"Kurier" vom 26.08.2005 Seite: 19 Ressort: Wirtschaft
Wi, Morgen
Flughafen Wien kommt Airlines bei Tarifen weiter entgegen
Standortoffensive mit AUA / Passagierplus
Der bereits seit längerer Zeit anhaltende Zank zwischen dem Flughafen Wien und den Austrian Airlines (AUA) über die Höhe von diversen Tarifen scheint ein Ende gefunden zu haben. Flughafen-Vorstandssprecher Herbert Kaufmann sicherte zu, bereits im nächsten Jahr bei den Airline-spezifischen Kosten um 15 Prozent billiger zu sein als die Flughäfen in den Nachbarländern. Ursprünglich lag das Ziel bei Ende 2007.
"Das ist ein bedeutender Schritt in die richtige Richtung", lobte AUA-Chef Vagn Soerensen. Dieser hatte in jüngster Vergangenheit die Tarifpolitik des Flughafens öfters kritisiert. Die AUA ist mit einem Passagieranteil von 55,7 Prozent der wichtigste Kunde des Flughafen.
Flughafen-Vorstandssprecher Herbert Kaufmann betonte, schon im Oktober 2004 und im Juni diesen Jahres die Tarife gesenkt zu haben. "Bei der AUA sind damit diese Kosten von 3,8 auf 3,2 Prozent des Betriebsaufwandes gesunken."
AUSBAU Beide Seiten sprachen sich für eine Qualitätsoffensive aus, um den Flughafen als attraktive Drehscheibe der Star Alliance zu sichern. Dazu zählt etwa der weitere Ausbau (z. B. neuer Terminal und dritte Piste).
Im ersten Halbjahr wurden in Wien mit 7,2 Mio. Passagieren um 500.000 mehr als im Vorjahreszeitraum abgefertigt. Die Hälfte des Passagierplus ist auf Billigairlines zurückzuführen. Dennoch ging das Betriebsergebnis wegen höherer Aufwendungen um 6,3 Prozent auf 51 Mio. Euro zurück, der Umsatz legte um 0,6 Prozent auf 196 Mio. Euro zu.
Bei der Privatisierung des Flughafens Bratislava wird der Flughafen Wien bis 5. September ein unverbindliches Angebot abgeben.
- Robert Kleedorfer NET: www.flughafenwien.at