Sonntag, 01. April 2012 09:02
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Subject: Beschwerde über den Fluglärm im 23. Bezirk - Optimierungen für die Fluglinien kosten unzumutbar viel

Sensitivity: Personal

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Sehr geehrte Damen und Herren!

Sonntag früh kurz nach 7 Uhr wird wieder über das dicht besiedelte Liesing gestartet. Die einzige argumentierbare Notwendigkeit besteht darin, dass das für die Airlines so am billigsten und bequemsten ist. Dem gegenüber stehen volkswirtschaftliche Kosten gegenüber, die erstens direkt vom Steuerzahler zu zahlen sind und die zweitens um vieles höher sind, als das was sich die Airlines einsparen. Dazu ein kleines Rechenbeispiel:

Selbst wenn man die zusätzliche Flugminute mit 70 Euro annimmt (was um einiges zu hoch sein dürfte)  und von 12.0000 Starts pro Jahr über Liesing ausgeht (womit die Vereinbarungen im Mediationsverfahren grob überschritten werden), so wären das beim größtmöglichen sinnvollen Umweg von 4 Flugminuten 3,36 Mio Euro. Diesen Einsparungen für die Airlines sind alleine rund 4 Millionen Euro für die zusätzlichen Schlaganfälle gegenüber zu stellen. Dazu kommen aber noch andere Herzkreislaufererkrankungen, psychische Erkrankungen und Krebs, deren Risiko durch Fluglärm ebenfalls dramatisch steigt und die noch weit mehr kosten dürften. So hat man für den Flughafen Frankfurt Behandlungskosten von 40 Mio/Jahr für Herzkreislauferkrankungen und 140 Mio/Jahr für psychische Erkrankungen ermittelt. Auf die Flugroute Liesing umgelegt bedeutet das, dass die Kosten für die Schlaganfälle nur ein kleiner Bruchteil der tatsächlichen Gesundheitskosten sind. Vom damit verbundenen Leid nicht zu reden.

Es wäre aber alleine schon aus volkswirtschaftlichen Überlegungen dringend an der Zeit, hier die Flugrouten nicht ausschließlich für die Fluglinien zu optimieren. Nicht zuletzt wo die Luftverkehrsregeln schon jetzt ausreichend erkennen lassen, dass dicht besiedelte Gebiete nicht unnötig überflogen werden sollten.

Mit freundlichen Grüßen