From: "Robert" <robert11@aon.at>
Subject: =?Windows-1252?Q?Info_=FCber_Luftfahrts-und_UVP-Gesetzesnovellen?=
Date: Tue, 18 Jul 2006 23:07:27 +0200
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Sehr geehrte Frau Aschenbrenner-Faltl,

danke f=FCr Ihre Nachricht und Ihre positive Reaktion auf unsere =
Bem=FChungen, gemeinsam mit Betroffenen die von Regierungsparteien und =
SP=D6 "in Handstreich" geplante Festschreibung von =
Flugl=E4rm-Grenzwerten im Luftfahrtgesetz bzw. UVP-Gesetz zu verhindern. =
Im Handstreich deshalb, weil im Verkehrsausschu=DF ja nur ein v=F6llig =
inhaltsleerer "Platzhalter"-Antrag vorgelegt wurde, die tats=E4chlichen =
Ma=DFnahmen hingegen mit einem Ab=E4nderungsantrag ohne Begutachtung in =
letzter Minute im Nationalrats-Plenum den Abgeordneten vorgelegt werden =
sollte.

Der Widerstand hat teilweise Wirkung gezeigt. Vergangenen Donnerstag =
wurde schlie=DFlich eine deutlich ver=E4nderte Regelung im Parlament =
eingebracht. Nach diesem Antrag sollten die angestrebten Ma=DFnahmen =
"nur" in allgemeiner Umschreibung in das Luftfahrtgesetz aufgenommen =
werden, f=FCr das UVP-Gesetz wurden die entsprechend n=F6tigen Verweise =
vorgesehen. Die konkreten Grenzwerte und Berechnungsmethoden sollen nun =
erst in einer einvernehmlich von Verkehrs- und UmweltministerIn zu =
erlassenden Verordnung festgelegt werden; allerdings hat die vorgelegte =
Gesetzes=E4nderung mit ihren sehr detaillierten Erl=E4uterungen den =
Spielraum f=FCr diese Verordnung bereits sehr weitgehend eingeengt. Die =
Regelung gilt im =FCbrigen f=FCr alle Flugh=E4fen in =D6sterreich, nicht =
wie im Vorfeld wiederholt seitens der Bef=FCrworter behauptet nur f=FCr =
Wien-Schwechat.=20
Dieser Ab=E4nderungsantrag wurde unmittelbar vor Schlu=DF der Debatte zu =
diesem Tagesordnungspunkt im Nationalrat eingebracht, was zur =
Seriosit=E4t des Vorgehens wohl alles sagt. Bei der Abstimmung des =
Platzhalters und des Ab=E4nderungsantrags haben =D6VP, FP=D6, BZ=D6 und =
SP=D6 geschlossen zugestimmt, die Gr=FCnen haben beides =
selbstverst=E4ndlich abgelehnt. Sie finden diesen Ab=E4nderungsantrag =
beiliegend. Ein Blick in das noch nicht vorliegende Stenographische =
Protokoll dieser Sitzung (160.Sitzung der XXII.GP, Debatte zu =
Tagesordnungspunkt 8-10) nach seiner Ver=F6ffentlichung ist f=FCr Sie =
und Ihre Mitstreiter sicher ebenfalls aufschlu=DFreich.=20
Da=DF die geplante Verordnung erstens einer =F6ffentlichen Begutachtung =
unterzogen und zweitens erst nach der Wahl erlassen werden soll, war =
zwar informell zu erfahren, ist aber nirgends offiziell festgehalten; =
auch hier ist also weitere Wachsamkeit von uns allen geboten.

