist die in der Kronenzeitung zitierte Stellungnahme des Anwalts des Dialogforums Dr. Vana zum Thema Entschädigung, in dem er jeden Anspruch auf  Entschädigung zurückweist. Diese würde ja den Flughafen auch teuer zu stehen kommen und nicht nur die Betroffenen in ihrer Lebensqualität einschränken und zu gesundheitlichen Schäden führen.
    Da ist wohl kaum verwunderlich, dass die permanente Lärmmessstelle in Liesing, die auch vom Dialogforum und damit vom Flughafen finanziert wird, so positioniert wird, dass die signifikante Verschlechterung für Liesing gegenüber 2003 nicht in ihrer vollen Auswirkung gemessen werden kann.

    Schmäh Nr. 4 - je mehr Flugbewegungen desto mehr Arbeitsplätze im Großraum Wien
    Die Arbeitsplatzlüge ist entlarvt!Immer wieder wird der Flughafen als Wirtschaftsmotor der Region dargestellt und irgendwelche Phantasiezahlen über die Anzahl der davon abhängigen Jobs genannt. Jede Diskussion über die Sinnhaftigkeit eines weiteren Ausbaus des Flughafens wird sofort als Jobvernichtung dargestellt.
    Wie das Beispiel Großraum Zürich zeigt, hängt weder die Wirtschaftsentwicklung noch die Anzahl der Arbeitsplätze von der Anzahl der Flugbewegungen ab. 

    Schmäh Nr. 5 - Fliegen ist für Mittelstrecken die umweltfreundlichste Form der Fortbewegung
    Wer die Umwelt liebt, der fliegt, meint Wolfgang Mayrhuber: Fliegen sei die klimafreundlichste Fortbewegungsart für Distanzen über 350 Kilometer. Doch den wichtigsten Faktor in der Rechnung hat der Lufthansa-Vorstandschef unterschlagen, ist im Spiegel Artikel vom 20.11.2007 zu lesen. Vielmehr schneidet Fliegen immer noch am schlechtesten ab - auch bei Distanzen über 350 Kilometern.

    Schmäh Nr. 6 - Fliegen ist die billigste Form der Fortbewegung
    Es ist kaum zu übersehen, überall wird massiv mit Billigflügen geworben: am Titelbild der Zeitungen, auf Plakaten, auf der Rückseite von Sport Eybl Kundenbriefen...
    Wie eine Recherche des Trends aufzeigt, sind die Billigsttickets in Wahrheit  kaum zu bekommen. RyanAir und SkyEurope wurden jetzt in Musterprozessen verklagt. Österreichs Luftfahrtbehörde schaut dem Treiben tatenlos zu.

    Fliegen ist also nicht so billig sein, wie suggeriert wird, noch teurer kommt es aber der Umwelt und damit uns allen zu stehen. Im Unterschied zu anderen Verkehrsmitteln zahlt man diese Kosten nicht beim Kauf des Tickets, sondern durch erhöhte Steuern, mit denen das Missverhältnis zwischen Steuerprivilegien und Umwelt bzw. Gesundheitsschäden des Flugverkehrs finanziert wird. So zahlen die Airlines keine Mineralölsteuer, Flugtickets sind mehrwertssteuerfrei und der Flughafen zahlt keine Grundsteuer - Steuergeld, welches an anderen Stellen fehlt. Die Förderung von Transitpassagieren durch den Flughafen Wien ist hier sicher die Krönung einer fehlgeleiteten Politik, bei der die vom Fluglärm Betroffenen indirekt den Fluglärm finanzieren.

    Die für 2010 geplante Einbindung des Flugverkehrs in den Emissionshandel ist zwar ein Schritt in die richtige Richtung, kommt aber viel zu spät und kann auch laut Presseaussendung von Global 2000 eine Kerosinsteuer nicht ersetzen. Wer inzwischen selbst einen kleinen Beitrag zur Kompensation der Klimaschäden beitragen möchte, hat aber die Möglichkeit bei www.atmosfair.de oder   eine in Abhängigkeit von der Flugstrecke berechnete Kompensation zu zahlen, mit dem Geld werden Projekte unterstützt, die der Eindämmung der CO2 Emissionen dienen.  
    12.11.2007 Treffen mit Herrn Gemeinderat Valentin
    Aus der ausführlichen und z.T. auch recht sachlich geführten Diskussion war keine klare Grenze zwischen der Sichtweise eines Flughafengroßaktionär und dem Vertretungsanspruch der Interessen der Wiener Bürger erkennbar. 

    9.11.2007 Fluglärm führt zu Entwertung von Eigentum, die entschädigt werden muss
    Fluglärm führt zu einer massiven Entwertung des Eigentums, das ist auch das Ergebnis der Studie Immonoise I Wien, nachzulesen unter Immobilienpreise und Lärm , Seite 11f. So ist dort von einer Entwertung von 9.2% unter den Abflugrouten die Rede, bei der inzwischen stattgefundenen Zunahme des Fluglärms dürften auch deutlich höhere Entschädigungen zu fordern sein. Diese Rechtsmeinung wird auch in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Recht der Umwelt (Nummer 05/2007 im Oktober 2007) in einem von Univ.-Prof. Dr. Ferdinand Kerschner bearbeiteten Artikel vertreten, in dem ein EuGH Gerichtsurteil gegenüber Belgien kommentiert wird. Wörtlich ist dort u.a. zu lesen:
    Da idR Bewilligungen nach UVP-Gesetz 2000 bzw. nach LFG zu einer behördlich genehmigten Anlage iSd § 364a ABGB führen, gebühren den Anrainern
    (Anmerkung: Begriff nach dem Betriebsanlagenrecht) verschuldensunabhängige zivilrechtliche Ausgleichsansprüche, die auch Wertminderungen ... des Grund und Wohnungseigentums zu umfassen haben. Gesundheitsschädigende Immissionen müssen mE immer abgewehrt werden können (§16 ABGB). Bei bereits eingetretener Gesundheitsschädigung durch Fluglärm bestehen Schadenersatzansprüche nur bei rechtswidrigem Verhalten des Flughafenbetreibers. Ein solches liegt auch im Bruch eingegangener Verpflichtungen („Mediationsvereinbarungen gegenüber Anrainern“)
    Es ist daher zu erwarten, dass die Aussicht auf Zahlungen in Milliardenhöhe dazu führen, dass die Flugrouten endlich dorthin (zurück) verlegt werden, wo die Anzahl der Betroffenen und damit die Höhe der Zahlungen möglichst niedrig sind.  Dies deckt sich mit der Forderung der BI Liesing nach vollständiger und direkter Entschädigung der unabdingbar vom Fluglärm Betroffenen (Punkt 4.1. im aktuellen Handout).

