Ausgangssituation
Der 23. Wiener Gemeindebezirk, Liesing, war mit vielen teuren
Wohngebieten in "Grünruhelage" (Mauer, Rodaun, Kalksburg,
Siebenhirten, Alt- und Neu-Erlaa)
und einem Naherholungsgebiet (Mauerer Wald) für die Ansiedlung von
ruhebedürftigen Menschen besonders attraktiv.
Im Rahmen der
agressiven Expansionspolitik des Wiener Flughafens wurde mit
Wirksamkeit 1.4.2004 eine Abflugroute über Liesing gelegt,
die - hinter vorgehaltener Hand - mit der schwierigen Situation der
damals noch eigenständigen AUA begründet wurde. Der
Beschluss dazu erfolgte in einem so genannten "Mediationsverfahren"
in Abwesenheit eines Vertreters der Betroffenen und ohne
Vorabinformation der Betroffenen. Gegen diese neue Abflugroute wurden
10.000 Unterschriften gesammelt. Trotzdem ist es aber bisher nur zu
marginalen Verbesserungen gekommen. Weiters wurde aber inzwischen auch
Landerouten über
den 23. Bezirk gelegt, sodass zum Dröhnen der startenden Flugzeuge
auch das Pfeifen der landenden Flugzeuge hinzukommt.
Da die geplante
3. Piste ebenso wie die 1. Piste auf Liesing zielt, wäre im Falle des Baus dieser
neuen Piste mit dramatischen Verschlechterungen der Situation zu
rechnen. Nach der im so genannten Mediationsvertrag
festgelegten vorläufigen Pistenverteilung würden 66,7% aller
Abflüge über die Piste 29R und 29L und damit Richtung Liesing
starten.
Ziele der parteiunabhängigen Bürgerinitiative "Liesing gegen Fluglärm und gegen die 3. Piste"
Die Bürgerinitiative "Bürgerinitiative "Liesing gegen
Fluglärm und gegen die 3. Piste" ist eine parteiunabhängige
Plattform mit den folgenden Zielen:
-
Rücknahme aller Flugrouten über Liesing
- kein Bau einer 3.Piste
Diese Ziele sind nicht gegeneinander abtauschbar, da eine 3. Piste
zwangsläufig auch zu einer Verschlechterung der Situation
führen wird
Vorgangsweise
- Öffentlichkeitsarbeit in den Medien auf Basis fundierter Informationen (Presseaussendungen)
- Mails an und Gespräche mit Politikern
- Informations-, Diskussions- und Protestveranstaltungen
- Zusammenarbeit mit allen Betroffenen, BIs, NGOs, Medien und
politischen Parteien, die an der Lösung des Fluglärmproblems
in Liesing interessiert sind