Was Ihre Fragen betrifft, so wurden die Grenz-/Schwellenwerte beim =
Umgebungsl=E4rm"schutz"gesetz ebenfalls in einer zugeh=F6rigen =
Verordnung aufgenommen. Unser Argument in diesem Zusammenhang war in den =
letzten Wochen stets, da=DF es unabh=E4ngig von der konkreten v=F6llig =
=FCberzogenen H=F6he der Grenzwerte in dieser L=E4rmschutzverordnung =
ungeh=F6rig ist, die Sanierung bestehender Probleme durch Flugl=E4rm und =
die Verhinderung zus=E4tzlicher Probleme durch Aus- oder Neubauprojekte =
=FCber einen Kamm zu scheren. Hier geht es im Gegenteil um zwei =
verschiedene Paar Schuhe, weshalb bei Neuprojekten und deren Pr=FCfung =
nat=FCrlich deutlich niedrigere Grenzwerte anzusetzen w=E4ren. Da=DF =
L=E4rmauswirkungen eines Flughafens keinesfalls nur durch Ma=DFnahmen =
bei den Betroffenen, sondern zuerst durch Ma=DFnahmen an der Quelle, wie =
Begrenzung von Flugbewegungen und entsprechende Flugrouten, =
einzud=E4mmen sind, wenn die Lebensqualit=E4t der Betroffenen nicht =
unzumutbar belastet und Garten, Terrasse etc. nicht "Sperrzone" sein =
sollen, haben wir selbstverst=E4ndlich artikuliert. Auf diesem Ohr sind =
die Bef=FCrworterInnen des m=F6glichst ungehinderten weiteren Ausbaus in =
Schwechat (und anderswo) aber sichtlich taub, hier regieren von der =
SP=D6 bis zum Minister und Staatssekret=E4r der Shareholder Value der =
Flughafen AG und die Interessen der Aviation Group.=20

Von Politik als Ausgleich von Interessen habe ich in meiner langen =
Laufbahn als Verkehrspolitikerin kaum je einmal so wenig gesp=FCrt wie =
in diesem Feld, wo einseitige Interessenspolitik der schlimmsten Sorte =
regiert!

So froh ich bin, da=DF es gelungen ist, die Blitz-Festschreibung =
konkreter Werte zu verhindern, so sehr ist mir bewu=DFt, da=DF es in den =
n=E4chsten Monaten weiterhin alle Aufmerksamkeit und allen Einsatz =
brauchen wird, um diese Bedrohung von den Betroffenen abzuwenden. Dies =
wird wenn =FCberhaupt dann nur in weiterer Kooperation zwischen den =
Gr=FCnen und den Flugl=E4rmbetroffenen in Reichweite kommen, wie die =
geschlossene Parteinahme der =FCbrigen politischen Kr=E4fte f=FCr einen =
schrankenlosen Ausbau der =F6sterreichischen Flugh=E4fen gezeigt hat. =
Ich werde mich weiterhin zusammen mit meinen ParteikollegInnen in diesem =
Sinne f=FCr die Flugl=E4rmbetroffenen engagieren.

Mit freundlichen Gr=FC=DFen

Gabriela Moser


Johanna Aschenbrenner-Faltl schrieb:=20
  Danke Frau NAbg. Dr. Moser

  f=FCr diesen Beitrag  http://www.gruene.at/verkehr/artikel/lesen/8140/ =
=20



  Zu dem Satz im beiliegenden Kronenzeitung-Artikel v.16.7.06
  "Nach den Wahlen werden die umstrittenen Grenzwerte
  von Verkehrs- und Umweltminister in einer Verordnung
  erlassen werden."
  m=F6chte ich fragen:

  Wurden die Grenz-, d.h. Schwellwerte voriges Jahr im Sommer
  nicht ins Umgebungsl=E4rmschutzgesetz hineingenommen?
  (Im Entwurf =A711 waren sie ja als Verordnung vorgesehen und=20
  im Anhang III n=E4her ausgef=FChrt, aber das=20
  Amt der Wr. Landesregierung verlangte in seiner Stellungnahme,
  dass die zwischen L=E4ndern und Ministerium "akkordierten"=20
  Schwellwerte sofort ins Gesetz hineingenommen werden)


  Weiters habe ich zu der Kukacka OTS-Meldung vom 4.7.06
  (lege ich auch bei) eine Frage zu dem Satz:
  "Mit der nun vorgeschlagenen Novelle  des Luftfahrtsgesetzes
  und des Umweltvertr=E4glichkeitspr=FCfungsgesetzes soll erm=F6glicht
  werden, dass f=FCr ein Flughafen-Projekt eine UVP-Genehmigung
  auch erlangt werden kann, wenn die Auswirkungen des Projektes=20
  durch Schutzmassnahmen  bei den betroffenen Anrainern=20
  - also z.B. durch L=E4rmschutzfenster - erreicht werden."
  (Einen Garten hat man also, um Tag und Nacht hinter geschlossenen
  L=E4rmschutzfenstern verbringen zu d=FCrfen) Wie lauten denn nun die=20
  vorgeschlagenen Novellen zum Luftfahrts-und Umwelt-
  vertr=E4glichkeitspr=FCfungsgesetz?

