Fluglärmkonflikt jetzt auf EU-Ebene

Von Mathias Ziegler

Aufzählung Bürgerinitiativen beschweren sich nun bei EU-Kommission.

Wien/Schewchat. Die Ausbaupläne des Wiener Flughafens haben die Bürgerinitiativen (BI) erneut auf den Plan gerufen. Nach der Gründung einer neuen BI in Wien-Favoriten (die "Wiener Zeitung" berichtete) wenden sich die Fluglärmgegner nun an die EU-Kommission.

In der Beschwerde (Geschäftszahl SG/CDC/2006/ A/7840) wird kritisiert, dass "der Flughafen von jeglicher Umweltverträglichkeitsprü fung unbehelligt blieb, obwohl seit 1994 in Österreich ein Gesetz besteht, das für Projekte mit Auswirkungen auf die Umwelt eine zwingende UVP vorsieht", so Susanne Heger vom "Verein Bürgerinitiative gegen Fluglärm in Wien West".

Weder das Ausbaupro gramm seit 1996 (Pier West, Verlängerung Piste 11/29) noch der "Masterplan 2015" (Ausweitung von Pisten und Abstellflächen, neue Parkhäuser, Tower, Terminal Skylink etc.) seien einer UVP unterzogen worden, kritisieren die BI-Vertreter – und das, obwohl "der Flughafen in unmittelbarer Nachbarschaft zur Stadt Wien, zu dicht besiedelten Gemeinden und zum Nationalpark Donau-Auen liegt".

"Keine UVP notwendig"

Laut Flughafen-Sprecherin Brigitta Pongratz war "für die bisherigen Ausbauten gar keine UVP notwendig". Sämtliche Bauvorhaben am Flughafen seien nach bestehenden Vorgaben durchgeführt worden. "Erst für den jetzt geplanten Bau einer dritten Piste brauchen wir eine UVP", so Pongratz.

Gesamter Text der EU-Beschwerde: http://www.14gegenflieger.at

Mittwoch, 08. November 2006

Originallink: http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=3940&Alias=wzo&cob=255774