Flughafen Frankfurt: Steilstart-Tests - Lufthansa soll Blockade beenden

Zur Weigerung der Deutschen Lufthansa AG, dass lärmmindernde Steilstartverfahren am Frankfurter Flughafen zu testen, erklärt Olaf Cunitz, Vorstandssprecher der Frankfurter Grünen:
Die Deutsche Lufthansa AG gibt mit ihrer Weigerung, dass Steilstartverfahren am Frankfurter Flughafen zu testen, ein bedauerliches Negativbeispiel für das mangelnde Verantwortungsbewusstsein ab, dass von Konzernen an den Tag gelegt wird, deren handeln sich ausschließlich an Aktionärsinteressen orientiert.
Das Steilstartverfahren würde dazu führen, dass bewohnte Gebiete in den Flugschneisen um den Frankfurter Flughafen in größerer Höhe überflogen werden und damit weniger lärmbelastet sind. Auch eine lärmmindernde Änderung der Flugrouten wird durch die Weigerung der Fluggesellschaft blockiert.
Die Behauptung der Lufthansa, die hohen Schulungskosten für die Flugcrews spreche gegen das Verfahren, ist in hohem Maße unredlich. Auf anderen Flughäfen wie z.B. Amsterdam, Paris und Mailand ist der Steilstart aus Lärmschutzgründen zwingend vorgeschrieben und wird von Lufthansapiloten tagtäglich praktiziert.
Als weiteres Hilfsargument muss der höhere Kerosinverbrauch beim Steilstart herhalten, der pro Flug zu Mehrkosten von 6 bis 30 Euro führen würde. Ein Betrag in dieser Höhe, ließe sich aber ohne weiteres mit wenigen Cent auf die Fluggäste umverteilen.
Der Lufthansa würde es gut zu Gesicht stehen, zu begreifen, dass praktiziertes Umweltbewusstsein sich auch positiv auf das Firmenimage auswirken kann. Deshalb lautet der Appell der Frankfurter Grünen: Schluss mit der Blockade!