Freitag, 22. April 2011 17:13
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Subject: Das Kunststück gleich mehrere Luftverkehrsregeln auf einmal zu ignorieren

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Mit lauten Landungen im Tiefflügen im Minutentakt quer über das dicht besiedelte Liesing und damit mit Einflug Richtung Norden in das Flugbeschränkungsgebiet gelingt den Fluglinien mit freundlicher Unterstützung durch Austro Control und Politiker auch heute wieder das Kunststück, gleich mehrere Luftverkehrsregeln auf einmal zu ignorieren:


§7 LVR: Bei Flügen über dichtbesiedeltem Gebiet ist eine Flughöhe einzuhalten, durch die u.a. unnötige Lärmbelästigungen vermieden werden.

6. Flugbeschränkungen im Flugbeschränkungsgebiet Wien (LO R 15) c)  Der Durchflug durch das Flugbeschränkungsgebiet Wien ist nur zulässig (c) mit Luftfahrzeugen, die den Flughafen Wien-Schwechat nach Instrumentenflugregeln in Richtung Osten oder Süden anfliegen.

(4) Im Flugbeschränkungsgebiet Wien sind Luftfahrzeuge, die den Flughafen Wien-Schwechat nach den Instrumentenflugregeln anfliegen und sich bereits in der Anflugrichtung zum Flugplatz befinden, in einem möglichst gleichmäßigen Sinkflug zu führen, ...


Zur Illustration:
 


Vervollständigt wird dieses Bild durch dröhnende Starts, die in den Tagesrandzeiten unnötigerweise über dem dicht besiedelten 23. Bezirk konzentriert werden und damit für rund 100.000 Menschen gesundheitsschädliche Dauerschallpegel verursachen. Selbst wenn man davon ausgeht, dass auch Gesetze deren Sinn wohl eindeutig in einer Minimierung der Anzahl der vom Fluglärm betroffenen Menschen liegt, noch eine gewisse rechtliche Grauzone bieten, sollte zumindest die Regel zur Anwendung gebracht werden, dass nicht alles erlaubt ist, was nicht ausdrücklich(st) verboten ist.


Unterm Strich ist beim Fluglärm in den letzen Jahren auch ein Versagen der Wiener Umweltpolitik festzustellen, das insbesondere durch die jahrelange Nichteinhaltung von öffentlichen Versprechen der zuständigen Umwelt-Stadträtin gegenüber der Liesinger Bevölkerung transparent wird!