    7.11.2007 Monatliches Treffen der BI-Liesing
    Bei unserem monatlichen Treffen haben wir neben aktuellen Entwicklungen auch die Grafiken für ein Flugblatt besprochen. 

    3.11.2007 Dialogforum will permanente Lärmmessstelle für den Fluglärm in unmittelbarer Nähe der Triester Strasse errichten
    Die Farce um die Alibi-Messungen des Fluglärms ist um eine Facette reicher. Wie Herr Horak mitgeteilt hat, sind das Dialogforum und er "nach intensiven Analysen" zu der Auffassung gekommen, die Messstelle für die permanente Messung des Fluglärms am Sportplatz zwischen der Wiener Flurgasse und Anton Freunschlaggasse zu errichten. Dieser ist in unmittelbarer Nähe der stark befahrenen Triester Strasse, der Badner Bahn und der Autobahn gelegen. Am Wochenende verstärken dann die Fußballsspiele und Motorradrennen den etwas nachlassenden Umgebungslärm. 
    Es wurden also nicht nur die Vorschläge für den optimalen Platz einer Lärmmessstelle im 23. Bezirk am Maurer Berg ignoriert, sondern es soll offensichtlich auch sicher gestellt werden, dass der Fluglärm möglichst im Umgebungslärm untergeht, um dann behaupten zu können, dass dieser im ganzen 23. Bezirks vernachlässigbar ist. Jedenfalls kann eine Lage in unmittelbarer Nähe zu Triester Straße, Badener Bahn und Autobahn nicht als repräsentativ für Liesing gelten und es wird auch nur ein geringer Bruchteil der landenden Flugzeuge erfasst. 
    Es ist aber zu erwarten, dass es in den 3 Wochen der Fluglärmmessung in Mauer in Liesing wieder deutlich ruhiger sein dürfte, als im restlichen Jahr.

    29.10.2007 Starke Anzahl der Zunahme der Anzahl der Flugpassagiere am Flughafen Wien
    Seit letzten Montag fliegt die Billigfluglinie Easy Jet die Strecke London/Wien, dadurch werden 100.000 zusätzliche Flugpassagiere pro Jahr erwartet. Das führt auch zu einen weiteren Steigerung der Flugbewegungen und damit des Fluglärms. An diesem Beispiel wird auch deutlich, dass es beim enormen Wachstum des Flughafens (9.4% in den ersten 9 Monaten 2007) nicht um die Bedürfnisse der Österreicher oder der AUA geht, sondern dass hier versucht wird, mit aller Gewalt einen Mega-Transit-Flughafen in Wien aufzubauen. Leidtragende sind dabei die Menschen und ihre Umwelt und auf Grund der Beeinträchtigung der Lebensqualität und der Gesundheit durch Fluglärm und krebserregenden Feinststaub in letzter Konsequenz auch die Volkswirtschaft.

    Was die für den geplanten Mega-Transit-Flughafen Wien geforderte 3. Piste bei einer Beibehaltung der Abflugroute über Liesing bringen würde, ergibt sich aus der im Mediationsvertrag festgelegten Verwendung dieser 3. Piste als Haupstartpiste und aus der Ausrichtung Richtung Wien und auf das dichtest besiedelten Gebiets NÖs. Es zeigt sich also, dass nicht nur eine 3. Piste ein Schritt in die falsche Richtung wäre, sondern dass noch dazu die Pistenrichtung der im Mediationsvertrag und in der UVE favorisierten Piste einfach falsch gewählt wurde.

    Prognose Lärmhölle Liesing
    Mit der auf der Grund der 3. Piste möglichen Kapazität von etwa 230.000 Starts, welche bei einer Zunahme der Flugbewegungen von  8% pro Jahr in 7 Jahren erreicht sein dürfte, ist auf Grund der im Mediationsvertrag festgelegten Pistenverteilung damit zu rechnen, dass etwa täglich 100-150 Starts der 420 in Starts in diese Richtung über Liesing gehen dürften.
    120 Starts bedeuten 4 Stunden Dauerbeschallung, im zu erwartenden Extremfall ist mit knapp 300 Starts und damit mit 10 Stunden Dauerbeschallung pro Tag zu rechnen!
    Starts von der 3. Piste gehen Richtung Wien und den dichtest besiedelten Teil NÖs
    Im Sinne einer Minimierung der Schäden, die der Flugverkehr verursacht, ist  jedenfalls aber jetzt schon die Rücknahme der für die geplante 3. Piste eingerichteten Startrouten über Liesing zu fordern.

    13.10.2007 Landungen quer über Liesing dürften illegal sein und dürften daher auch nicht (mehr) statt finden!
    Die Landanflüge mit denen Liesing seit Mai 2006 zusätzlich belastet wird und die im Tiefflug quer über dichtest besiedeltes Gebiet gehen, widersprechen offensichtlich nicht nur dem gesunden Menschenverstand, sondern auch den Luftverkehrsregeln von 1967 in der aktuellen Fassung.  Mehr dazu im Mail an die AustroControl 



    13.10.2007
    Forderung nach einer permanenten Lärmmessstelle am Maurer Berg
    Wie bereits immer Sommer berichtet wurde, plant die Gemeinde Wien eine auf 2 Jahre angelegte permanente Messung des Fluglärms im 23. Bezirk.
    Folgende Punkte sprechen für eine Lärmmessung am Maurer Berg:
    1. Nur vom Standort Mauer Berg aus lassen sich sowohl das vorzeitige Verlassen der Flugroute Richtung Norden durch die startenden Flugzeuge als auch die meisten der quer über den Bezirk landenden Flugzeuge erfassen.
    2. Die Zuordenbarkeit von gemessen Lärmereignissen zu Fluglärm ist auf Grund des geringen Umgebungslärms recht eindeutig möglich.
    3. Die Betroffenheit durch Flugzeuge mit mangelnder Steigfähigkeit wird durch eine Messung am Mauerer Berg transparenter.
    4. Topographische Faktoren, welche in den Lärmberechnungen ignoriert wurden, können gemessen werden.
    Daher ist eine Übereinkunft der öffentlichen Hand mit dem Privatverein Dialogforum, die zu einem anderen Messort und damit zu nicht adäquaten Messergebnissen führen dürfte, abzulehnen. Ein entsprechendes Mail wurde auch bereits an den Bürgermeister Dr. Häupl verschickt. Dazu gibt es eine Anmerkung von Herrn Gemeinderat Valentin, in der dieser darauf aufmerksam macht, dass die Messungen vom Dialogforum gezahlt werden. Diese werden also nur teilweise aus Steuermitteln bezahlt.

