Freitag, 30. Dezember 2011 10:17
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Subject: Beschwerde über den Fluglärm im 23. Bezirk - Weckflüge trotz Flugnachtverbot und andere Beispiele für den Unterschied zwischen "Sachargumenten" und Realität

Sensitivity: Personal

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Dröhnende Weckflüge vor 7 Uhr haben mich auch heute aus dem Schlaf gerissen. Dass das gesund ist, glauben wohl nur eingefleischte Flugverkehrslobbyisten. Wie deren sachliche Argumente aussehen, lässt sich am besten an Hand öffentlicher Aussagen wie z.B. Presseaussendungen http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20100918_OTS0057/fluglaerm-sp-valentin-zurufe-selbsternannter-experten-entbehrlich darstellen:

"Natürlich gilt auch weiterhin zwischen 21 Uhr am Abend und 7 Uhr morgens das Flugnachtverbot, die während der Nachtstunden Starts über Liesing unmöglich machen"

Zur Illustration die Lärmmessungen von heute morgen vor 7 Uhr:



Auch die "bereits erreichte 40%-Entlastung bei der Flugfrequenz" fällt bestenfalls unter die Kategorie Halbwahrheiten, tatsächlich wurde laut Evaluierungbericht des Flughafen 2010 mehr über Liesing gestartet, als in jedem Jahr zuvor.

Und die angebliche "Einhaltung der Grenzwerte der WHO" ignoriert konsequent die Tatsache, dass die WHO für tieffrequenten Lärm entsprechende niedrigere Werte fordert:

Noise with low-frequency components require even lower levels (http://www.fluglaerm.at/liesing/Gesundheit/WHOLaermRichtlinien.html).


Leider läßt sich diese Liste mit - vorsichtig ausgedrückt - nicht nachvollziehbaren Behauptungen beinahe endlos fortsetzen. Beispielsweise wurde der Wiener Gemeinderat zuletzt davon informiert, dass es die Abflugroute über Liesing schon immer gab, obwohl Flugspurenaufzeichnung und unzählige Unterschriften und Beschwerden der Betroffenen das Gegenteil belegen. Weiters werden Fluglärmbetroffenen zunehmend unvollständige Lärmmessungen als Fluglärmentlastung verkauft und dröhnende Überflüge zuerst einmal monatelang abgestritten. Nicht zuletzt existieren Vorschriften zur Geschwindigkeitsbegrenzung für Starts, die sich so in den Unterlagen des Flughafens und der Austro Control finden, laut einem offiziellen Vertreter der Austro Control gar nicht.


Dass sämtliche Behauptungen über die angebliche Notwendigkeit der Abflugroutenverlegung nach Liesing mehrfach widerlegt wurden, wird von der Flugverkehrslobby vermutlich auch nur unter mangelnder Zugänglichkeit gegenüber sachlichen Argumenten verbucht.