Freitag, 28. Jänner 2011 10:05
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Subject: Beschwerde über den Fluglärm im 23. Bezirk - Forderung nach Einstellung der gesundheitsschädlichen Flugroute auf Grund nicht eingehaltener (bzw. nicht einhaltbarer) Versprechen

Sensitivity: Personal

Categories: Private
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Wenn dröhnende Starts mit bis zu 80 Dezibel bei denen, während der Lärms des einen Fliegers noch nicht verebbt ist, sich bereits der nächste ankündigt, gegenüber einer Situation vor 2004, wo so gut wie kein Flieger hörbar waren, keine nennenswerte oder messbare Verschlechterung darstellt, was dann?

Hier nur 2 Beispiele von solchen Überflugsserien (beide übrigens bei Ostwind):





Oder glaubt man die objektiv durch zahlreiche Messungen nachweisbare Betroffenheit dadurch ignorieren zu können, in dem man - so wie das vom Flughafen bezahlte Dialogforum - nur Betroffene zählt, die in einer Zone leben, die mehr als 45 dB(A) Dauerschallpegel aufweist? 

Ist man ernsthaft der Meinung 100.000 Menschen, die von der Flugroutenverschiebung nach Liesing stark negativ betroffen sind, einfach dadurch weiter an der Nase herumführen zu können, in dem man für die Evaluierungen eine Berechnung verwendet die

völlig intransparent ist und für die laut Angaben einer BI aus Zwölfaxing nicht die korrekten Ausgangsdaten verwendet wurden

bei der keine Topologie berücksichtigt wird, obwohl der Fluglärm in Liesing dadurch hörbar verstärkt wird
bei der ein willkürlicher Grenzwert angenommen wurde, der weit über jenen 40 dB(A) liegt, bei denen eine deutliche Gesundheitsschädlichkeit von Tagfluglärm für eine Reihe von schweren Erkrankungen auch schon statistisch nachweisbar ist

der auf einer für Fluglärm laut WHO ungeeigneten Einheit basiert  (A-Bewertung filtert mehr als 10 Dezibel des tieffrequenten Fluglärm weg, was nur einem Zehntel der tatsächlichen Überflüge entspricht)

die nur einen Dauerschallpegel für den ganzen Tag verwendet und damit keine Auskunft darüber gibt, ob diese Flüge am noch späten Abend oder um 7h früh am Wochenende stattfinden

und bei der diese Dauerschallpegel dann auch noch statistisch über viele Monate ausgemittelt werden

- also kurz zusammengefasst, völlig ungeeignet ist, die Betroffenheit durch bereits gesundheitsschädlichen Fluglärm richtig und vollständig zu erfassen?


Oder ist man seitens der Politik endlich bereit, die Konsequenzen aus den nicht eingehaltenen Versprechen der Aviation Group zu ziehen, dass es durch die Flugroutenverlegung von Brunn/Gebirge nach Wien-Liesing zu keiner merk- und messbaren Verschlechterung kommen sollte und fordert von der Austro Control die Einstellung der unnötigen Flugroute über Liesing?