    13.10.2007 Zunehmende Belastung durch Fluglärm und krebserregenden Emissionen in den letzten Jahren ist kein Zufall sondern Politik 
    Dazu ist auf einer Website, die dem Flughafen zuzuordnen sein dürfte unter dem Titel Wettbewerbsfähige Tarifpolitik zu lesen:
    Um langfristig eine für die Airlines kostengünstigere Tarifstruktur anbieten zu können, hat die Flughafen Wien AG Änderungen in der Tarifordnung beschlossen, mit der sie vermehrt das Auslastungsrisiko der Fluglinien übernimmt. Erfüllt wird diese Absicht durch eine Umschichtung von flugzeugbezogenen zu passagierbezogenen Tarifen. Die Zielvorgabe, die airlinebezogenen Kosten der Fluglinien bis 2007 um zumindest 15 Prozent unter den Durchschnitt der stärksten Mitbewerber zu senken, wurde bereits 2005 erreicht.
    ...
    Um die Rolle des Flughafen Wien als Umsteigeflughafen zu forcieren, wurde der bereits seit mehreren Jahren bestehende Transfer-Incentive ab April bis Dezember 2005 um € 2,0 angehoben. Somit betrug die Refundierung an Fluglinien, die die Transferfunktion des Flughafen Wien mittragen, im Jahr 2005 bereits € 10,21 pro abfliegenden Passagier. Die weiteren Incentive-Programme, der Destinations- und Frequenz-Incentive sowie der im Jahr 2004 eingeführte Frequenzdichte-Incentive, haben auch im Jahr 2005 die Rolle des Flughafen Wien als Drehscheibe zwischen Ost und West nachhaltig unterstützt.

    Konkret gab es 2006 laut Geschäftbericht der FH Wien AG 5,4 Mio Transferpassagiere dh. Passagiere die Wien überhaupt nichts Positives bringen. Diese führen zu einer Steigerung der Belastung der Umwelt und der Bewohner von Wien und Umgebung mit Fluglärm, Feinststaub und anderen krebserregenden Emissionen um mehr als 50%. Hier sind die verantwortlichen Politiker gefordert, endlich im Interesse der Bevölkerung zu handeln und diesen gefährlichen Unfug per Gesetz zu beenden, an statt den Flughafen bei seinen Expansionsplänen auf Kosten der Bevölkerung auch noch zu unterstützen.

    3.10.2007 Monatliches Treffen der BI
    Bei unserem monatlichen Treffen haben wir die Themen für unser 2. Treffen mit Herrn Valentin besprochen. Weiters haben wir unser Logo (Schmetterling), unseren Slogan "Lebensqualität statt Fluglärm" sowie die Webadresse einer neuen Einstiegsseite fixiert. Die katastrophalen Zukunftsszenarios für Liesing, mit denen zu rechnen ist, wenn es uns nicht gelingt, die Flugrouten wieder wegzubekommen, wurden diskutiert.

    12.9.2007  Treffen der parteiunabhängigen BI Liesing gegen Fluglärm und gegen die 3. Piste mit der SPÖ
    Das vierte Treffen unserer Informationsinitiative, diesmal mit Herrn Gemeinderat Valentin im Beisein von Herrn Senatsrat Redl und Herrn Gemeinderat Hursky verlief sehr sachlich. Neben 3 Stunden Diskussion auf hohem Niveau wurde die konkrete Situation in Liesing vor und nach 2004 angesprochen. Um die unterschiedlichen Sichtweisen an Hand konkreter Daten zu diskutieren wurde ein weiteres Treffen vereinbart - ein Termin muss noch fixiert werden.

    3.9.2007 Geht Sky-Europe langsam die Luft aus?
    Zumindest legt ein Kommentar
    im Wirtschaftsblatt mit dem Titel SkyEurope: Investor, bitte kommen! das nahe. Angeblich hat der Billig-Flieger Finanzprobleme, bleibt aber in Wien. Macht diese Fluggesellschaft ebenso wie die AUA derzeit nur Verluste, so könnten die Flüge auch in Wien reduziert werden. Spätestens wenn man dazu auch noch die steigenden Ölpreise mit in Betracht zieht, stellt sich auch die Frage nach der wirtschaftlichen Sinnhaftigkeit eines weiteren  Flughafenausbaus.

    3.9.2007 Medikamente gegen Fluglärm?
    Mit Medikamenten wollen die Verantwortlichen des neuen Flughafens der thailändischen Hauptstadt Bangkok offenbar das Problem der Lärmbelästigung in den Griff bekommen. Anrainer berichten, Ärzte hätten ihnen im Auftrag der Flughafenverwaltung Schlaftabletten verschrieben.
    Aber auch so führen die gesundheitschädlichen Auswirkungen des Fluglärms zu einem erhöhten Medikamentenverbrauch, wie eine deutsche Studie von Prof. Greiser zeigt: - Je lauter desto kranker

    1.9.2007 Einigung bei Wiener UNO-Klimagesprächen
    Unterhändler aus 158 Staaten haben sich gestern bei den UNO-Klimagesprächen in Wien grundsätzlich auf gemeinsame Ziele zum Klimaschutz geeinigt. Zum Abschluss der einwöchigen Konferenz verständigten sich die Teilnehmer prinzipiell darauf, dass die Industriestaaten den Ausstoß von Treibhausgasen bis 2020 um 25 bis 40 Prozent unter den Wert von 1990 senken sollen.  Österreich hat mit einem um 36% zu hohen CO2 Ausstoß aber noch nicht einmal die Kyoto Ziele erreicht  und hat daher dringend Handlungsbedarf. Eine 3. Piste wäre hier ein massiver Schritt  in die falsche Richtung, würde diese doch mit einer ungefähren Klimaschädlichkeit von einer Millionen Tonnen CO2 pro Jahr das Klima weiter anheizen.

    26.8.2007 Waldbrände in Südeuropa als Folgen des Klimawandels
    karger griechischer Berg brenntWieder wüten in Griechenland, Portugal und Italien riesige Waldbrände. Allein auf der griechischen Halbinsel Peloponnes kamen schon über 50 Menschen in den Flammen ums Leben, schuld daran dürfte nicht zuletzt der Klimawandel sein. So war nicht nur der Sommer extrem heiß, sondern auch der Winter viel zu trocken.

