Sent: Dienstag, 30. August 2011 09:39
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Subject: Die Macht des Faktischen
Wenn man sich das Gedröhne anhört das jetzt bereits über
Liesing herrscht wundert man sich, dass es einer
Umweltverträglichkeitsprüfung bedarf um festzustellen, dass
bereits jetzt unverträgliche Zustände herrschen.
Gestern, bei dem Beginn der öffentlichen Verhandlung, wurde
allerdings rasch klar, dass es nicht, wie im Gesetz vorgesehen, darum
geht die Umweltverträglichkeit des Projektes 3. Piste
festzustellen, sondern lediglich darum irgendwelche vorgeschriebenen
Verfahrensschritte einzuhalten.
Der Flughafen und auch sämtliche Spitzenpolitiker ließen mit
Kommentaren wie "Es führt kein Weg daran vorbei" und "Es gibt
keine Alternative"
keinen Zweifel daran, dass die Veranstaltung lediglich ein, den
Rechtsstaat verhöhnendes Kasperltheater darstellen soll. Es soll
der Eindruck entstehen, dass es überhaupt keine Frage ist, dass
gebaut wird was siech die Herren wünschen, sondern nur noch
klargestellt werden soll, dass sich die Bürger die
Beeinträchtigung ihrer Gesundheit, ihres Lebens und ihres
Eigentums zu gefallen lassen haben.
Während immer wieder auf den PR Veranstaltungen Mediation und
Dialogforum hingewiesen wird sind in der Einreichung, von den
vereinbarten Grenzwerten, nur noch dem Flughafen genehme
Restbestände zu finden.
Die Wenigen die den Mediationsvertrag tatsächlich unterschrieben
haben, sollen jetzt Allem zustimmen, während die Vereinbarungen
bereits jetzt - vom Dialogforum überwacht - ohne jede Konsequenz
ignoriert werden.
Während der Flughafen seine Einreichung ständig adaptiert ist
es den Fluglärmopfern nicht gestattet ihre Einwände den neuen
Tatsachen anzupassen, was dazu führt, dass völlig
unzureichende Einwände den wachsenden Begehrlichkeiten der
Luftfahrt entgegenstehen.
Der Rechtsstaat tut sich mit solchen Veranstaltungen keinen guten Dienst.