  Ich bitte vielmals um =DCbermittlung des Textes der vorgeschlagenen
  Novellen! =20
  Beschlosssen wurden diese hoffentlch vorigen Donnerstag=20
  ja auch nicht - oder doch?=20
  - Ich darf Ihr Antwortmail auf die homepage fluglaerm.at stellen?

  Mit freundlichen Gr=FC=DFen
  f=FCr die Vereinigung der Flugl=E4rmbetroffenen
  in Wien, Nieder=F6sterreich u. Burgenland
  Johanna Aschenbrenner-Faltl
  01/6162268, 0650/6162268
  johanna.faltl@aon.at
  www.fluglaerm.at



  =
=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=
=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=
=B0=B0=B0
  Abg z NR Dr Gabriela Moser,=20
  Der Gr=FCne Klub im Parlament, A-1017 Wien
  Verkehrs-, Bauten-, Wohnungs- und Konsumentenschutzsprecherin der =
Gr=FCnen
  Tel. 01-40110-6556, Fax: 01-40110-6882
  Email: gabriela.moser@gruene.at, Web:  www.gruene.at

  =
=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=
=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=B0=
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Aschenbrenner-Faltl,<BR><BR>danke f=FCr Ihre Nachricht und Ihre positive =
Reaktion=20
auf unsere Bem=FChungen, gemeinsam mit Betroffenen die von =
Regierungsparteien und=20
SP=D6 "in Handstreich" geplante Festschreibung von =
Flugl=E4rm-Grenzwerten im=20
Luftfahrtgesetz bzw. UVP-Gesetz zu verhindern. Im Handstreich deshalb, =
weil im=20
Verkehrsausschu=DF ja nur ein v=F6llig inhaltsleerer =
"Platzhalter"-Antrag vorgelegt=20
wurde, die tats=E4chlichen Ma=DFnahmen hingegen mit einem =
Ab=E4nderungsantrag ohne=20
Begutachtung in letzter Minute im Nationalrats-Plenum den Abgeordneten =
vorgelegt=20
werden sollte.<BR><BR>Der Widerstand hat teilweise Wirkung gezeigt. =
Vergangenen=20
Donnerstag wurde schlie=DFlich eine deutlich ver=E4nderte Regelung im =
Parlament=20
eingebracht. Nach diesem Antrag sollten die angestrebten Ma=DFnahmen =
"nur" in=20
allgemeiner Umschreibung in das Luftfahrtgesetz aufgenommen werden, =
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UVP-Gesetz wurden die entsprechend n=F6tigen Verweise vorgesehen. Die =
konkreten=20
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werden;=20
allerdings hat die vorgelegte Gesetzes=E4nderung mit ihren sehr =
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Erl=E4uterungen den Spielraum f=FCr diese Verordnung bereits sehr =
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=D6sterreich, nicht=20
wie im Vorfeld wiederholt seitens der Bef=FCrworter behauptet nur f=FCr=20
Wien-Schwechat. <BR>Dieser Ab=E4nderungsantrag wurde unmittelbar vor =
Schlu=DF der=20
Debatte zu diesem Tagesordnungspunkt im Nationalrat eingebracht, was zur =