    22.8.2007 Preiskampf der Airlines auch bei Inlandsflügen beschleunigt den Klimawandel
    Skyeurope bietet ab Oktober auf der Strecke Wien-Innsbruck Billigflüge an. Das hat nicht nur Folgen für die ohnehin schon defizitäre AUA sondern auch für den Klimawandel, wird damit doch der wesentlich umweltfreundlicheren Bahn in ihrem Kerngeschäft massiv Konkurrenz gemacht. Verantwortlich dafür ist nicht zuletzt ein einseitig deregulierter Markt in dem Kerosin, Flugtickets und Flughafengrundstücke ebenso steuerfrei sind, wie die die Freisetzung von Lärm über dichtest besiedelten Gebieten.

    20.8.2007 EU-Beschwerde - EU-Vertragsverletzungsverfahren oder Nachholen der UVP

    Im EU-Verfahren wegen der unterlassenen Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für die in den letzten Jahren am Flughafen Wien durchgeführten Ausbaumaßnahmen versucht die Kommission nach dem Mahnschreiben vom 21. März 2007 nun gemeinsam mit der Bundesregierung eine Lösung zu finden, die mit den gemeinschaftsrechtlichen Vorschriften im Einklang steht. Zur Diskussion steht das Nachholen der UVP, um die Rechte der durch den Ausbau beeinträchtigten Bürgerinnen und Bürger wenigstens nachträglich zu wahren. Für die Kommission steht jedenfalls fest, dass Sanierungsbedarf besteht - sollte es zu keiner Einigung kommen, ist mit der Fortsetzung des Vertragsverletzungsverfahrens bis hin zu einer Klage beim Europäischen Gerichtshof zu rechnen. Die Rechtsanwälte Heger & Partner fordern in einer Presseaussendung Ausgleichmaßnahmen, Auflagen und die Offenlegung von Umweltinformationen
    Ein Artikel in der Kronenzeitung fasst die Problematik der Folgen der nicht durchgeführten UVPs unter dem Titel Trotz Sanierung und drohender Auflagen: Der Flughafen ist gut ausgestiegen zusammen.
    Der im Presseartikel zu lesende Kommentar von Staatssekretärin Kranzl deutet darauf hin, dass die Regierung das Fluglärmproblem noch immer nicht ernst nimmt.

    11.8.2007 Diskussion über eine Lärmsteuer
    Auch die SPÖ greift jetzt das Thema Fluglärm auf. So spricht sich Gemeinderat Valentin für eine Lärmsteuer aus. Auch wenn das sicher ein  Schritt in die richtige Richtung ist, so reichen die dabei angestrebten Ziele 10% der Flüge um die Hälfte leiser zu machen, sicher nicht aus, wenn gleichzeitig die Kapazität mit einer 3. Piste verdoppelt wird (Kommentar in der Kronenzeitung).  Auch ist der Flughafen schon dabei, diese Initiative in eine für ihn gewünschte Richtung zu lenken und spricht nur noch von lärmabhängigen Start- und Landegebühren als Zukunftsthema in einem Arbeitskreis. Die letzte Entscheidung darüber hätte aber der Infrastrukturminister, der die Lande und Startgebühren festsetzt. Dieser hat aber auch die Letztverantwortung über die Flugrouten, so dass er bereits jetzt die Möglichkeit hätte, etwas Entscheidendes gegen unnötigen Fluglärm zu unternehmen, in dem er die flugtechnisch unnötigen Flugrouten über Liesing und andere dicht besiedelte Gebiete, die sich nicht in unmittelbarer Flughafennähe befinden, durch Alternativen ersetzt, bei denen  um Größenordnungen weniger Menschen betroffen sind (Mail an Bundesminister Faymann in dem die Rücknahme der  Flugroute über Liesing gefordert wird).

    7.8.2007 Mailwechsel zu den Fragen warum deutlich weiter stadteinwärts geflogen wird, Position der Flugroute und FANOMOS online
    Mit Unterstützung des Volksanwalts ist es gelungen, vom Flughafen endlich eine Antwort auf die Frage zu erhalten, ob die weiter stadteinwärts beobachteten Überflüge mit einer Verlegung der Flugroute nach Norden in Zusammenhang steht. In der ziemlich genau 2 Monate nach der 1. Anfrage erhaltenen Antwort wird ausdrücklich betont, dass die Flugroute nicht nach Norden verschoben wurde. Die beigelegte, leicht als widersprüchlich zu interpretierende Auswertung führte zu einem Brief an den Volksanwalt mit einer detailierten Analyse dieser Auswertung, die zeigt wie wichtig der unbehinderte Zugang zu den FANOMOS Daten ist und einer Antwort des Flughafens mit Erläuterungen, einer Beschreibung wie man die genaue Position der Flugroute erhält und der Ankündigung FANOMOS im Herbst online verfügbar machen zu wollen (Rückantwort an den Flughafen)

    29.7.2007 Fluglärmmessungen
    Wie leider erst im Nachhinein zu erfahren war, haben in Liesing vom 5. Juli bis 25. Juli 2007 wieder Fluglärmmessungen stattgefunden, diesmal in der Wettengelgasse 31 und der Zemlinskygasse 63/65 (Maurer Berg unterhalb der Himmelswiese). Laut Herrn Horak ist auch eine permanente mobile Messstelle geplant, für die aber noch ein Standort gesucht wird. Diese sollte die üblichen "Zufälle" bei der Lärmmessung ausschließen, die auch diesmal zu bemerken waren. So war nach dem 25. Juli wieder ein signifikantes Ansteigen des Fluglärms zu beobachten. Da die Flugroute über Liesing aber ohnehin jeglicher vernünftigen Logik widerspricht, ist zu hoffen, dass auch die Lärmmessstellen mangels Flugroute bald nicht mehr benötigt werden.

    4.7.2007 Klimakiller Flugverkehr - Global 2000 gegen die 3. Piste
    Mit einer spektakulären Aktion demonstrierte GLOBAL 2000 am 4. Juli 2007 am Flughafen Wien-Schwechat gegen den stark zunehmenden Flugverkehr. AktivistInnen von GLOBAL 2000 deckten die Anzeigetafel mit dem Slogan "Due to climate change: all flights cancelled" ab. Weitere GLOBAL 2000-AktivistInnen entrollten in der Abflughalle ein Transparent mit der Aufschrift Klimawandel: "Keine 3. Startbahn!". - Mehr...

