From: "Johanna Aschenbrenner-Faltl" <johanna.faltl@aon.at>
To: "Joh. Aschenbrenner-Faltl"
Subject: =?iso-8859-1?Q?Austro_Controll:_wie=B4s_dort__l=E4uft_und_wer_das_Sagen_h?=
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Date: Fri, 30 Dec 2005 17:25:22 +0100
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Diese Info erhielt ich am 23.12.05 von jemanden der sich auskennt:

Sehr geehrte Frau Aschenbrenner-Faltl!

Die AustroControl ist im Jahre 1994 aus dem Bundesamt f=FCr =
Zivillufftfahrt entstanden - in einer Zeit also, in der Privatisierung =
von Politikern jedes =F6sterreichischen Couleurs noch als Allheilmittel =
f=FCr schlechthin alles gegolten hat. Die ACG ist eine GmbH, die zu 100 =
Prozent dem Staat geh=F6rt. (Die Mitarbeiter waren allerdings nie Beamte =
sondern seit 1968(!) Privatangestellte mit eigenem Kollektivertrag).=20

Der Vorstand der ACG besteht aus einem Direktor und einem =
Generaldirektor, der Vorsitzende des Aufsichtsrates ist Herr Gaston =
Glock, der sich, wenn er nicht Schiesseisen verkauft, der Flugsicherung =
in =D6sterreich widmet. Im Aufsichsrat sitzen ausserdem Vertreter der =
Fluglinien und der Flugh=E4fen, um die Interessen der Airlines und der =
Airports zu wahren. Die Privatisierung der ACG erfolgte mit einem =
eigenen Gesetz. In diesem Gesetz ist festgelegt, das die ACG keine =
Gewinne machen darf (wegen ihrer Monopolstellung und da sie ja doch =
beh=F6rdliche Aufgaben zu erf=FCllen hat).=20
Wie kommt die ACG zu ihrem Geld? Das geht so: das Budget f=FCr, sagen =
wir, 2007 wird 2006 prognostisch festgelegt und dem Verkehrsministerium =
(als dem Eigent=FCmervertreter)  zur Genehmigung vorgelegt. Wird das =
(Personal- und Investitions-) Budget genehmigt, dann setzt das =
Verkehrsministerium auf Basis dieses Budgets die Geb=FChren fest, die =
die Fluggesellschaften zu bezahlen haben. Flugsicherung bedeutet eine =
Menge technischen und personellen Aufwands, also hohe Kosten. . . der =
Aufwand steigt nicht mit der Anzahl der Fl=FCge, er sinkt aber auch =
nicht wenn wenig geflogen wird: ein Radar kostet dasselbe, ob es 5 oder =
f=FCnfzig Targets anzeigt. Ein Fluglotse bedeutet Ausbildung und =
Lohnkosten - ob er (oder sie nat=FCrlich) vor dem Radarschirm D=E4umchen =
dreht oder vor Stress nicht mehr ein und aus weiss.

Wissen sie was das bedeutet?

N=E4mlich das: nehmen wir an, das Budget der Flugsicherung f=FCr 2007 =
bet=E4gt 100 Millionen Euro. Dieses Geld wird zu 100 Prozent =FCber die =
Geb=FChren gedeckt, die von der Fliegerei zu bezahlen sind. Und jetzt =
wirds lustig: wenn im Jahr 2007 nur EIN EINZIGES FLUGZEUG =FCber =
=D6sterreich fliegt, dann bezahlt es f=FCr diesen Flug 100 Millionen =
Euro. Wenn aber (so wie es tats=E4chlich der Fall ist) 1 Million Flieger =
j=E4hrlich =D6sterreich =FCberqueren, dann kostet das pro Flug nur mehr =
100 Euro.=20

Und jetzt wird es unlustig:=20
je mehr Flieger, desto geringer die Geb=FChren. Je geringer die =
Geb=FChren, desto gr=F6sser der Anreiz f=FCr die Fluggesellschaften, =
ihre Maschinen =FCber =D6sterreich zu leiten. Deshalb konnten auch die =
Flugsicherungsgeb=FChren gesenkt werden - weil n=E4mlich die Anzahl der =
Fl=FCge gewaltig zugenommen hat.

Ich kenne den Piloten nat=FCrlich nicht, der so interessante =
Vorschl=E4ge in dem Kronenzeitungsartikel macht. . . das schaut machbar, =
aber nicht billig aus. Und deswegen werden die Vertreter der Airlines im =
Aufsichtsrat der ACG dagegen votieren (und beim Minister intervenieren, =
versteht sich).=20

Anschlu=DFinfo vom 27.12.05:

Bei der Privatisierung der Flugsicherung ist mit Vorbedacht die=20
Gesellschaftsform einer GmbH gew=E4hlt worden. . . anders als bei einer =
(um ein Beispiel zu nennen) AG,=20

ist die Gesch=E4ftsf=FChrung an die Weisungen der =
Gesellschafterversammlung gebunden.=20
Und die besteht aus den Vetretern des Verkehrsministeriums,=20
die ihrerseits den Befehlen des Herrn Staatssekret=E4r Kukacka =
gehorchen.=20
Der Aufsichtsrat wird ebenfalls von ihm ernannt.=20

Wenn sie also ein anderes Anflugmodell erzwingen wollen, dann geht das =
NUR =FCber das Verkehrsministerium und den Herrn Staatssekret=E4r. Mich =
wundert nicht, dass sich der Herr Hahn mit dem  nicht anlegen will; dazu =
kennen sich beide zu gut!



