Sonntag, 22. August 2010 13:21
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Subject: Unnötig viele Menschen werden regelmäßig durch Fluglärm aus dem Schlaf gerissen - Forderung nach Einstellung der Flugroute über Liesing!

Sensitivity: Personal

Categories: Private

So wie beinahe jeden Tag wurden auch heute früh die Liesinger wieder von dröhnendem Fluglärm geweckt. Ein Ausschlafen ist für die Bewohner des dicht besiedelten 23. Bezirks seit der überfallsartigen Verlegung von Flugrouten mitten über den Bezirk auch am Wochenende nicht mehr möglich. Und das obwohl es genug Alternativen gibt, Sonntag früh - wenn schon geflogen wird - damit wenigstens um Größenordnungen weniger Menschen aufzuwecken.

So zeigen die Flugspuren für letzten Sonntag, den 15.8.2010, dass zwischen 7 Uhr und 8 Uhr in der Früh neun (dröhnende) Starts die über das dicht besiedelte Liesing geflogen wurden, während auf der zur Entlastung Wiens aus Steuergeld mitfinanzierten 2. Piste weniger als zehn Landungen und 2 Starts stattgefunden haben. Selbst für den Laien scheint es naheliegend, dass auf dieser 2. Piste noch die Möglichkeit bestehen müsste, zwischen den Landungen auch noch weitere Starts über weitgehend unbesiedeltes Gebiet einzuschieben. Tatsächlich gehen Insider in diesem Zusammenhang von 45 - 55 Flugbewegungen aus, die auf einer Piste untergebracht werden können, wenn auf dieser gleichzeitig gestartet und gelandet wird.

Ein weiteres Beispiel dafür, dass unnötigerweise gerade über eines der am dichtesten besiedelten Gebiete Österreichs gedröhnt wird, war der letzte Donnerstag. Auch hier wurde in der Erholungsphase am Abend alleine zwischen 20:00 und 21:00 zehnmal direkt über Liesing gestartet, obwohl auf der zur Entlastung Wiens gebauten 2. Piste mit nur 23 Landungen in dieser Zeit noch mehr als ausreichend Kapazität zur Verfügung stand. Es wäre also problemlos möglich gewesen, die Starts Richtung Tschechien und die Slowakei mit einem großen Bogen um Wien herum Richtung Norden zu führen, statt unsinnigerweise über den dicht besiedelten Süden Wiens zu fliegen.

Diese beiden Beispiele belegen exemplarisch, dass die Flugroute über Liesing problemlos eingestellt werden könnte. Aber auch der von der Austro Control selbst gestaltete Pistenplan zeigt, dass es keine kapazitätsmäßige oder windmäßige Notwendigkeit für die Startroute über Liesing gibt. Laut diesem sollten gerade in jener Phase, in denen die meisten Flugzeuge starten, die Flugroute über Liesing weder bei Nordwestwind noch bei Südostwind verwendet werden. Wenn im Pistenbelegungsplan dafür aber bei Windstille bzw. vernachlässigbarem Wind vorgesehen ist, über Liesing zu dröhnen, geschieht das offensichtlich ohne einen über die Profitoptimierung hinausgehenden Bedarf.

Hier ist die Politik dringend gefordert, dem offiziellen Motto der Flughafenmediaton, es solle so geflogen werden, dass möglichst wenig Menschen vom Fluglärm betroffen sind, nachzuhelfen und die Einstellung der Flugrouten über den dicht besiedelten 23. Wienergemeindebezirk so schnell als möglich herbeizuführen!

Mit freundlichen Grüßen