    27.6.2007  Treffen der parteiunabhängigen BI Liesing gegen Fluglärm und gegen die 3. Piste mit der ÖVP

    Auch das dritte Treffen unserer Informationsinitiative für die zuständigen Politiker verlief ganz gut. Diesmal trafen wir uns als zehnköpfige Delegation im Rathausclub der ÖVP mit Herrn DI Stiftner (roman.stiftner@oevp-wien.at) und einigen seiner Parteikollegen zusammen, konnten aber auf Grund des für dieses Themas recht knapp bemessenen Zeit nur den Großteil der Themen ansprechen und diese teilweise auch nur andiskutieren.
    Das Treffen mit der SPÖ ist erst nach den Sommerferien geplant.

    25.6.2007 Verlegung der Flugroute über Liesing nach Norden?
    Nachdem trotz mehrmaligen Nachfragens von vielen Seiten vom Flughafens und der Austro Control noch immer keine Antwort gibt, geht jetzt auch der Volksanwalt der Frage nach, warum deutlich weiter stadteinwärts geflogen wird.

    8.6.2007 Treffen der BI Liesing
    Das Treffen des harten Kerns der BI Liesing konnten wir recht erfolgreich für den internen Informationsaustausch und die Abstimmung der weiteren Vorgangsweise nutzen. Interessant waren neben der recht kritischen Stellungnahme des Lebensministeriums zur UVE auch die Diskussion über eine Studie über die von der Flugroute und Tageszeit abhängigen externen Kosten die Flüge verursachen, welche sich für Wien jetzt schon zu einem 3 stelligen Millionen Euro-Betrag addieren. Da unser Treffen diesmal unter freien Himmel statt gefunden hat, konnten wir life beobachten, wie zahlreiche Flugzeuge im Lauf des Abends direkt über Mauer geflogen sind, um dann sofort nach Norden (Richtung Stockerau) abzuschwenken, wodurch die Bewohner von 2 Seiten durch Lärm und krebserregende Immissionen belastet werden.

    7.6.2007  
    Stellungnahme des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft zur UVE
    Die Stellungnahme des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft zur UVE fällt sehr kritisch aus - hier einige Zitate:
    5.6.2007 Leserbrief im Kurier - Nachtfluglärm als Entschuldigungsgrund für das Versäumen der 1. Stunde?
    Im Zusammenhang mit den zusätzlichen Lärmstörungen, die durch die unsinnigerweise im Sommer stattfindenten Wartungsarbeiten am Flughafen begründet werden, konnte auch das Thema Nachtflüge nach 21h über Liesing angesprochen werden.

    2.6.2007 Neue Karte mit den in Zusammenhang mit der 3. Piste geplanten Flugrouten, lässt das wahre Ausmaß der geplante Fluglärmhölle über Liesing erkennen

    Eine Karte mit den in der UVE für die 3. Piste eingereichten Flugrouten lässt für Liesing das Schlimmste befürchten, da die meisten, wenn nicht alle Starts von der 3. Piste Richtung Westen über Liesing gehen würden:

    Bei entsprechender Nutzung der mit der 3. Piste möglichen Kapazität, ist die bisher angenommene Anzahl von durchschnittlich bis zu 150 Starts, die täglich über Liesing hinwegdonnern würden, vermutlich eher die Untergrenze. 

     

    2.6.2007 Nächste Treffen
    Das nächste Treffen findet am Freitag, den 8.6.um 19h in Brandauer`s Bierhaus Mauer (im Gastgarten, bei Schlechtwetter in der Lobby) statt. Von der ÖVP haben wir jetzt  auch schon eine Terminzusage (27.6. um 19h in der Umgebung des Rathauses). Mit der SPÖ gibt es auch bereits erste Kontakte für einen Informationsaustausch.

    16.5.2007 Treffen der parteiunabhängigen BI Liesing gegen Fluglärm und gegen die 3. Piste
    Auch das zweite Treffen unserer Informationsinitiative für die zuständigen Politiker verlief wieder recht erfolgreich. Diesmal waren Mag. Rüdiger Maresch,Verkehrssprecher der Wiener Grünen, der in der Frage des Fluglärms auch für die Bundespartei spricht (ruediger.maresch@gruene.at), Georg Irsa, der Bezirkssprecher der Liesinger Grünen (georg.irsa@gruene.at) und Maria Hofbauer, von den Liesinger Grünen, die sich speziell um das Problem des Fluglärms im Bezirk kümmert (maria.hofbauer@gruene.at),  zu Gast. Neben den Forderungen der BI Liesing wurden auch viele andere Fragen rund um das Thema Fluglärm auf hohem Niveau diskutiert, sowie die Möglichkeiten erörtert, sich dagegen zu wehren und die 3. Piste zu verhindern.
     
    Als nächstes laden wir die Vertreter der ÖVP und der SPÖ zum Informationsaustausch ein, da wir uns die Unterstützung aller Parteien wünschen - näheres dazu unter Termine. Nach Abschluss aller Treffen, werden wir die Haltung aller 4 Parteien zu den verschiedenen Fragen rund um das Thema Fluglärm, Emissionen und Flugrouten über Liesing und andere dicht besiedelte Gebiete miteinander vergleichen und auf der Homepage veröffentlichen.

    28.4.2007 UVP-Verfahren - 3. Piste - DVD mit Umweltverträglichkeitsprüfung verfügbar
    Die AFLG hat jetzt die vollständige Umweltverträglichkeitserklärung der Flughafens in elektronischer Form verfügbar. Interessierte die bereit sind, für einen kleinen Teilbereich auch die Ausarbeitung von Fragen und Gegenargumenten zu übernehmen, erhalten diese kostenlos zugesandt. Anfragen dazu bitte an flug@schiebl.at.

    27.4.2007 Wiener Gemeindepolitiker entscheiden gegen die vom Fluglärm Betroffenen
    Die offensichtlich fragwürdige Rechtssituation hat die FPÖ zum Anlaß genommen einen sofortigen Baustop für den weiteren massiven Ausbaus des Flughafens zu beantragen, der mit den Stimmen der SPÖ und der ÖVP abgelehnt wurde. Die ÖVP reagiert auf den Antrag der FPÖ empört, weil Ihrer Ansicht mutwillig Tausende Arbeitsplätze aufs Spiel gesetzt werden (Presseaussendung).  Sieht man sich aber den Geschäftsbericht des Flughafens 2006 an, so kann man aber daraus herauslesen, dass bei der Flughafen Wien AG  im letzten Jahr trotz einer beachtlichen Steigerung der Flugbewegungen gerade 5 neue Arbeitsstellen im Airport Bereich geschaffen wurden (1,3 Prozent Zuwachs bei insgesamt 387 neuen Mitarbeitern im Geschäftsjahr 2006, von denen die meisten im Security Bereich angestellt wurden). 