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<DIV><FONT face=3DArial>Die AustroControl ist im Jahre 1994 aus dem =
Bundesamt f=FCr=20
Zivillufftfahrt entstanden - in einer Zeit also, in der Privatisierung =
von=20
Politikern jedes =F6sterreichischen Couleurs noch als Allheilmittel =
f=FCr=20
schlechthin alles gegolten hat. Die ACG ist eine GmbH, die zu 100 =
Prozent dem=20
Staat geh=F6rt. (Die Mitarbeiter waren allerdings nie Beamte sondern =
seit 1968(!)=20
Privatangestellte mit eigenem Kollektivertrag). <BR><BR>Der Vorstand der =
ACG=20
besteht aus einem Direktor und einem Generaldirektor, der Vorsitzende =
des=20
Aufsichtsrates ist Herr Gaston Glock, der sich, wenn er nicht =
Schiesseisen=20
verkauft, der Flugsicherung in =D6sterreich widmet. Im Aufsichsrat =
sitzen=20
ausserdem Vertreter der Fluglinien und der Flugh=E4fen, um die =
Interessen der=20
Airlines und der Airports zu wahren. Die Privatisierung der ACG erfolgte =
mit=20
einem eigenen Gesetz. In diesem Gesetz ist festgelegt, das die ACG keine =
Gewinne=20
machen darf (wegen ihrer Monopolstellung und da sie ja doch =
beh=F6rdliche Aufgaben=20
zu erf=FCllen hat). <BR>Wie kommt die ACG zu ihrem Geld? Das geht so: =
das Budget=20
f=FCr, sagen wir, 2007 wird 2006 prognostisch festgelegt und dem=20
Verkehrsministerium (als dem Eigent=FCmervertreter)&nbsp; zur =
Genehmigung=20
vorgelegt. Wird das (Personal- und Investitions-) Budget genehmigt, dann =
setzt=20
das Verkehrsministerium auf Basis dieses Budgets die Geb=FChren fest, =
die die=20
Fluggesellschaften zu bezahlen haben. Flugsicherung bedeutet eine Menge=20
technischen und personellen Aufwands, also hohe Kosten. . . der Aufwand =
steigt=20
nicht mit der Anzahl der Fl=FCge, er sinkt aber auch nicht wenn wenig =
geflogen=20
wird: ein Radar kostet dasselbe, ob es 5 oder f=FCnfzig Targets anzeigt. =
Ein=20
Fluglotse bedeutet Ausbildung und Lohnkosten - ob er (oder sie =
nat=FCrlich) vor=20
dem Radarschirm D=E4umchen dreht oder vor Stress nicht mehr ein und aus=20
weiss.<BR><BR>Wissen sie was das bedeutet?<BR><BR>N=E4mlich das: nehmen =
wir an,=20
das Budget der Flugsicherung f=FCr 2007 bet=E4gt 100 Millionen Euro. =
Dieses Geld=20
wird zu 100 Prozent =FCber die Geb=FChren gedeckt, die von der Fliegerei =
zu bezahlen=20
sind. Und jetzt wirds lustig: wenn im Jahr 2007 nur EIN EINZIGES =
FLUGZEUG =FCber=20
=D6sterreich fliegt, dann bezahlt es f=FCr diesen Flug 100 Millionen =
Euro. Wenn aber=20
(so wie es tats=E4chlich der Fall ist) 1 Million Flieger j=E4hrlich =
=D6sterreich=20
=FCberqueren, dann kostet das pro Flug nur mehr 100 Euro. </FONT></DIV>
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Geb=FChren. Je=20
geringer die Geb=FChren, desto gr=F6sser der Anreiz f=FCr die =
Fluggesellschaften, ihre=20
Maschinen =FCber =D6sterreich zu leiten. Deshalb konnten auch die=20
Flugsicherungsgeb=FChren gesenkt werden - weil n=E4mlich die Anzahl der =
Fl=FCge=20
gewaltig zugenommen hat.<BR><BR></STRONG>Ich kenne den Piloten =
nat=FCrlich nicht,=20
der so interessante Vorschl=E4ge in dem Kronenzeitungsartikel macht. . . =
das=20
schaut machbar, aber nicht billig aus. Und deswegen werden die Vertreter =
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Airlines im Aufsichtsrat der ACG dagegen votieren (und beim Minister=20
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<DIV><FONT face=3DArial>Bei der Privatisierung der Flugsicherung ist mit =

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anders als=20
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<DIV><FONT face=3DArial>Wenn sie also ein anderes Anflugmodell erzwingen =
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