Seriosit=E4t des Vorgehens wohl alles sagt. Bei der Abstimmung des =
Platzhalters=20
und des Ab=E4nderungsantrags haben =D6VP, FP=D6, BZ=D6 und SP=D6 =
geschlossen zugestimmt,=20
die Gr=FCnen haben beides selbstverst=E4ndlich abgelehnt. Sie finden =
diesen=20
Ab=E4nderungsantrag beiliegend. Ein Blick in das noch nicht vorliegende=20
Stenographische Protokoll dieser Sitzung (160.Sitzung der XXII.GP, =
Debatte zu=20
Tagesordnungspunkt 8-10) nach seiner Ver=F6ffentlichung ist f=FCr Sie =
und Ihre=20
Mitstreiter sicher ebenfalls aufschlu=DFreich. <BR>Da=DF die geplante =
Verordnung=20
erstens einer =F6ffentlichen Begutachtung unterzogen und zweitens erst =
nach der=20
Wahl erlassen werden soll, war zwar informell zu erfahren, ist aber =
nirgends=20
offiziell festgehalten; auch hier ist also weitere Wachsamkeit von uns =
allen=20
geboten.<BR><BR>Was Ihre Fragen betrifft, so wurden die =
Grenz-/Schwellenwerte=20
beim Umgebungsl=E4rm"schutz"gesetz ebenfalls in einer zugeh=F6rigen =
Verordnung=20
aufgenommen. Unser Argument in diesem Zusammenhang war in den letzten =
Wochen=20
stets, da=DF es unabh=E4ngig von der konkreten v=F6llig =FCberzogenen =
H=F6he der=20
Grenzwerte in dieser L=E4rmschutzverordnung ungeh=F6rig ist, die =
Sanierung=20
bestehender Probleme durch Flugl=E4rm und die Verhinderung =
zus=E4tzlicher Probleme=20
durch Aus- oder Neubauprojekte =FCber einen Kamm zu scheren. Hier geht =
es im=20
Gegenteil um zwei verschiedene Paar Schuhe, weshalb bei Neuprojekten und =
deren=20
Pr=FCfung nat=FCrlich deutlich niedrigere Grenzwerte anzusetzen w=E4ren. =
Da=DF=20
L=E4rmauswirkungen eines Flughafens keinesfalls nur durch Ma=DFnahmen =
bei den=20
Betroffenen, sondern zuerst durch Ma=DFnahmen an der Quelle, wie =
Begrenzung von=20
Flugbewegungen und entsprechende Flugrouten, einzud=E4mmen sind, wenn =
die=20
Lebensqualit=E4t der Betroffenen nicht unzumutbar belastet und Garten, =
Terrasse=20
etc. nicht "Sperrzone" sein sollen, haben wir selbstverst=E4ndlich =
artikuliert.=20
Auf diesem Ohr sind die Bef=FCrworterInnen des m=F6glichst ungehinderten =
weiteren=20
Ausbaus in Schwechat (und anderswo) aber sichtlich taub, hier regieren =
von der=20
SP=D6 bis zum Minister und Staatssekret=E4r der Shareholder Value der =
Flughafen AG=20
und die Interessen der Aviation Group. <BR><BR>Von Politik als Ausgleich =
von=20
Interessen habe ich in meiner langen Laufbahn als Verkehrspolitikerin =
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einmal so wenig gesp=FCrt wie in diesem Feld, wo einseitige =
Interessenspolitik der=20
schlimmsten Sorte regiert!<BR><BR>So froh ich bin, da=DF es gelungen =
ist, die=20
Blitz-Festschreibung konkreter Werte zu verhindern, so sehr ist mir =
bewu=DFt, da=DF=20
es in den n=E4chsten Monaten weiterhin alle Aufmerksamkeit und allen =
Einsatz=20
brauchen wird, um diese Bedrohung von den Betroffenen abzuwenden. Dies =
wird wenn=20
=FCberhaupt dann nur in weiterer Kooperation zwischen den Gr=FCnen und =
den=20
Flugl=E4rmbetroffenen in Reichweite kommen, wie die geschlossene =
Parteinahme der=20
=FCbrigen politischen Kr=E4fte f=FCr einen schrankenlosen Ausbau der =
=F6sterreichischen=20
Flugh=E4fen gezeigt hat. Ich werde mich weiterhin zusammen mit meinen=20
ParteikollegInnen in diesem Sinne f=FCr die Flugl=E4rmbetroffenen=20
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Moser<BR><BR><BR>Johanna Aschenbrenner-Faltl schrieb: </DIV>
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  Gabriela Moser, <BR>Der Gr=FCne Klub im Parlament, A-1017 =
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