    20.4.2007 Homepage der Gemeinde Wien verbreitet noch immer alte Fehlinformationen
    Auf der Homepage der Gemeinde Wien werden die neuen Flugrouten über Liesing als Fortschritt für die Betroffenen Liesinger verkauft, was einer unglaublichen Verdrehung der Tatsachen gleichkommt.

    16.4.2007 Österreichischer Klimagipfel
    Arbeiterkammerdirektor Werner Muhm kritisiert die Befreiung des Flugtreibstoffs Kerosin von der Möst und die Befreiung der Flugtickets von der MWSt als anachronistisch und fordert eine Abschaffung im Rahmen der EU. Nationalratsabgeordnete Bayr fordert die Einbeziehung der Emissionen des Flugverkehrs in den Emissionshandel - Videoclips dazu auf der Homepage des Bundeskanzleramts.

    15.4.2007 Bürgerinitiativen legen jetzt dem Infrastrukturmisterium ihre Forderungen vor
    Neben der Forderung die Grenzwerte für Fluglärm nicht noch weiter zu erhöhen,  wurde eine Priorisierung von lärmschonendes Fliegen über Wirtschaftlichkeitsüberlegungen gefordert, damit nicht weiterhin über die am dichtest besiedelten Gebiete wie z.B. auch  Liesing geflogen wird, nur um einen Umweg von 1-2 min zu ersparen. Bericht in der Kronenzeitung vom 15.4.

    13.4.2007 Petition "Stoppt den Fluglärm und den Bau der 3. Piste am Flughafen Wien"
    Auch im Internet besteht seit kurzem die Möglichkeit sich unbürokratisch gegen den unzumutbaren Fluglärm in Wien und Umgebung zu wehren und eine entsprechende Petition analog zu der Hundstrümmerlaktion zu unterschreiben. http://www.ipetitions.com/petition/keinepiste3  - bitte den Link auch Freunden und Bekannten weiterleiten.

    12.4.2007 EU leitet Vorerhebung wegen fehlender Umweltverträglichkeits-Prüfungen am Flughafen ein
    Die Beschwerde bei der EU gegen den gigantischen Ausbau des Flughafens,  der ohne Durchführung der erforderlichen Umweltverträglichkeitsprüfungen, zu einer unzumutbare Lärmbelastung 100.00er Menschen geführt hat,wird in Brüssel ernst genommen. So sind die Untersuchungen der EU-Kommission diesbezüglich bereits im Vorehebungsstadium und bis Ende April  muss das Umweltministerium erklären, wie es möglich ist, dass der Flughafen Wien seit 1996 ein gigantisches Ausbauprogramm verwirklicht und mit gezielter Tarifpolitik und Marketingmaßnahmen Wien zu einem Drehkreuz entwickelt hat, ohne diesen Ausbau davor auf seine Umweltverträglichkeit zu überprüfen. Die Beschwerde wurde von Frau Dr. Heger und ihren Mitarbeitern ausgearbeitet und etwa 30 BIs u.a. auch von der "BI Liesing gegen Fluglärm und gegen die 3. Piste unterstützt." Presseaussendung und Zeitungsberichte dazu sind auf der AFLG Homepage zu finden. 

    11.4.2007 Treffen der parteiunabhängigen BI Liesing gegen Fluglärm und gegen die 3. Piste
    Das erste Treffen unserer Informationsinitiative für die zuständigen Politiker verlief recht erfolgreich. So wurden viele sehr interessante Fakten rund um das Thema vermeidbaren Fluglärm und gesundheitsschädliche Emissionen durch Flugzeuge ("Bronchialkarzinom durch Feinststaub") präsentiert und u.a. auch mit Toni Mahdalik von der FPÖ diskutiert, der in dieser Frage seine gesamte Partei vertreten hat. Der Ex-Profi Fußballer unterstützt auch die Forderung der BI, über dicht besiedelte Gebiete wie  Liesing nicht mehr zu starten.
    Als nächstes laden wir die Vertreter der Grünen, der ÖVP und der SPÖ zum Informationsaustausch ein, da wir uns die Unterstützung aller Parteien wünschen - näheres dazu unter Termine. Nach Abschluss aller Treffen, werden wir die Haltung aller 4 Parteien zu den verschiedenen Fragen rund um das Thema Fluglärm, Emissionen und Flugrouten über Liesing und andere dicht besiedelte Gebiete miteinander vergleichen und auf der Homepage veröffentlichen.

    7.4.2007 Aus für nächtliche Vermessungsüberflüge in Wien?
    Laute Presse Artikel vom 7.5 stoppt die Austro Control vorübergehend die nächtlichen Vermessungsflüge über Wien, nach dem sich die Einwohner des 18. Bezirks über Fluglärm ab 3:30 in der Früh beschwert hatten. Vermessungsflüge zeichnen sich durch penetranten Lärm mitten in der Nacht aus, Grund ist dass die Austro Control bisher immer mehr Rücksicht auf den Flugverkehr als auf die betroffenen Menschen genommen hat und daher diese mitten in der Nacht durchführen lässt. Es ist auch zu hoffen, dass Beschwerden die aus dem 23. Bezirk kommen, in Zukunft ebenso ernst genommen werden.

    7.4.2007 Politischer Widerstand gegen die 3. Piste wächst
    Die Zahl der Politiker die sich im Süden Wiens gegen die 3. Piste zur Wehr setzen wächst kontinuierlich und umfasst bereits fast alle Bürgermeister des Bezirks Mödling und Politiker in Hetzendorf. Näheres dazu unter Presse. Um auch die Politiker auch für Liesing zu sensibilisieren, startet die BI Liesing jetzt eine Informationsinitiative und lädt bis zum Sommer die zuständigen Politiker aller 4 großen Parteien nach und nach zu ihren Treffen ein.

    31.3.2007 Flugroute über Liesing und eingereichte Positionierung der 3. Piste im Widerspruch zum Gesetz?
    Sowohl die Abflugroute über das dicht besiedelte Liesing als auch die Positionierung der 3. Piste Richtung Wien sind, offensichtlich nicht im Sinnes des Gesetzes, in dem es z.B. im § 3 der Luftverkehrsregelung heißt :
     
    Durch den Betrieb eines Luftfahrzeuges oder Luftfahrtgerätes darf keine größere Behinderung oder Belästigung, insbesondere kein größerer Lärm, verursacht werden, als es der ordnungsgemäße Betrieb des Luftfahrzeuges beziehungsweise des Luftfahrtgerätes unvermeidbar mit sich bringt.

    Auch wenn es hier konkret eher um technisches Maßnahmen geht, ist doch der Ansatz, dass unnötiger Fluglärm vermieden werden muss, klar zu erkennen.

    Da es zu den Flugrouten über das dicht besiedelte Liesing sehr wohl Alternativen über unbesiedeltes oder fast nicht besiedeltes Gebiet gibt, bei denen auch um Größenordnungen weniger Menschen vom Lärm betroffen sind, könnte der überwiegende Großteil der Lärmbelästigung eigentlich vermieden werden.  Daher müssten diese Starts und Landungen über Liesing, von denen etwa 100.000 Menschen betroffen sind, so schnell als möglich durch Alternativen ersetzt werden, bei denen dicht besiedeltes Gebiet so weit als möglich umflogen wird!

    Gleiches gilt für die Schnapsidee die geplante 3. Piste Richtung Wien auszurichten, für die es auch keine Wind- und damit flugtechnisch bedingte Notwendigkeit gibt. Vielmehr gibt es auch eine lärmschonendere Alternative.

    16.3.2007 Pickerl für Produkte die geflogen wurden
    Die Agrar Markt Austria (AMA) forderte bei einer Pressekonferenz, eine Kennzeichnung für besonders CO2-intensive Produkte auch hier zu Lande einzuführen. Um für mehr Problembewusstsein zu sorgen, will die AMA zwei Kennzeichnungen im Handel etablieren: Ein Pickerl, das darauf hinweist, dass ein Produkt "geflogen" wurde, wäre sofort zu bewerkstelligen, sollten die Lebensmittelketten dazu bereit sein, sagte AMA-Marketing-Chef Stephan Mikinovic. Auf der zweiten Kennzeichnung, die die AMA vorschlägt, soll eine CO2-Bilanz ablesbar sein. Umweltminister Josef Pröll (ÖVP) unterstützt das Anliegen und will mit dem Handel Gespräche führen. mehr...

    14.3.2007 Treffen der BI Liesing gegen Fluglärm in Inzersdorf
    Beim gut besuchten Treffen im Gashaus Koci wurden die um Bevölkerungsdichteinformation angereicherten Luftkarte der Umgebung von Wien verteilt und die daraus für jeden ersichtliche Unsinnigkeit der  Flugrouten über Wien-Liesing besprochen, deren sofortige Abschaffung einhellig gefordert wurde. Weiters wurden der Ablauf des UVP Verfahrens zur 3. Piste von den anwesenden Juristen relativ detailliert erklärt und diskutiert, welche Möglichkeiten es gibt, um dort Parteienstellung zu erlangen. Die juristische Nichtrelevanz des so genannten "Mediationsvertrags" wurde ebenfalls angesprochen und klar einer möglichen Mediation im UVP-Verfahren mit allen Parteien gegenübergestellt, die zum Unterschied zur Flughafenmediation nicht nur eine Worthülse bleiben dürfte.

    5.3.2007 Bundesminister Pröll fordert EU-weite Kerosinsteuer und den Verzicht auf Fernreisen
    Im Frühjournal hat Bundesminister Pröll aus Gründen der Kostenwahrheit eine EU-weite Steuer auf Flug- und Schiffstreibstoffe gefordert. Außerdem rät er den Österreichern auf Grund der katastrophalen Klimabilanz von Flugreisen, auf Fernreisen zu verzichten. Laut Ö1 wird in den EU-Gremien auch darüber diskutiert, um wie viel der Flugverkehr seinen CO2 Ausstoß senken muss. Greenpeace fordert ein Verbot der extrem umweltschädlichen Billigflüge.

    In diesem Zusammenhang wäre es auch wirtschaftlich vemutlich das Vernünftigste, die Pläne für die 3. Piste sofort einzufrieren - zumindest wenn man davon ausgeht, dass der Flughafen diese Investition auch selbst erwirtschaften muss. Aber vielleicht ist der Flughafen ja auch der Meinung, dass wir Steuerzahler uns eine massive Steigerung des Fluglärms selber finanzieren sollten?!!

    1.3.2007 Umweltverträglichkeitserklärung (UVE) zur 3. Piste
    Der Flughafen Wien hat am 1.3. die so genannte Umweltverträglichkeitserklärung (UVE) für das Projekt "Parallelpiste 11R/29L" (3. Piste) bei der Abteilung Umweltrecht beim Amt der NÖ Landesregierung zur Prüfung nach dem UVP-Gesetz 2000 eingereicht. Genau genommen müsste es eigentlich Umweltunverträglichkeitserklärung heißen, aber Papier ist bekanntlich geduldig.

    Die UVE ist der erste Schritt des UVP-Verfahrens zur 3. Piste, dessen öffentlicher Teil vermutlich im Sommer beginnt. Die 3. Piste wird nur gebaut werden, wenn diese im UVP-Verfahren genehmigt wird und sich diese Kapazitätserhöhung dann noch für den Ausbau als Umsteige- und Frachttransitflughafen finanziell rechnet. Würde die geplante 3.Piste so umgesetzt,   würde das vermutlich zu einer bisher unvorstellbaren Verschlechterungen für die Liesinger Bevölkerung führen (siehe geplante Fluglärmhölle Liesing) . Auch die Auswirkungen auf die Klimabilanz sind fatal.  In einem objektiven Umweltverträglichkeitsprüfungs-Verfahren sollte es daher möglich sein, über die AFLG den überdimensionierten Ausbaus des Flughafens zu verhindern und auch die Unsinnigkeit der Abflugroute über Liesing zu thematisieren.

    17.2.2007 neu erstellte  Karten zeigen auf, dass die im Mediationsvertrag beschlossenen Änderungen zu mehr statt zu weniger Fluglärmbetroffenen führen
    Es gibt jetzt  erstmals eine Karte,  in der der Flughafen inkl. geplanter 3. Piste im Kontext mit einer um die Bevölkerungsdichteinformation angereicherten Luftkarte der Umgebung von Wien zu sehen ist. Durch die Luftbilder, welche ausgedehnte Felder im Norden, Osten und Süden des Flughafens zeigen, wird deutlich, dass es zu einer Flugroute die über Liesing nach Stockerau führt, eine ganze Menge Alternativen gibt, deren einziger Nachteil zu sein scheint, dass diese unter Umständen einen kleinen Umweg bedeuten und deshalb möglicherweise etwas teuerer sind. 
     
    geplante Fluglärmhölle Liesing
    Die neue graphische Darstellung der 3. Piste und der Pistenaufteilung aus dem so genannten Mediationsvertrag zeigt, dass es sich um eine Schnapsidee handelt : Fast alle Starts sollen dann über das dichtest besiedelteste Gebiet Österreichs (Wien Süd und Mödling Umgebung) geführt werden, womit eine maximale Anzahl von Betroffenen sichergestellt wäre. Was das für Liesing bedeuten würde, wird im Mediationsvertrag bewusst offen gelassen - 100-150 Starts wären aber realistischerweise zu befürchten. Letzteres bedeutet 7,5h  (einen Arbeitstag) lang 20 Überflüge pro Stunde d.h. alle 3 min das Dröhnen eines startenden Flugzeugs oder eine Dauerbeschallung in den Morgen- und Abendstunden, die dann noch durch das Pfeifen der landenden Flugzeuge komplettiert werden würde.

    14.2.2007 Treffen in Mauer
    Bei unserem Treffen sind nicht nur recht kurzfristig einige neue und sehr engangierte Mitstreiter gekommen, wir haben auch beschlossen das Forum und die Homepage weiter auszubauen. Die beiden nächsten Treffen finden am 14.3. und 11.4. statt.

    14.2.2007 Antwort des Umweltministeriums auf Fragen zum Flugverkehr
    Die raren Antworten des Umweltministeriums zum Thema Klimaschutz und Kostenwahrheit im Flugverkehr zeigen, dass das Umweltministerium mehr dazu dient, die Wirtschaft vor der Umwelt und den Einschränkungen, die ein konsequenter Umweltschutz erfordern würde, zu schützen als umgekehrt. Das wird nicht nur an einem kommentierten Beispiel deutlich, vielmehr versucht das Umweltministerium wieder einmal gleich auch die Gesetzesänderungen im Bereich des Fluglärms, die mehr Fluglärm erlauben als Erfolg für die Bürger darzustellen.

    9.2.2007 Bundeskanzler Gusenbauer für EU-weite Kerosin-Steuer
    Bundeskanzler und SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer hat sich für eine europäische Kerosinsteuer ausgesprochen, um mit den Einnahmen schrumpfende nationale Einnahmen auszugleichen. Auf verschiedene Anfragen an Minister Pröll betreffend dieser und anderer Maßnahmen gegen den - nicht zuletzt durch den Flugverkehr verursachten - Klimawandel, gab es bis auf den Hinweis, dass im Rahmen des EU Umweltrates am 20.2. bereits eine erste Orientierungsdebatte zur Frage Einbeziehung des Flugverkehrs in den Emissionshandel stattfinden wird, noch keine ernsthaften Antworten.

    20.1.2007 Flugverkehr sorgt für alarmierenden Anstieg von Treibhausgasen - 3. Piste in die KisteWolkenbildung durch Kondensstreifen
    Laut VCÖ verursacht der Flugverkehr 2,14 Mio. Tonnen CO2, die so negativ wirken wie rund 5,7 Mio. Tonnen CO2 des Straßenverkehrs. Alleine damit schon ist der Flugverkehr für mehr als ein Viertel der vom österreichischen Verkehr verursachten Klimaerwärmung durch CO2 verantwortlich. Dazu kommt dann noch der Wasserdampf, der zu Kondensstreifen und Wolken führt (siehe Foto mit 2 sich verbreitenden Kondensstreifen). Einer weiteren Zunahme des Flugverkehrs sollte deshalb schon aus Klimaschutzgründen dringend entgegengesteuert werden. Die Pläne für den weiteren Ausbau des Flughafens als Umsteigeflughafen und für eine 3. Piste, welche eine Verdoppelung bis Verdreifachung der Flugbewegungen im Raum Wien ermöglicht, sollten daher sofort dorthin transferiert werden, wo die Umwelt vor ihnen am sichersten ist - in den Reißwolf.

    19.1.2007 Klimawandel im Fernsehen

    Zwischen Sonntag, dem 21., und Samstag, dem 27. Jänner 2007, stehen zahlreiche Filme, Dokumentationen und Diskussionsrunden ganz im Zeichen des Klimawandels und seiner möglichen Auswirkungen. Insgesamt 30 Sendungen und damit rund 20 Stunden stehen ORF 1 und ORF 2 ab 21. Jänner im Zeichen des "Themenschwerpunkts: Klimawandel",  an dem die Emissionen des Flugverkehrs laut Global 2000 einen überproportionalen Anteil aufweisen  - ORF-Programmüberblick
    Um den Sendungsmachern ein Mail mit  ihrer Meinung zur Rolle des Flugverkehrs bei der Klimaerwärmung zu schicken,  klicken Sie einfach diesen Mail-Link an.

    19.1.2007 Lärmmessung in der Wettengelgassse
    WindbeeinflussungsmaschineSeit etwa 10.1.2007 findet in der Wettengelg. 29 eine Lärmmessung statt, gleichzeitig hat der Fluglärm dort angeblich drastisch abgenommen. Möglicherweise handelt es sich also bei dem dort aufgestellten Gerät in Wirklichkeit um eine neuartige Windbeeinflussungsmaschine, die die Windrichtung so abändert, dass dort keine Flugzeuge mehr fliegen. Die Erfahrungen an anderen Orten damit sprechen jedenfalls für diese Hypothese.;-)  ORF-Kameras haben übrigens einen ähnlichen Effekt.



    13.1.2007 neuer Verkehrsminister
    Der neue Verkehrsminister Werner Faymann  ist Liesinger (Zitat "In Wien fühle ich mich am wohlsten in... Liesing, weil das mein Heimatbezirk ist, er viel Grün bietet."). Wir können daher hoffen, dass er neben den im Regierungsübereinkommen auf Seite 64/65 niedergeschriebenen Wünschen des Flughafens auch  die Liesinger Bevölkerung berücksichtigt, für die eine 3. Piste eine Katastrophe wäre, da 2/3 aller Starts Richtung Liesing gehen würden.

    6.1.2007 neue BI für Liesing Online

    Die BI "Liesing gegen Fluglärm und gegen die 3. Piste" ist eine unabhängige Bürgerinitiative, die sich als Kommunikationsplattform für Liesing rund um das Thema Fluglärm, sowie als regionale Unterstützung der AFLG versteht. Diese Bürgerinitiative ist weder an den Mediationsvertrag noch an andere Abmachungen mit dem Fluhafen gebunden und kann sich daher ohne Einschränkung für die Liesinger Fluglärmbetroffenen einsetzen. Ausgangssituation und Ziele...